Am Bahnhof Schöneweide starten Mitte Dezember die ersten Arbeiten für Berlins erstes öffentliches Fahrradparkhaus. Damit beginnt ein Infrastrukturprojekt, das den Verkehrsknoten im Südosten der Stadt langfristig aufwerten soll. Bis 2027 entstehen rund 1.100 neue Stellplätze in nachhaltiger Holzbauweise.

Das Bild zeigt den Vorplatz des Bahnhofs Schöneweide, wo zahlreiche Menschen mit Fahrrädern unterwegs sind und die Architektur mit weit auskragendem Dach und schräggestellten Holzstützen ins Blickfeld rückt.

Visualisierung der geplanten überdachten Fahrradabstellanlage am nahegelegenen Ecksteinweg in Schöneweide. Hier entstehen rund 300 zusätzliche Stellplätze, wovon 110 besonders gesichert sind. / © Visualisierung: xoio und Leitplan im Auftrag von infraVelo

© Visualisierungen: xoio und Leitplan im Auftrag von infraVelo

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Am 15. Dezember 2025 beginnen am Regional- und S-Bahnhof Schöneweide die ersten vorbereitenden Maßnahmen für Berlins erstes öffentliches Fahrradparkhaus. Auf den vorgesehenen Baufeldern am Bahnhofsvorplatz und am Ecksteinweg werden dafür Bäume und Sträucher entfernt. Laut Bezirksamt Treptow-Köpenick entstehen die notwendigen Ausgleichspflanzungen an anderer Stelle im Bezirk.

Bereits im Oktober hatte das Bezirksamt die Flächen vorbereitet und Anlehnbügel versetzt. Trotz der Eingriffe bleiben die vorhandenen Stellplätze und die Sammelschließanlage während der gesamten Bauzeit nutzbar.

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Baustart 2026: Über 1.100 Fahrradstellplätze für den Bahnhof Schöneweide geplant

Die Erd- und Fundamentarbeiten für das zweigeschossige Parkhaus und die ergänzende Abstellanlage sollen Anfang 2026 starten. Die Inbetriebnahme ist für Anfang 2027 vorgesehen. Insgesamt entstehen auf beiden Standorten über 1.100 Stellplätze für Fahrräder, ein deutliches Plus für den stark frequentierten Bahnhof Schöneweide. InfraVelo will den Baufortschritt über ein öffentlich einsehbares Logbuch transparent machen. Das Projekt gilt als Modell für künftige Fahrradparkhäuser an Berliner Bahnhöfen.

Zudem setzt das geplante Fahrradparkhaus auf einen nachhaltigen Holzbau. Ein weit auskragendes Dach und schräg gestellte Stützen markieren den Zugang zum Obergeschoss bereits aus der Distanz. Ein umlaufendes Edelstahlnetz belüftet das Gebäude natürlich und erleichtert den Lichteinfall. An der Südseite entsteht eine begrünte Fassade, die die Anlage optisch in das Umfeld einbettet.

800 Stellplätze im Parkhaus und 300 am Ecksteinweg: Neue Fahrradkapazitäten für Schöneweide

Das Fahrradparkhaus bietet rund 800 Stellplätze, von denen etwa 240 durch das Zugangssystem „ParkYourBike“ besonders gesichert sind. Zudem sind zehn Stellflächen für Lastenräder oder Fahrräder mit Anhängern vorgesehen. Ein Servicebereich mit Werkstatt, Reparaturstation und Vermietungsangebot ergänzt die Nutzungsmöglichkeiten.

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Die überdachte Abstellanlage am Ecksteinweg schafft weitere 300 Plätze, davon 110 gesicherte Stellflächen. Beide Gebäude erhalten Gründächer und Photovoltaikanlagen, sodass neben der Funktionalität auch ökologische Aspekte eine zentrale Rolle spielen. Zusammen bilden beide Anlagen ein neues Mobilitätsangebot für Pendlerinnen und Pendler im wachsenden Stadtteil Treptow-Köpenick.

5,45 Millionen Euro für Schöneweide: Bund und Land finanzieren neues Fahrradparkhaus

Die Gesamtkosten für Fahrradparkhaus und Abstellanlage liegen laut aktueller Berechnung bei rund 5,45 Millionen Euro. Das Bundesverkehrsministerium unterstützt das Vorhaben mit 2,6 Millionen Euro über das Programm „Fahrradparkhäuser an Bahnhöfen“. Die restlichen Mittel trägt das Land Berlin.

Das Projekt wird damit auch auf bundesweiter Ebene als Pilot betrachtet, um moderne Mobilitätsinfrastruktur an Bahnhöfen zu stärken.

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Verkehrswende in Treptow-Köpenick: Sichere Radabstellanlagen am Bahnhof entstehen

Mit dem Fahrradparkhaus entsteht am Bahnhof Schöneweide ein zentraler Baustein für eine verbesserte Radverkehrsinfrastruktur. InfraVelo verfolgt das Ziel, klimafreundliche Mobilität zu stärken und den Umweltverbund besser zu verknüpfen.

Der Standort soll Radfahrenden künftig sichere, geschützte und gut zugängliche Abstellmöglichkeiten bieten. Für Treptow-Köpenick bedeutet das Projekt eine deutliche Aufwertung des Bahnhofs und neue Impulse für die Verkehrswende im Südosten Berlins.

Visualisierung Fahrradparkhaus Schöneweide Eingangsbereich Gesicherter Bereich

© Visualisierung: xoio und Leitplan im Auftrag von infraVelo

Quellen: infraVelo, Grün Berlin GmbH

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