Im Barnimkiez in Friedrichshain wächst ein neues Wohngebäude der WBM heran. Der Rohbau ist abgeschlossen, inzwischen laufen die Arbeiten an den Außenanlagen und am Innenausbau. Das Projekt mit 33 Wohnungen soll Ende 2025 fertiggestellt werden und kombiniert nachhaltiges Bauen mit bezahlbaren Mieten.

© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT
© Visualisierung: Lechner Immobilien Development GmbH
Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte (WBM) errichtet im Friedrichshainer Barnimkiez ein neues Wohnhaus. Der Neubau an der Weinstraße, direkt am Volkspark Friedrichshain, ist äußerlich weitgehend fertiggestellt. Aktuell konzentrieren sich die Arbeiten auf den Innenausbau sowie die Gestaltung der Grünflächen. Die Fertigstellung ist für Herbst 2025 geplant.
Auf dem 1.500 Quadratmeter großen Grundstück, das zuvor als Parkplatz genutzt wurde, entstehen 33 Wohnungen. Davon werden 24 gefördert und mit Mieten ab sieben Euro pro Quadratmeter angeboten. Das Projekt soll dringend benötigten Wohnraum schaffen, ohne zusätzliche Flächen zu versiegeln.
Architektonisches Konzept von Praeger Richter verbindet Barrierefreiheit mit behutsamer Nachverdichtung an der Weinstraße
Das fünfstöckige Gebäude wird eine architektonische Kombination aus Vorderhaus und Seitenflügeln darstellen. Im Durchschnitt verfügen die Wohnungen über eine Fläche von 65 Quadratmetern und sind durchweg barrierefrei gestaltet. Die Umsetzung liegt beim Generalübernehmer Lechner Immobilien Development GmbH, während das Berliner Büro Praeger Richter Architekten das Konzept erarbeitet hat.
Die WBM betonte bei der Grundsteinlegung, dass das Bauvorhaben den Charakter des Barnimkiezes respektiere. Geschäftsführer Steffen Helbig erklärte, das Projekt sei ein Beispiel dafür, wie behutsame Nachverdichtung gelingen könne, ohne die Struktur des Quartiers zu verändern.
Energieeffizienter Neubau mit Dach- und Fassadenbegrünung sowie innovativen Baumaterialien im Barnimkiez
Das Gebäude wird nach dem KfW-55-Standard errichtet und erfüllt damit hohe Anforderungen an die Energieeffizienz. Vorgesehen sind extensive Dachbegrünungen, die neben einem ökologischen Beitrag auch zur Regenwasserrückhaltung beitragen sollen. Teile der Fassade sollen begrünt werden, wodurch zusätzliche ökologische Flächen im dicht bebauten Friedrichshain entstehen.
Zu den technischen Besonderheiten zählen eine moderne Deckenheizung sowie eine Recycling-Glaswand aus aufbereitetem Glasbruch. Diese Bauweise spart mineralische Dämmstoffe ein und trägt zur Reduzierung von Abfällen bei. Das Projekt soll damit sowohl Klimaschutz als auch Ressourcenschonung fördern.
Serielle Bauweise verkürzt Bauzeit im Barnimkiez: WBM setzt auf Innovation, Nachhaltigkeit und bezahlbaren Wohnraum
Eine Besonderheit des Projekts ist der Einsatz vorgefertigter Bauteile. Die industrielle Fertigung ermöglicht eine präzise Umsetzung und eine Verkürzung der Bauzeit. Dadurch kann die WBM schneller auf den hohen Bedarf an bezahlbarem Wohnraum reagieren und gleichzeitig die Bauqualität sichern.
Lars Dormeyer, Geschäftsführer der WBM, unterstrich, dass mit dem Projekt ein Zeichen für Innovation und Nachhaltigkeit gesetzt werde. Er sagte, die Bauweise vereine modernes Wohnen mit neuen ökologischen Ansätzen und zeige, dass die landeseigene Gesellschaft technologische Offenheit lebe.
Der Rohbau ist abgeschlossen, Fassaden und äußere Gestaltung sind nahezu fertig. Nun folgen die letzten Bauphasen, darunter der Innenausbau und die Fertigstellung der Grünflächen. Im vierten Quartal 2025 sollen die Wohnungen bezugsfertig sein. Damit nähert sich Friedrichshain der Fertigstellung eines Projekts, das bezahlbares Wohnen, Barrierefreiheit und nachhaltige Bauweise in sich vereint.
Quellen: WBM, Praeger Richter Architekten GmbH, Lechner Immobilien Development GmbH
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