Am Alexanderplatz wächst das Covivio-Hochhaus sichtbar in die Höhe. Mit dem Erreichen der zehnten Etage wird die Dimension des Projekts zunehmend im Stadtraum spürbar und verändert damit die Raumwirkung eines der zentralsten Plätze Berlins.

Covivio Tower, Berlin-Mitte

Der Neubau des Covivio-Towers ist bereits aus der Ferne sichtbar und verändert das Erscheinungsbild des Alexanderplatzes. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT

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Am nordöstlichen Rand des Alexanderplatzes schreitet der Bau des Covivio-Hochhauses weiter voran. Seit dem vergangenen Jahr wächst der Sockelbau entlang der Alexanderstraße in Berlin-Mitte kontinuierlich in die Höhe. Inzwischen ist auch der Hochhausturm deutlich wahrnehmbar und hat mittlerweile die zehnte Etage erreicht.

Mit dem zunehmenden Baufortschritt verändern sich die Raumverhältnisse am Platz spürbar. Der bislang offene und fragmentierte Stadtraum erhält durch den massiven Sockel erstmals eine klar gefasste Kante. Vor allem aus Richtung der Alexanderstraße wird die neue Kubatur zunehmend präsent und prägt die Wahrnehmung des Stadtraums.

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Covivio-Hochhaus am Alexanderplatz: Sockelbau prägt den Stadtraum

Covivio Tower, Berlin-Mitte

© Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Der Sockel des Covivio-Gebäudes wächst schrittweise weiter und wird bei Fertigstellung eine Höhe von rund 36 Metern erreichen. Aus ihm entwickeln sich zwei schlanke Türme, die den Alexanderplatz künftig auch in der Vertikalen neu strukturieren sollen. Entworfen wurde das Gebäude vom Berliner Architekturbüro Sauerbruch Hutton.

Insgesamt sind rund 60.000 Quadratmeter Nutzfläche geplant. Davon entfallen etwa 27.700 Quadratmeter auf Büros, rund 22.000 Quadratmeter auf Einzelhandel und etwa 11.400 Quadratmeter auf Wohnflächen. Geplant sind rund 220 Wohnungen sowie ergänzende Nutzungen wie eine Kita, Fitnessangebote und eine begrünte Dachterrasse. Die angestrebte Mischnutzung soll den stark frequentierten Platz räumlich wie funktional neu ordnen.

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Neuer Covivio-Turm als städtebauliche Klammer am Alexanderplatz

Mit seiner Höhe und seinem Volumen könnte das Covivio-Hochhaus eine verbindende Struktur am Alexanderplatz übernehmen. Der Baukörper hat das Potenzial, die bislang oft unzusammenhängend wirkenden Gebäude zwischen Bahnhof Alexanderplatz und dem Park Inn Hotel stärker zu einem Ensemble zusammenzuführen.

Neben dem Covivio-Projekt schreitet mit dem Hochhausprojekt „The Berlinian“ ein weiteres zentrales Vorhaben am Alexanderplatz voran. Ob zusätzliche Hochhausprojekte, wie der seit Jahren stockende Alexander Capital Tower realisiert werden, bleibt derzeit offen. Unabhängig davon zeichnet sich bereits ab, dass der Covivio-Turm das Stadtbild am Alexanderplatz dauerhaft verändern wird.

Covivio Tower, Berlin-Mitte

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Covivio Tower, Berlin-Mitte

© Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Quellen: berlin.de, Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, Covivo, Drees & Sommer, liebert, rbb, taz, Tagesspiegel, Sauerbruch Hutton Gesellschaft von Architekten mbH

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12 Kommentare

  1. a.t. 6. Januar 2026 at 11:59 - Reply

    „Aus ihm entwickeln sich zwei schlanke Türme, die den Alexanderplatz künftig auch in der Vertikalen neu strukturieren sollen.“…. Für mich kommt es mehr wie ein fettes Pummelchen mit Fuge rüber. Wäre wahrscheinlich anders, hätte man beiden Hälften um eine Fassadenelementachse versetzt und einer Hälfte ein Geschoss genommen und der anderen wieder raufgepackt, oder sogar mehr.
    Aber wie es halt so ist: 10 Architekten, 11 verschiedene Meinungen.
    Egal, wird Zeit, dass dem Alex genau so zu Leibe gerückt wird. Trotzdem muss man sagen, dass das alles ziemlich altbacken und wie Architektur aus der Vergangenheit wirkt, vergleicht man es z.B. mit ähnlichnen Chinesischen Hochhaus-Clustern in legion… Denke mal, das wird spätestens in 50 Jahren wieder alles runtergenommen werden und gegen anderes Design austauscht, wenn die erste Fassadensanierung ansteht.

    • Löwe 6. Januar 2026 at 12:37 - Reply

      Die futuristisch anmutende Singapur Skyline mit großzügigen Grünflächen dazwischen https://www.youtube.com/watch?v=AX74-anvDoc

      • a.t. 7. Januar 2026 at 12:31 - Reply

        So etwas meinte ich zuvor. Bin in unregelmäßigen Abständen hin und wieder dort und dann überkommt micht jedesmal der Vergleich mit Berlin… Aber vielleicht muss man ja nicht so weit ausholen, denn der kleine Cluster am Breitscheidplatz kommt im internen Vergleich schon wesentlich besser rüber.

  2. Joachim Hasert 8. Januar 2026 at 01:06 - Reply

    Der Alexanderplatz hieß einmal OCHSENMARKT. Nun, die Ochsen sind zurück : Sie bauen Hochhäuser.
    Schön sieht es hier nicht mehr aus.

    • Böhme 13. Januar 2026 at 23:57 - Reply

      Gut, ich bezweifele, dass der Ochsenmarkt ästhetisch im positiven Sinne besser war. Richtig ist, dass z. B. das Gebäude mit dem Saturnmarkt nicht von Schönheit geküsst ist. Wie allerdings der Covivo-Turm tatsächlich aussehen wird, wird sich erst noch zeigen, da mag man mal abwarten. Dass er hässlicher werden könnte als alles, was zu DDR-Zeiten am Alexanderplatz gestanden hat, darf bezweifelt werden. Und auch Berolina- und Alexanderhaus aus Vor-DDR-Zeiten sind genau betrachtet alles andere als schön. Irgendwie gibt es hier wohl vor allem von Ostberlinern eine irrationale Verklärung des Alexanderplatzes zu DDR-Zeiten.

  3. Dr. Beate Weifenbach 8. Januar 2026 at 09:14 - Reply

    Wenn von Anfang an sich die Möchtegern-Neu-Berliner mit der Stadtstruktur der ehedem SCHÖNSTEN GROSSSTADT DER WELT befasst hätten, v.a. auf Senatsebene, hätten sie dafür gesorgt, dass es hier KEINE HOCHHÄUSER gibt, wie z.B. in Proletentown New York oder in Asien, wo aus dreckigen Slums Wolkenkratzer werden. Kultur und Architektur: Berlin war vor dem letzten Weltkrieg viel viel größer als New York, London, Paris u.a.
    (7 bis 9mal), mit Plätzen und Grünkeilen bewußt in die Stadt konzipiert, jede Wohnung zur Straße mit Erker und/oder Balkon, nachhaltig gemauert und nach 1945 mit bloßen Händen wieder mit Ziegeln aufgebaut. Die oft nicht wieder aufgebauten, oft dunklen Hinterhöfe waren nach Mauerfall DIE GROSSE CHANCE für begrünte Ruheoasen. An der Warschauer Straße ging’s los: in dieser Gegend gab es 1989 fast ausschließlich Altbauten, sogar mit Atlanten (im Westen verschwunden). Die Pariser verdanken die Nichtzerstörung ihrer Stadt einem deutschen General, und bewundern ihn bis heute. Denn er hat den Befehl des Proleten Hitler nicht ausführte alle Denkmäler, sogar den Triumphbogen, zu sprengen. DIE PARISER SETZEN IHRE HOCHHÄUSER AN DEN STADTRAND und sind stolz auf ihre Altbauten aus dem 18. und 19. Jh. und bewohnen sie als teure Prestige-Residenzen. Die DDR hat genug verbrochen. Jetzt aber gibt’s nur noch einen Schlag ins Gesicht nach dem anderen: hässliche Bunker aus thermisch fragwürdigem Glas inmitten des Berliner beige und hell-ocker, schwarze Fensterrahmen, schwarze Fassaden. In Berlin wurden die weißen Fassadenklinker für Gewerbehöfe erfunden, als was Helles für die Arbeitsmoral. Es ist eine Schande, dass jeder Denkmalschutz ungestraft umgangen wird, sofern er überhaupt besteht. Wir haben dann noch einige Bahnhöfe (Köpenick, Wollankstraße u.v.a. Schönhauser Allee), hangemauert in Techniken, die keiner mehr kann heutzutage und handgenietet für die Ewigkeit. Die gehören auf die Liste des WELTKULTURERBES. Den Berlinern wird ihre Stadt zerstört, harmonische Straßenfronten werden auf brutal zerstückelt gebracht und kein Berliner darf in seiner Stadt noch was sagen.

    • Böhme 13. Januar 2026 at 23:44 - Reply

      Sorry, aber ich weiß nicht ansatzweise, woher Sie alle die Behauptungen, die Sie in Ihrem Beitrag aufstellen, herhaben. Das Berlin vor dem 2. Weltkrieg 7- bis 9-mal so groß wie New York oder London gewesen sein soll, dafür haben Sie dann hoffentlich Belege, die Sie hier präsentieren können. Auf Paris träfe, wenn man das eigentliche Paris und nicht den Großraum nähme, das 7-fache an Größe zu (Paris gut 105 qkm, Berlin rund 891 qkm, wobei da die irrwitzigen Grünanteile wie Grunewald, Spandauer Forst, Tegeler Forst, das ganze Waldgrün im Südosten Berlins um den Großen Müggelsee herum bis runter nach Erkner, Schmöckwitz usw., die ganzen ländlichen Bereiche im Norden und Nordosten Berlins, die unbebauten Flächen um Kladow, Gatow bis nordlich der Rieselfelder Karolinenhöhe zu berücksichtigt werden müssen).

      Und Berlin in der Zeit vor dem 2. Weltkrieg zur schönsten Großstadt der Welt zu bezeichnen, ist dann ja doch reichlicher Lokalpatriotismus. Selbst Kaiser Wilhelm II. fand die ganzen Neubauten am Ku’damm von „Norbert Neureich“ reichlich hässlich, weil man mit der Masse an riesigen Säulen Putten und sonstigen Verzierungen nichts anderes als angeben wollte.

      Auch die Behauptung, Paris baute Hochhäuser allein an den Rand der Stadt ist schlicht falsch. So liegt nur beispielhaft der „Tour Montparnasse“, wie schon der Name verrät, mit seinen 56 Stockwerken, 210 Metern und schwarzen Fassade mitten in Montparnasse und damit reichlich mittig vom eigentlichen Paris mit seinen 105 qkm, rund 2,2 km von Notre Dame oder dem Louvre Luftlinie entfernt. Das Hochhaus erreicht übrigens eine Höhe, von denen aufgrund der piefigen Kleinbürgerlichkeit der Berliner Bauverwaltung selbst das hächste Hochhaus Berlins, der erste „Wolkenkratzer“, das Estrel-Hochaus mit seinen 176 Metern weit entfernt bleibt.

      Es wurde übrigens schon ganz früh ein sehr hohes und objektiv betrachtet reichlich hässliches Bauwerk mittenmang in Paris errichtet: Der Eiffelturm (330 Meter – gerade mal 38 Meter weniger als der Berliner Fernsehturm)! Dass jetzt im Zentrum Paris‘ nicht die Masse an Hochhäusern oder gar Wolkenkratzern errichtet wird, dürfte schon daran liegen, dass der von Ihnen in Bezug genommene General als Stadtverwalter Adolfs Befehl kurz vor Einnahme der Stadt durch die alliierten Truppen, die Stadt vollständig dem Erdboden gleich zu machen, nicht ausführte. Die „Abrissbirne“ alliierter Flächenbombardements über Berlin hat genügend Freiflächen begründet, die zu bebauen waren, wobei die Notwendigkeit bestand, möglichst schnell möglichst preiswert Wohnraum für die Bevölkerung zu schaffen. In Berlin würde, würde diese Stadt im Zentrum diese Masse an historischen Bauten gleich Paris hätte, das gesamte Zentrum unter Denkmalschutz stehen. Es würde hier – anders als in Paris mit z. B. dem Centre Georges-Pompidou – kein einziges modernes Gebäude in diesem Bereich entstehen.

      Dass im Zentrum

    • Udo 28. Januar 2026 at 16:02 - Reply

      Sie müssen Ihre rosarote Sonnenbrille absetzen. Die Realität ist eine andere.

  4. Roland 8. Januar 2026 at 11:13 - Reply

    Das dauert alles viel zu lange. Nach dem Baustopp mit dem Zwischenfall U-Bahn- Decke begannen die Arbeiten endlich und dann ewig lange Bauzeiten. Bin öfter dort und sehe kaum jemanden arbeiten. Da scheint aber auch keiner vom Senat Druck zu machen. Interessiert wahrscheinlich niemanden. Genau wie die Baustelle am Alexa und wie bei allen Baustellen Berlins. Betrifft ja nur den Bürger.

    • Steve Martok 21. Januar 2026 at 17:07 - Reply

      Wieso sollte die Politik da Druck machen? Das ist ein privates Bauvorhaben, da hat Politik gar nichts zu sagen, außer wenn es um baurechtliche Belange geht. Dass manche Menschen das Denken haben, die Politik soll alles richten und Druck machen, ist gelinde gesagt traurig, wenn nicht sogar sehr ulkig: ein Senat, der einen Flughafen bauen wollte, es aber nicht im Ansatz hinbekommen hat, ein Senat, der nicht mal ansatzweise den ÖPNV unter Kontrolle hat, der ganze Stadtviertel zu Sozialslums versumpfen lässt, ein Senat, der nicht mal in der Lage ist, Linksradikale, die Anschläge auf Infrastruktur verüben, mit der Macht des Rechtsstaates zu ermitteln und vor Gericht zu stellen, dieser Senat soll sich nun aber hinstellen und für Druck sorgen auf Baustellen, damit es dort schneller geht??? Das ist an Lächerlichkeit nicht zu überbieten!

  5. Ralf 27. Januar 2026 at 23:30 - Reply

    Wenn der Turm fertig ist, ist der Platz tot.
    Das wurde auch schon von der Politik verkündet, dass man dann genau prüfen werde was für Veranstaltungen dort stattfinden werden. Also wird der Platz damit jede historische und kulturelle Bedeutung verlieren den er mal hatte. Da werden Bäume und Sträucher auch nichts dran ändern. Dieser überaus scheußlich Bau wird die Menschen vertreiben und übrig wird eine dunkler Ort bleiben, an dem sich niemand aufhalten will.

  6. Torsten 4. Februar 2026 at 13:57 - Reply

    Es wird auch Zeit, dass Berlin endlich in die Höhe baut und diesen hässlichen Ostplatz endlich einrahmt. Ich freue mich schon auf den Hines Turm und den Monarchen! Diese kleinkarrierten Provinzler, die jedes Hochhaus verhindern wollten, haben sich nicht durchgesetzt. Es wird mehr Hochhäuser in Berlin geben und das ist mal ne gute Nachricht in der Stadt der Verhinderer.

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