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Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen zieht für das Haushaltsjahr 2025 eine positive Bilanz im Hochbau. Trotz enger finanzieller Rahmenbedingungen konnten hohe Investitionen vor allem in Schulen und Wissenschaft umgesetzt werden. 

ISS am Breiten Luch in Neu-Hohenschönhausen

Die neue Integrierte Sekundarschule „Am Breiten Luch“ wurde 2025 an den Bezirk übergeben. Der Schulcampus bietet Platz für eine fünfzügige Sekundarstufe I sowie eine dreizügige Sekundarstufe II und ist für bis zu 725 Schülerinnen und Schüler ausgelegt. / © Foto: HOWOGE, Pritzkuleit

© Titelbild: HOWOGE

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Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen zieht für das Haushaltsjahr 2025 eine insgesamt positive Bilanz im Hochbau. Trotz der finanziellen Restriktionen im Landeshaushalt setzte die Verwaltung Bauinvestitionen von rund 700 Millionen Euro um. Damit lag die Mittelausschöpfung bei mehr als 90 Prozent.

Die Investitionen konzentrierten sich dabei klar auf prioritäre Aufgaben der öffentlichen Daseinsvorsorge. Vor allem der Schulbau, aber auch der Wissenschaftsbau und weitere zentrale Infrastrukturprojekte prägten das Baugeschehen im vergangenen Jahr.

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Investitionsschwerpunkte im Berliner Schulbau und in der Wissenschaft: Mittelverteilung im Überblick

Mit rund 434 Millionen Euro stellte der Schulbau erneut den größten Investitionsposten dar. Die Berliner Schulbauoffensive blieb damit das zentrale Programm im Hochbau. Weitere rund 138 Millionen Euro flossen in den Wissenschaftsbau. Ergänzend investierte das Land rund 69 Millionen Euro in die Bereiche Inneres, Sport und Justiz sowie etwa 43 Millionen Euro in Kulturmaßnahmen.

Die Abteilung Hochbau fungiert als zentrale Baudienststelle des Landes Berlin für investive Hochbaumaßnahmen. Mit mehr als 170 Beschäftigten betreut sie derzeit rund 110 Projekte. Das Spektrum reicht von Neubauten über Erweiterungen bis hin zu komplexen Umbau und Sanierungsmaßnahmen.

Effiziente Umsetzung und serielle Bauweisen: Tempo durch neue Konzepte

Um trotz begrenzter Mittel zügig voranzukommen, setzt der Berliner Hochbau verstärkt auf serielle Bauweisen. Modulare Konzepte sowie ein hoher Anteil an Holzbau ermöglichen kürzere Bauzeiten und unterstützen zugleich klimapolitische Ziele. Effiziente Vergabeverfahren tragen zusätzlich zur Planungs- und Umsetzungssicherheit bei.

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Stadtentwicklungssenator Christian Gaebler (SPD) erklärte, der Hochbau arbeite auch unter schwierigen haushaltswirtschaftlichen Bedingungen leistungsfähig und verlässlich. Die Investitionen stärkten gezielt die Infrastruktur der Stadt, wobei der Schulbau weiterhin eine Schlüsselrolle einnehme.

Schulbauoffensive und Hochschulprojekte im Jahr 2025: Neubauten und Sanierungsstrategien

Im Rahmen der Berliner Schulbauoffensiv entstanden 2025 zahlreiche modulare Ergänzungsbauten, Holzmodulschulen sowie Typensporthallen. Zudem gingen erste Holz-Compartment-Schulen in die Umsetzung. Parallel dazu stellte das Land strategische Weichen für groß angelegte Sanierungen, um den bestehenden Sanierungsstau schrittweise abzubauen.

Auch im Wissenschaftsbereich kamen wichtige Projekte voran. Dazu zählen der Neubau der „Wedding Advanced Laboratories“ für die Berliner Hochschule für Technik sowie eine Teilübergabe des Erweiterungsbaus der Alice-Salomon-Hochschule. Diese Vorhaben stärken langfristig den Wissenschaftsstandort Berlin.

Ausblick auf das kommende Jahr in Berlin: Investitionen von über 600 Millionen Euro geplant

Für das Haushaltsjahr 2026 plant das Land Investitionen von rund 639 Millionen Euro. Schwerpunkte bleiben der Schulbau mit etwa 343 Millionen Euro sowie der Wissenschaftsbau. Zu den anstehenden Projekten zählen unter anderem der Forschungsneubau des Interdisziplinären Zentrums für Modellierung und Simulation (IMoS) für die Technische Universität Berlin, das Bauhaus Archiv und der Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark.

Gleichzeitig zeigen sich trotz erheblicher Investitionen weiterhin gravierende bauliche Defizite an Berlins Hochschulen. Auf dem Campus der TU prägen Gebäude aus den 1960er Jahren mit Wasserschäden, Brandschutzmängeln und gesperrten Bereichen den Alltag. Nach Angaben der Universität gelten rund 96 Prozent der 102 Gebäude als sanierungsbedürftig. Vergleichbare Probleme bestehen auch an der Humboldt Universität zu Berlin sowie an der Freien Universität Berlin, was den anhaltenden Handlungsbedarf im Berliner Wissenschaftsbau deutlich macht.

Quellen: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, TU Berlin, Humboldt Universität Berlin, rbb24

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