Für die Frankfurter Sparkasse rückt der Umzug in die neue Hauptzentrale an der Hauptwache durch die Wiederaufnahme der Bauarbeiten immer näher. Das Projekt ist nicht nur ein architektonischer Neubeginn, sondern wirkt weit über das Gebäude selbst hinaus in die laufende Entwicklung der Kulturmeile hinein.

Die Frankfurter Sparkasse wird ihren neuen Standort auf dem Gelände der früheren Sportarena an der Katharinenkirche nach aktueller Planung Anfang 2028 beziehen. Auf dem Areal entsteht ein modernes Büro- und Geschäftshaus, das künftig als Hauptzentrale des Instituts dienen wird. / © Foto: Frankfurter Sparkasse
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Mitten im Zentrum von Frankfurt am Main entsteht ein aktuell ein neues Schlüsselprojekt auf dem Weg zur groß angelegten Kulturmeile. Die Frankfurter Sparkasse plant ihren Umzug an die Hauptwache und treibt damit die Realisierung eines lange diskutierten Bauvorhabens voran.
Die neue Zentrale soll bis Anfang 2028 auf dem Grundstück „An der Hauptwache 1“ entstehen. Geplant ist ein modernes Büro- und Geschäftshaus mit rund 10.000 Quadratmetern Nutzfläche. Mit dem Umzug verlagert die Sparkasse ihren Hauptsitz in eine der meistfrequentierten Lagen der Stadt und möchte zugleich neue Flächen für Kundenkontakt und Verwaltung schaffen. Die Projektsteuerung übernimmt die Frankfurter OFB Projektentwicklung GmbH.
An der Hauptwache 1: Frankfurter Sparkasse kaufte Rohbau bereits 2022
Die Entwicklung des Standorts an der Hauptwache zieht sich bereits über mehrere Jahre. 2022 begann die Planung für ein neues Gebäude unter Federführung von Signa Real Estate, kam jedoch infolge der Insolvenz des Projektentwicklers ins Stocken. 2024 übernahm die Frankfurter Sparkasse das Grundstück samt Rohbau und überarbeitete die bestehenden Pläne grundlegend. Ende 2025 wurde schließlich die Nutzung als neue Unternehmenszentrale konkretisiert.
Nachdem der Bau zuletzt längere Zeit ruhte, können die Arbeiten nun wieder aufgenommen werden. Voraussetzung dafür war eine Nachtragsgenehmigung der Bauaufsicht, da die ursprüngliche Baugenehmigung noch auf den Entwurf des Vorbesitzers zugeschnitten war. Die Sparkasse hatte das Konzept jedoch an veränderte Anforderungen angepasst.
Mit der neuen Genehmigung wird zugleich ein Nutzungsmix ermöglicht: Geplant sind Büro- und Kundenbereiche der Sparkasse, eine Veranstaltungsfläche im Untergeschoss sowie Gastronomie an der Ecke zum Kornmarkt. Architektonisch ist ein klar gegliedertes Gebäude mit markanter Dachform vorgesehen. Zudem wird eine Zertifizierung nach dem DGNB-Platin-Standard angestrebt.
Bedeutendes Teilprojekt: Umzug der Sparkasse gibt Fläche für neues Schauspielhaus frei
Der Umzug der Sparkasse hat über das Einzelprojekt hinaus eine größere städtebauliche Bedeutung. Mit dem Verlassen ihres bisherigen, rund 150 Jahre lang genutzten Standorts im Bankenviertel macht das Institut Platz für eines der zentralen Kulturprojekte der Stadt.

In diesem Gebäude soll das neue Schauspielhaus entstehen, vorerst muss jedoch das neue Hauptgebäude der Frankfurter Sparkasse (FraSpa) an der Hauptwache fertiggestellt werden. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Auf dem frei werdenden Areal an der Neuen Mainzer Straße soll künftig das neue Schauspielhaus entstehen, ein zentraler Baustein der geplanten Kulturmeile. Damit trägt der Umzug indirekt zur Neuordnung eines ganzen Stadtbereichs bei und schafft die Voraussetzung für die langfristige Entwicklung der Frankfurter Kulturlandschaft.
Schlüsselprojekt Sparkassenzentrale: Bauarbeiten an der Hauptwache treiben „Kulturmeile“ voran
Dass die neue Sparkassenzentrale von großer Wichtigkeit für die Frankfurter Innenstadt ist, betont auch Marcus Gwechenberger, Dezernent für Planen und Wohnen: „Die Frankfurter Sparkasse wird für zusätzliche Belebung sorgen, auch durch neue Veranstaltungs- und Gastronomieangebote. Gemeinsam mit weiteren Projekten im Umfeld, etwa dem ehemaligen Esprit-Haus an der Zeil und der Sanierung der St. Katharinenkirche, zeigt sich, dass es rund um die Hauptwache Schritt für Schritt vorangeht. Öffentliche und private Akteure tragen gemeinsam dazu bei, diesen zentralen Stadtraum weiter zu verbessern.“
Insgesamt zeigt sich durch diesen Meilenstein im Projekt „Kulturmeile“, wie eng einzelne Bauprojekte in Frankfurt miteinander verknüpft sind. Während an der Hauptwache ein neuer Anziehungspunkt entsteht, werden an anderer Stelle Flächen für kulturelle Großvorhaben frei. Die Entwicklung der Frankfurter Innenstadt gewinnt dadurch aktuell auf mehreren Ebenen an Dynamik.
Quellen: Stadt Frankfurt, Skyline Atlas, OFB Projektentwicklung GmbH, Frankfurter Rundschau
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