Altes Pflaster, neue Perspektiven: Im Frankfurter Osthafen beginnt die umfassende Sanierung der Franziusstraße. Geplant ist eine grundlegende Erneuerung und Modernisierung der rund 1,4 Kilometer langen Industriestraße.

Nach dem offiziellen Spatenstich am 23. Juli 2025 konnten am 4. August 2025 die Bauarbeiten in der Franziusstraße beginnen. Vermutlich werden die Umbauarbeiten noch bis zum November 2028 andauern. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
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Im Frankfurter Osthafen haben die Bauarbeiten für die Sanierung der Franziusstraße begonnen. Mit einem offiziellen Spatenstich am 23. Juli 2025 startete die rund 1,4 Kilometer lange Uferstraße in ihre umfassende Modernisierung. Zuständig sind das Amt für Straßenbau und Erschließung (ASE) sowie die StraßenBeleuchtung Rhein-Main GmbH (SRM). Die Erneuerungsarbeiten sollen bis zum November 2028 andauern. Die Kosten für den Umbau liegen bei etwa 8,7 Millionen Euro, wovon rund 2,8 Millionen Euro durch das Land Hessen im Rahmen des Mobilitätsfördergesetzes übernommen werden.
Die Franziusstraße verbindet die Osthafen- und Honsellbrücke mit der Kaiserleibrücke und gilt als zentrale Verkehrsachse für Lastkraftwagen, öffentliche Verkehrsmittel, Fußgänger und Radfahrer. Ziel der Maßnahme ist es, die Straße an moderne Anforderungen anzupassen, zusätzliche Rad- und Fußwege zu schaffen und die Infrastruktur für Gewerbe und Logistikstandorte im Osthafen nachhaltig zu verbessern. Darüber hinaus sollen die Verkehrsabläufe selbst effizienter gestaltet werden.
Benannt nach Ludwig Franzius: Historische Zufahrtsstraße für den Osthafen wird umfassend saniert
Die Franziusstraße wurde in den 1920er-Jahren angelegt und trägt den Namen des Wasserbauingenieurs Ludwig Franzius. Ursprünglich als Zufahrtsstraße für den Osthafen konzipiert, verband sie Hafenbetrieb und städtisches Verkehrsnetz. Seit ihrer Errichtung erfuhr sie zwar einzelne Anpassungen, allerdings blieb eine umfassende Modernisierung bislang aus.
Heute ist die Franziusstraße ein zentraler Verkehrsweg im Osthafen. Durch ihre Anbindung an Schiene, Straße und Wasser bildet sie einen bedeutenden Knotenpunkt für Logistik, Gewerbe und städtische Infrastruktur und trägt zusätzlich wesentlich zur wirtschaftlichen Funktion des Frankfurter Hafenareals bei.
Grundlegende Modernisierung geplant: Die Franziusstraße im Wandel
Die Franziusstraße soll ausgehend von der Intzestraße bis hin zum Franziusplatz grundlegend modernisiert werden. Die Fahrbahn wird erneuert und statisch gesichert, um den Belastungen durch schwere Lastkraftwagen gerecht zu werden. Außerdem soll die Straße auf eine Breite von 6,85 Metern gebracht werden, an manchen Stellen sogar auf 7,35 Meter. Zudem entstehen neue Lade- und Parkzonen, die den logistischen Anforderungen des Hafens besser entsprechen und damit die Verkehrsabläufe für Gewerbe und Anlieferungen optimieren.
Für Fußgänger und Radfahrer werden auf der Südseite der Straße neue Wege eingerichtet. Diese sollen die Sicherheit erhöhen und die Erreichbarkeit für Beschäftigte, Besucher und Anwohner verbessern. Gleichzeitig werden die Lade- und Parkbereiche durch einen 2,75 Meter breiten Parkstreifen klar strukturiert, sodass die Straße funktional bleibt und den modernen Anforderungen des Hafengebiets entspricht. Des Weiteren ist ein barrierefreier Ausbau der drei Bushaltestellen der Linie 31 geplant.
Sanierung der Franziusstraße im Osthafen: So schreiten die Bauarbeiten voran
Bereits im Sommer 2024 haben das ASE sowie die SRM erste vorbereitende Arbeiten in der Franziusstraße abgeschlossen. Die tatsächliche Sanierung scheint nun begonnen zu haben und erfolgt in insgesamt elf Bauphasen. Zeitlich wurden die Bauarbeiten bewusst in die Sommerferien gelegt, um Einschränkungen für Unternehmen gering zu halten. Auf Höhe der Feuerwache wird die Franziusstraße zunächst in die eine, dann in die andere Richtung als Einbahnstraße geführt. Umleitungen erfolgen über die Hanauer Landstraße.
Mit der Erneuerung der Franziusstraße wird die Infrastruktur des Osthafens zukunftsfähig aufgestellt. Sie unterstützt Logistik, Gewerbe und Pendler gleichermaßen und soll dazu beitragen, dass das Osthafengebiet seine wachsende Bedeutung als Wirtschafts- und Innovationsstandort Frankfurts langfristig sichern kann.

Die Bushaltestellen „Mühlenwerk“, „Hafenmühlenweg“ und „Staustufe“ werden von der Buslinie 31 angefahren und verbinden den Osthafen mit der Stadtmitte. Im Rahmen der Sanierungsarbeiten an der Franziusstraße sollen die Haltestellen barrierefrei werden. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Quellen: Stadt Frankfurt, FNP
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