An der Schleuse Wernsdorf laufen Bauarbeiten am Hubtor der historischen Südkammer. ENTWICKLUNGSSTADT hat beim WSA Spree-Havel nachgefragt.

Die Schleuse Wernsdorf ist vom Wasser aus mit Gerüst, Planen und Baustellenbereich während der Bauarbeiten zu sehen.

Auch vom Wasser aus fällt die eingerüstete Schleuse Wernsdorf mit ihren Bauplanen und Arbeitsbereichen auf. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT

ANZEIGE

 

An der Schleuse Wernsdorf steht seit Monaten ein großes Gerüst. Planen verdecken Teile des Bauwerks, Container stehen auf dem Gelände, Schilder weisen auf ein Betriebsgelände hin. Für viele Anwohner blieb bisher offen, was dort genau passiert. ENTWICKLUNGSSTADT hat beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Spree-Havel nachgefragt. Die Antwort: Es geht um Stahlbau, Korrosionsschutz und die Instandsetzung des Hubtors an der Südkammer.

  • Ort: Wernsdorf, Stadt Königs Wusterhausen
  • Adresse: Haasestraße, 15713 Königs Wusterhausen OT Wernsdorf
  • Zuständig: Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Spree-Havel
  • Baubeginn: März 2026
  • Fertigstellung: Oktober 2026

Die eingerüstete Schleuse Wernsdorf ist derzeit kaum zu übersehen. Das hohe Bauwerk steht unter Planen. Die Stahlkonstruktion des Gerüsts zieht sich über mehrere Ebenen. Sowohl von der Straße als auch vom Wasser aus sind Bauzäune, Absperrungen, Baustellencontainer und technische Ausrüstung sichtbar. Für Passanten ist der Umfang der Arbeiten auf den ersten Blick nicht erkennbar, da ein öffentlich sichtbares Bauschild fehlt.

ANZEIGE

An der Schleuse Wernsdorf stehen Bauzäune, ein Gerüst und Container für die laufenden Bauarbeiten an der Südkammer.

Von der Straße aus sind Gerüst, Baustellencontainer und Absperrungen an der Schleuse Wernsdorf deutlich zu sehen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Warum das Gerüst an der Schleuse Wernsdorf steht

Nach Auskunft des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Spree-Havel laufen an der Schleuse Wernsdorf keine Arbeiten an der gesamten Anlage, sondern gezielte Unterhaltungsarbeiten am Hubtor der Südkammer.

Grundlage waren regelmäßige Bauwerksprüfungen. Dabei zeigte sich laut Amt ein Instandsetzungsbedarf am Schleusenverschluss. Konkret arbeiten Fachleute an korrodierten Stahlbereichen des Hubtors. Außerdem setzen sie Führungsrollen und Tragseile instand und erneuern den Farbanstrich vollständig.

ANZEIGE

Die Arbeiten haben im März begonnen. Das WSA Spree-Havel rechnet derzeit damit, dass die Bauarbeiten im Oktober planmäßig enden. Den Auftrag erhielt nach Angaben der Behörde ein Fachunternehmen aus der Region. Die Vergabe lief über eine öffentliche Ausschreibung.

Ein hohes Gerüst umgibt die Schleuse Wernsdorf, wo Fachleute Stahlbau- und Korrosionsschutzarbeiten ausführen.

Das Gerüst reicht über mehrere Ebenen und ermöglicht Arbeiten an Stahlbau und Korrosionsschutz der Schleuse Wernsdorf. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Historische Schleuse Wernsdorf bleibt technisches Denkmal der Wasserstraße

Damit handelt es sich nicht um eine kurzfristige Notreparatur, sondern um eine reguläre Unterhaltungsmaßnahme an einem technischen Bauteil der historischen Schleuse.

ANZEIGE

Die Schleuse Wernsdorf gehört zur Spree-Oder-Wasserstraße. Die heutige Südkammer wurde 1887/88 zusammen mit dem Schleusenhaus errichtet und 1891 in Betrieb genommen. Später kam die Nordkammer hinzu. Die Nordkammer besitzt heute eine nutzbare Länge von 115 Metern und eine Breite von 9,40 Metern. Die Südkammer ist kleiner: Sie misst 65 Meter in der Länge und 8,60 Meter in der Breite. Die Fallhöhe der Anlage liegt bei 4,51 Metern.

Schleuse Wernsdorf

 

Quellen: Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Spree-Havel, Reiseland Brandenburg

Jetzt PLUS-Kunde werden

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein PLUS-Abonnement.

Tags (Schlagwörter) zu diesem Beitrag

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.