Am Breitscheidplatz in Berlin-Charlottenburg hat die erste Bauphase begonnen. In den kommenden Jahren soll der zentrale Platz rund um die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche grundlegend umgestaltet werden. Ziel ist es, Sicherheit und Aufenthaltsqualität dauerhaft miteinander zu verbinden.

Mehrere Poller sichern eine Straßenquerung gegen den Autoverkehr. Die derzeit eingesetzten Elemente stehen beispielhaft für die provisorischen Schutzmaßnahmen, die im Zuge des neuen Sicherheitskonzepts durch dauerhafte bauliche Lösungen wie kleinere Poller oder Hochbeete ersetzt werden sollen.

Zufahrtsschutz am Breitscheidplatz: Provisorische Poller und Sperrelemente sollen ab Sommer 2026 schrittweise durch fest eingebaute, gestalterisch integrierte Lösungen ersetzt werden. / © Foto: depositphotos.com

© Titelbild: Wikimedia Commons, Armin Kleiner, CC BY-SA 4.0 

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Seit dem 20. April 2026 laufen in der Ranke- und der Tauentzienstraße erste Arbeiten zur Erneuerung von Versorgungs- und Entsorgungsleitungen. Diese Maßnahmen bilden die Grundlage für alle weiteren baulichen Eingriffe am Platz und sollen bis November abgeschlossen sein. Es ist der erste Schritt eines mehrstufigen Prozesses, der sich über mehrere Jahre erstrecken wird.

Umbau des Breitscheidplatzes: Provisorische Sicherung weicht für dauerhafte Lösung

Hintergrund des Umbaus ist das langfristige Sicherungskonzept für den Breitscheidplatz, das nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt im Dezember 2016 entwickelt wurde. Seitdem prägen Poller, Betonblöcke und Sandsäcke das Erscheinungsbild des Platzes. Ursprünglich als Übergangslösung gedacht, gelten diese Elemente inzwischen als gestalterisch und funktional problematisch.

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Ab dem Sommer 2026 sollen die provisorischen Absperrungen schrittweise durch fest eingebaute bauliche Elemente ersetzt werden. Geplant sind unter anderem dezentere Poller, Hochbeete sowie angepasste Zufahrtssituationen. Die neuen Maßnahmen sollen sich besser in das Stadtbild einfügen und gleichzeitig Fahrzeugzufahrten dauerhaft verhindern.

Erster Bauabschnitt beginnt im Sommer: Elf Millionen Euro eingeplant

Der Umbau beginnt mit der Südseite des Platzes. Erst nach deren Fertigstellung folgt die Nordseite. So will der Bezirk vermeiden, dass beide Seiten gleichzeitig eingeschränkt sind. Einen genauen Zeitplan für den Gesamtumbau gibt es bislang allerdings nicht.

Die Kosten für den Umbau der Südseite liegen bei mehr als elf Millionen Euro. Die finale Finanzierungszusage der Senatsverwaltung für Finanzen steht noch aus, ebenso wie die Freigabe durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Parallel dazu laufen Sanierungsarbeiten an der Gedächtniskirche selbst, die bis Ende 2027 abgeschlossen sein sollen und zwischen sieben und neun Millionen Euro kosten.

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Langfristige Entwicklung des Breitscheidplatzes: Umbau als Teil der City-West-Strategie

Der Umbau am Breitscheidplatz fügt sich in eine umfassendere Entwicklung der City West ein. Die Maßnahmen sollen die Verkehrsführung in diesem Bereich dauerhaft verändern und den Platz städtebaulich neu ordnen. Sicherheit und Aufenthaltsqualität sollen künftig kein Widerspruch mehr sein.

Wann die Arbeiten vollständig abgeschlossen sein werden, lässt sich derzeit noch nicht sagen. Sicher ist jedoch, dass der Breitscheidplatz in seiner heutigen Form nur noch eine Übergangserscheinung ist, und dass die Bauarbeiten das Erscheinungsbild der City West auf Jahre hinaus bestimmen werden.

Die Vorlaufzeit dafür hat ein ganzes Jahrzehnt in Anspruch genommen, das bestehende Provisorium hat mittlerweile traurige Berühmtheit erlangt. Umso wichtiger ist es, dass Bezirk und Senat die Umsetzung mit hoher Priorität umsetzen.

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Quellen: Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf

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One Comment

  1. Löwe 29. April 2026 at 06:33 - Reply

    Die stufige Erhöhung zwischen den Kirchen im Zentrum des Platzes sind zwar interessant aber dort hält sich meist Niemand auf, es riecht an vielen Stellen nach Urin. Dazu kommt das hier nur Steinplatten verlegt sind. Es würde daher harmonisch wirken wenn diese Bereiche im Zentrum des Platzes wesentlich grüner gestaltet werden, sprich Rasen und Bäume.

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