Am nördlichen Rand des Schillerparks im Berliner Wedding entsteht das Kornelius Forum, ein Neubau der Evangelischen Kirche. Der Rohbau steht bereits seit dem Vorjahr. Seither kommen die Arbeiten jedoch nur langsam voran, und eine Fertigstellung in diesem Jahr bleibt vorerst offen.

Der Verwaltungsneubau des Evangelischen Kirchenkreisverbands Berlin Mitte-Nord an der Dubliner Straße entsteht nach dem 2226-Prinzip und soll künftig Verwaltung, Café, Seminarräume und Wohnungen unter einem Dach vereinen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
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An der Dubliner Straße Ecke Edinburger Straße lässt der Evangelische Kirchenkreisverband Berlin Mitte-Nord einen Verwaltungsneubau errichten. Das Gebäude entsteht auf dem Grundstück der Korneliusgemeinde und ersetzt das frühere Gemeindehaus, das nicht mehr dem baulichen Standard entsprach. Das Kirchengebäude selbst und die angrenzende Kita bleiben dagegen erhalten.
Mit dem Neubau bündelt der Verband mehrere Nutzungen an einem Standort. Vorgesehen sind Büroräume für das Kirchliche Verwaltungsamt, ein öffentlich zugängliches Café, Seminarräume sowie Wohnungen im obersten Geschoss. Laut dem Kirchenkreisverband seien die Mietkosten an den bisherigen Verwaltungsstandorten nicht mehr tragbar gewesen. Zudem reagiere man auf sinkende Kirchensteuereinnahmen.
Dubliner Straße: Fassade verputzt, Fenster fehlen weiterhin

Der Rohbau des Kornelius Forums wurde bereits fertiggestellt. Die Fassade ist inzwischen gedämmt und verputzt, während der Einbau der Fenster noch aussteht./ © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Der Rohbau des fünfgeschossigen Gebäudes wurde bereits im vergangenen Jahr abgeschlossen. Seitdem konzentrieren sich die Arbeiten auf die Fassade. Diese ist inzwischen gedämmt und verputzt, sodass der Baukörper von außen weitgehend geschlossen wirkt.
Allerdings sind noch immer keine Fenster eingesetzt. Dieser Schritt dürfte als Nächstes folgen. Auf der Baustelle ist derzeit allerdings nur wenig Aktivität zu erkennen. Ob das Projekt noch in diesem Jahr abgeschlossen wird, lässt sich daher nicht absehen.
Energiekonzept 2226: Räume ohne klassische Heiz- und Kühltechnik
Ein zentrales Merkmal des Projekts ist das Energiekonzept. Der Neubau wird nach dem sogenannten 2226-Prinzip errichtet. Das Ziel besteht darin, die Raumtemperatur dauerhaft zwischen 22 und 26 Grad Celsius zu halten, und zwar ohne klassische Heiz- oder Kühltechnik. Verantwortlich für die Planung ist das Büro Baumschlager Eberle Architekten.
Erreicht werden soll dies durch massive Außenwände, eine präzise Fensteranordnung sowie ein digitales Steuerungssystem. Der Ansatz verzichtet bewusst auf aufwendige Technik und soll langfristig Energie einsparen. Ob das Konzept auch im laufenden Betrieb funktioniert, wird sich allerdings erst nach dem Einzug zeigen.
Außenanlagen des Neubaus: Klimaangepasste Gestaltung und neuer Kirchgarten
Auch das Außengelände soll klimaangepasst gestaltet werden. Geplant sind heimische Pflanzen, durchlässige Beläge und ein Regenwassermanagement mit Mulden und Rigolen. Ein gesondertes Beleuchtungskonzept soll zudem die Lichtverschmutzung verringern.
Die Kita nutzt während der Bauphase eine Ausweichfläche und soll nach Fertigstellung eine größere Spielfläche erhalten. Die bisher provisorisch genutzte Fläche wird anschließend als Kirchgarten umgestaltet. Insgesamt versteht der Träger das Kornelius Forum als Pilotprojekt für eine nachhaltige kirchliche Infrastruktur.
Quellen: Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Baumschlager Eberle Architekten, Kirchliches Verwaltungsamt Berlin Mitte-Nord
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