Cloud HQ hat die rechtlichen Voraussetzungen für den Bau seines neuen Rechenzentrums in Frankfurt-Höchst vollständig erfüllt und kann damit die Umsetzung seines groß angelegten Projekts fortsetzen. Der Baubeginn für den ersten Abschnitt ist bereits für das nächste Jahr vorgesehen.

Der geplante Campus wird aus drei Gebäudeblöcken bestehen: FRA03, FRA04 und FRA05. Zusammen sollen sie eine IT-Leistung von 276 Megawatt aufnehmen, bei einer Gesamtfläche von rund 217.000 Quadratmetern. / © Foto: depositphotos.com
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Im Industriepark Frankfurt-Höchst nimmt ein umfangreiches Rechenzentrumsprojekt weiter Form an. Cloud HQ hat die rechtlichen Voraussetzungen für den Bau eines groß dimensionierten Datacenters geschaffen und plant, im kommenden Jahr die ersten Bauarbeiten für den neuen Campus am südlichen Rand des Areals aufzunehmen.
Das Vorhaben war bereits 2022 erstmals öffentlich angekündigt. Ursprünglich war ein Baubeginn für Mitte 2023 vorgesehen, verzögerte sich jedoch, sodass der Start nun für 2026 geplant ist. Mit der kürzlich erteilten Genehmigung durch das Regierungspräsidium Darmstadt für 60 Notstromaggregate im größten Abschnitt des Projekts, FRA03, sind die Vorbereitungen nun amtlich dokumentiert.
Cloud HQ Campus in Höchst: Genehmigungen erteilt und Energieversorgung gesichert
Andreas Graf-Matzner, Vice President und Country Manager bei Cloud HQ Germany, erklärte, dass nun alle erforderlichen Genehmigungen vorliegen und die Energieversorgung gesichert sei, da die benötigten Umspannwerke weitgehend fertiggestellt wurden.
Für den „Cloud HQ Campus“ in Höchst war bei der Bekanntgabe des Bauvorhabens im Jahr 2022 ursprünglich eine Bauzeit von 18 Monaten vorgesehen. Würde diese Zeitplanung auch beim aktuellen Baustart eingehalten, könnte der erste Abschnitt des Projekts voraussichtlich im Jahr 2027 fertiggestellt werden.
Planung und Kapazität des Rechenzentrums: 13 Hektar Areal, drei Gebäude und 276 Megawatt IT-Leistung
Der geplante Campus wird aus drei Gebäudeblöcken bestehen: FRA03, FRA04 und FRA05. Zusammen sollen sie eine IT-Leistung von 276 Megawatt aufnehmen, bei einer Gesamtfläche von rund 217.000 Quadratmetern. Grundlage für die Entwicklung ist ein 13 Hektar großes Areal an der südlichen Peripherie des Industrieparks Höchst, das die Standortgesellschaft Infraserv Höchst 2022 vertraglich an Cloud HQ übergeben hat.
Cloud HQ gehört zu den international führenden Anbietern großer Rechenzentren und entwickelt Hyperscale-Infrastrukturen, die auf die Anforderungen globaler Digitalunternehmen zugeschnitten sind. Das Unternehmen betrachtet den Standort Höchst als optimal, da er eine stabile und effiziente Energieversorgung bietet.
Infrastruktur und Planung: Bedeutung des „Cloud HQ Campus“ für den Industriepark Höchst
Auch die Standortbetreibergesellschaft Infraserv Höchst begrüßt die Entscheidung. Geschäftsführer Dr. Joachim Kreysing wies darauf hin, dass das Projekt eine strategische Bedeutung für die Weiterentwicklung des Industrieparks habe. Er erläuterte, dass am Standort Konzepte zur Nutzung der Abwärme aus rund 120 Produktions- und Verbrennungsanlagen umgesetzt würden, wodurch vorhandene Ressourcen genutzt werden könnten.
Unterstützung erhielt das Vorhaben zudem von der Stadt Frankfurt. Planungsdezernent Mike Josef erklärte, dass der Industriepark Höchst die Kriterien des städtischen Rechenzentrenkonzepts erfülle, da er das industrielle Umfeld ergänze, ohne Flächen zu beanspruchen, die für chemische Produktionsanlagen benötigt würden.
Expansion der digitalen Infrastruktur: AWS, Digitalpark Fechenheim, Frank Cube und Cloud HQ Campus
Die Ansiedlung von Cloud HQ fügt sich in eine Reihe weiterer Rechenzentrumsprojekte in der Stadt ein und verdeutlicht die geplante Weiterentwicklung der digitalen Infrastruktur in Frankfurt.
In Schöneck-Kilianstädten plant Amazon Web Services den Bau eines neuen Rechenzentrums. Auf dem ehemaligen Neckermann-Areal entsteht der „Digitalpark Fechenheim“ mit elf Rechenzentren und moderner IT-Infrastruktur, und in Birstein im Main-Kinzig-Kreis plant die Frankfurter Investorengruppe Argaman ein Rechenzentrum unter dem Namen „Frank Cube“.
Quellen: Immobilien Zeitung, Industriepark Höchst, Cloud HQ
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