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Der U-Bahnhof Weinmeisterstraße in Berlin-Mitte ist ab sofort barrierefrei erreichbar. Mit der Eröffnung eines neuen Aufzugs gehört die Station an der U8 nun zu den 141 U-Bahnhöfen mit Aufzugsanlagen im BVG-Netz. Für den denkmalgeschützten Bahnhof ist dies ein wichtiger Zwischenschritt auf dem Weg zu einer umfassenden Sanierung.
U Bahnhof Weinmeisterstraße Unterführung.

Der neue Aufzug am 1930 eröffneten U-Bahnhof Weinmeisterstraße wurde trotz beengter Platzverhältnisse errichtet. Die Bauarbeiten liefen seit Sommer 2023 und kosteten rund 4,7 Millionen Euro. / © Foto: Wikimedia Commons, 2011 by Tomasz Sienicki, CC BY 3.0

© Foto: Wikimedia Commons, 2011 by Tomasz Sienicki, CC BY 3.0
© Foto Titelbild: Wikimedia Commons, IngolfBLN, CC BY-SA 2.0

 

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Die BVG hat den U-Bahnhof Weinmeisterstraße an der Linie U8 mit einem Aufzug ausgestattet. Damit ist die Station nun stufenfrei zugänglich und ermöglicht einen direkten Zugang vom Bahnsteig zur Straßenebene. Der Umbau ist Teil des langfristigen Ziels, das gesamte Berliner U-Bahn-Netz barrierefrei zu gestalten. Insgesamt sind nun 141 Stationen mit Aufzügen ausgerüstet, acht weitere über Rampen erreichbar.

Der Neubau war wegen der engen Platzverhältnisse am Standort eine besondere Herausforderung. Die Arbeiten begannen im Sommer 2023 und wurden nun nach rund zwei Jahren abgeschlossen. Kostenpunkt: rund 4,7 Millionen Euro. Einschränkungen im Bahnverkehr traten nicht auf, lediglich der Ausgang zur Rosenthaler Straße war während der Bauzeit gesperrt.

Neuer Aufzug an der Weinmeisterstraße verbessert Umsteigemöglichkeiten und markiert wichtigen Meilenstein im BVG-Netz

Mit der Wiedereröffnung des Ausgangs zur Rosenthaler Straße verkürzen sich auch die Wege zu den Anschlussmöglichkeiten. Fahrgäste erreichen nun schneller die Straßenbahnlinie M1 und mehrere Nachtbuslinien. Besonders für mobilitätseingeschränkte Menschen und Eltern mit Kinderwagen bedeutet der neue Aufzug eine deutliche Erleichterung.

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Der Aufzug ist der insgesamt 200. an einem Berliner U-Bahnhof und der 201. im gesamten BVG-Netz. Er ergänzt damit das stetig wachsende Angebot barrierefreier Zugänge im öffentlichen Nahverkehr der Stadt.

Von Grenander-Architektur zum Geisterbahnhof: Die wechselvolle Geschichte der Weinmeisterstraße

Die Weinmeisterstraße gehört zu den von Alfred Grenander entworfenen U-Bahnhöfen. Eröffnet wurde sie 1930, in einer Zeit, als die U8 von Gesundbrunnen bis Neukölln ausgebaut wurde. Der Bahnhof liegt rund sechs Meter unter der Straßenebene und ist mit blauen Fliesen verkleidet.

Zwischen 1961 und 1990 war die Station ein sogenannter „Geisterbahnhof“. Während der deutschen Teilung fuhren die U-Bahnen der BVG West ohne Halt durch die im Ost-Berliner Bezirk Mitte gelegene Station. Erst mit der Wiedervereinigung wurden die Zugänge wieder geöffnet und neu hergestellt.

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Barrierefreiheit als Auftakt: BVG plant umfassende Sanierung und zusätzlichen Ausgang am U-Bahnhof Weinmeisterstraße

Der jetzt eröffnete Aufzug ist ein wichtiger Fortschritt, doch die BVG sieht weitere Maßnahmen vor. In einigen Jahren soll die gesamte Station von Grund auf saniert werden. Dabei wollen die Planerinnen und Planer ein einheitliches, hochwertiges Erscheinungsbild schaffen und zugleich die Anforderungen des Denkmalschutzes erfüllen.

Darüber hinaus ist ein zusätzlicher Ausgang vorgesehen, um die Erschließung weiter zu verbessern. Der barrierefreie Umbau markiert damit nicht das Ende, sondern den Beginn einer umfassenden Modernisierung.

Quellen: BVG; Wikipedia

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