Im Wrangelkiez in Berlin-Kreuzberg beginnt die Umgestaltung zweier Grünanlagen zu einem zusammenhängenden Grünzug. Die Flächen an der Falckenstein- und Cuvrystraße sollen künftig stärker miteinander verbunden werden und zugleich ökologisch aufgewertet werden. Ziel ist es, das Mikroklima zu verbessern und neue Aufenthaltsräume im dicht bebauten Quartier zu schaffen.

Lageplan der Umgestaltung

Der geplante Grünzug verbindet die Grünanlagen an der Falckenstein- und Cuvrystraße durch eine organisch verlaufende Wegestruktur. Eine offene Wasserrinne begleitet den Weg und leitet Regenwasser in Versickerungsflächen, während neue Spiel-, Sport- und Aufenthaltsbereiche sowie zusätzliche Bäume und Grünflächen das Areal ökologisch aufwerten sollen. / © Darstellung: GM013 Landschaftsarchitektur

© Titelbild: GM013 Landschaftsarchitektur

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Der Wrangelkiez in Kreuzberg gehört zu den am dichtesten besiedelten Gebieten Europas. Mehr als 14.000 Einwohner leben hier auf einem Quadratkilometer. Gleichzeitig stehen den Menschen weniger als sechs Quadratmeter Grünfläche pro Person zur Verfügung. Deshalb haben die Grünanlagen an der Falckenstein- und Cuvrystraße eine wichtige Funktion für Erholung und Aufenthalt im Quartier und sollen jetzt aufgewertet werden.

Allerdings befinden sich die Anlagen seit Jahren in einem schlechten Zustand. Viele Bereiche gelten als verwahrlost und verlieren dadurch an Aufenthaltsqualität. Zudem nutzen häufig Menschen mit Suchterkrankungen Teile der Flächen. Dadurch fühlen sich Familien, Kinder und Jugendliche teilweise unsicher und meiden die Anlagen.

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Baubeginn für neuen Grünzug in Kreuzberg: Bezirksamt verbindet Grünanlagen an Falckenstein- und Cuvrystraße

Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg hat nun mit der Umgestaltung begonnen. Ziel ist es, die beiden benachbarten Grünflächen miteinander zu verbinden und zugleich neu zu gestalten. Das Projekt entsteht im Rahmen des Bundesprogramms „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“. Nach aktuellem Stand sollen die Bauarbeiten bis Mitte 2027 abgeschlossen sein.

Die Planung setzt stark auf Maßnahmen zur Verbesserung des Mikroklimas. Geplant sind Wasserrinnen, Fontänenfelder sowie Nebeldüsen, die an heißen Tagen für Abkühlung sorgen. Zusätzlich werden Flächen entsiegelt, neue Begrünungen angelegt und Aufenthaltsbereiche neu organisiert.

Siegerentwurf des Büros GM013 Landschaftsarchitektur: Organische Wege und Wasserstrukturen prägen den Grünzug

Den Wettbewerb gewann das Berliner Büro GM013 Landschaftsarchitektur. Der Entwurf verbindet beide Grünanlagen durch eine organisch verlaufende Wegestruktur. Ein zentrales Gestaltungselement bildet eine offene Wasserrinne, die sich durch den Grünzug zieht und gleichzeitig mehrere Funktionen erfüllt.

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Die Rinne leitet Wasser in angrenzende Versickerungsflächen und unterstützt so den natürlichen Wasserkreislauf. Gleichzeitig integrieren die Planer Sprühnebeldüsen, die als Spielelemente dienen und den Stadtraum kühlen. Das Preisgericht bewertete diese Kombination aus Gestaltung, Spiel und Klimaanpassung als besonders überzeugend.

Neue Angebote für Bewohner im Wrangelkiez in Kreuzberg: Spielplätze, Sportflächen und gemeinschaftliche Bereiche

Im Zuge der Umgestaltung entstehen mehrere neue Nutzungsangebote. An der Falckensteinstraße planen die Landschaftsarchitekten einen neuen Kiezplatz mit einem ebenerdigen Wasserspiel. Geschwungene Sitzmöglichkeiten sollen dort Raum für unterschiedliche Nutzergruppen schaffen. Außerdem wird ein neuer Spielplatz angelegt und ein bestehender Spielbereich um einen Kleinkinderspielplatz in der Nähe einer Kita ergänzt.

Darüber hinaus bleibt der Bolzplatz am sogenannten Kiezanker erhalten. Gegenüber entsteht zusätzlich eine Calisthenics-Anlage. Ergänzt wird der Grünzug durch Picknickflächen, eine Boulefläche sowie Gemeinschaftsgärten. Dadurch soll der Freiraum künftig wieder stärker als Treffpunkt im Kiez funktionieren.

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Quellen: Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg, GM013, competitionline Verlag

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One Comment

  1. Franz 6. März 2026 at 19:49 - Reply

    Im Moment wirkt der öffentliche Raum dort ziemlich vernachlässigt. Möge das nach der Umsetzung der geplanten Maßnahme besser sein, dass also der Bezirk die laufende Pflege betreibt.

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