Die Mörfelder Landstraße im Frankfurter Süden ist seit Anfang März für drei Jahre gesperrt, um eine neue Eisenbahnbrücke zu errichten und den Verkehrsraum darunter deutlich zu erweitern. Die Infrastrukturmaßnahmen schaffen separate Wege für Rad- und Fußverkehr, breitere Fahrbahnen und eine optimierte Verkehrsführung im gesamten Abschnitt.

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Die bestehende Überführung bildet seit langem einen Engpass, da sich auf nur 16 Metern Breite Autos, Busse, Straßenbahnen, Radfahrende und Fußgänger den Raum teilen. / © Foto: Wikimedia Commons, Sebastian Kasten, CC BY-SA 3.0

© Visualisierung Titelbild: DB Netz AG
© Foto: Wikimedia Commons, Sebastian Kasten, CC BY-SA 3.0

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Die Mörfelder Landstraße verbindet den Frankfurter Süden mit den innerstädtischen Verkehrsadern und gehört zu den wichtigsten Straßen der Region. Seit Anfang März laufen umfangreiche Bauarbeiten an der Eisenbahnbrücke auf der Mörfelder Landstraße zwischen Breslauer Straße und Oppenheimer Landstraße, die eine Vollsperrung der Straße für voraussichtlich drei Jahre erforderlich machen. Der Fuß- und Radverkehr, Autofahrerinnen und Autofahrer und Tram- und Busfahrende müssen sich deshalb auf erhebliche Umleitungen einstellen.

Die bestehende Brücke bildet seit langem einen Engpass, da sich auf nur 16 Metern Breite Autos, Busse, Straßenbahnen, Radfahrende und Fußgänger den Raum teilen. Besonders während der Stoßzeiten kommt es dadurch zu Verzögerungen, während Rad- und Fußverkehr nur eingeschränkt möglich sind und die Sicherheit erheblich leidet.

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Zwei Bauphasen für moderne Infrastruktur: Brückenneubau und Ausbau von Straßen, Tramtrasse sowie Rad- und Fußwegen

Um diese Situation zu verbessern, errichtet die DB InfraGO in Zusammenarbeit mit der Stadt Frankfurt eine neue, über sechzig Meter weite Stabbogenbrücke, die den Raum unter der Eisenbahnüberführung deutlich erweitert und nach Fertigstellung die Grundlage für separate Wege für Fußgängerinnen und Fußgänger und Radfahrende auf beiden Straßenseiten schafft, während die Fahrbahnen für Autos, Busse und Straßenbahn großzügiger gestaltet werden.

Die Arbeiten sind in zwei Bauphasen unterteilt: In der ersten Phase, die voraussichtlich bis Ende 2027 andauert, konzentriert sich die DB InfraGO auf die Hauptarbeiten am Brückenneubau. In der zweiten Phase, die ab 2028 beginnt, übernimmt das Amt für Straßenbau und Erschließung den Ausbau der Straßen, der Straßenbahntrasse sowie der Fuß- und Radwege unter der neuen Brücke, sodass die Verbesserungen im gesamten Abschnitt deutlich spürbar werden.

Vollsperrungen und Umleitungen: Verkehrsregelungen während der Bauarbeiten an Mörfelder Landstraße und RTW

Die Vollsperrung der Mörfelder Landstraße zwingt den Verkehr bereits seit dem 2. März zu Umleitungen, die für alle Verkehrsteilnehmenden eingerichtet sind. Die DB InfraGO sowie die Stadt Frankfurt informieren seit 2023 kontinuierlich über die geplanten Maßnahmen, um die Anwohnenden sowie Pendlerinnen und Pendler frühzeitig einzubeziehen und die Beeinträchtigungen so transparent wie möglich zu gestalten.

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Parallel dazu fanden bis zum 13. März 2026 Bauarbeiten an der Regionaltangente West (RTW) an der Isenburger Schneise statt, bei denen ebenfalls eine Vollsperrung erforderlich war, damit der Einschub einer neuen Eisenbahnüberführung sicher durchgeführt werden konnte. Beide Projekte nutzten dabei die gleiche Streckensperrung der Bahnstrecke, um die Auswirkungen für die Bürgerinnen und Bürger möglichst gering zu halten.

Nach Fertigstellung: Effizienterer ÖPNV und sichere Wege für alle Verkehrsteilnehmenden

Nach Abschluss der Bauarbeiten entsteht ein deutlich breiterer Straßenraum mit eigenen Wegen für Rad- und Fußverkehr, und die Fahrbahnen für Pkw, Busse und Straßenbahnen werden großzügiger angelegt.

Die neuen Infrastrukturmaßnahmen sollen dazu beitragen, dass der Verkehrsfluss in diesem Abschnitt des Frankfurter Südens künftig flüssiger und sicherer verläuft, während zugleich die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs attraktiver und effizienter gestaltet werden soll.

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Quellen: Stadt Frankfurt am Main, Tagesschau, DB, RMV

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