Die Bahnhofstraße in Lichtenrade wird neu gestaltet. Neue Zahlen zeigen, wie viele Parkplätze bleiben und was sich für Fuß- und Radverkehr ändert.

Geschäfte, Gehwege und Parkplätze prägen die Bahnhofstraße in Lichtenrade. Der laufende Umbau soll den Straßenraum neu aufteilen und unter anderem breitere Gehwege, Radverkehrsanlagen und neu geordnete Stellplätze schaffen. / © Foto: Wikimedia Commons, Sebastian Rittau, CC BY 4.0
© Titelbild: Wikimedia Commons, Sebastian Rittau, CC BY 4.0
Die Bahnhofstraße in Lichtenrade verändert sich grundlegend. Der Umbau betrifft nicht nur Fahrbahn und Gehwege, sondern auch Parkplätze, Radverkehr, Bushaltestellen und den öffentlichen Raum. Neue Angaben des Bezirksamts zeigen nun genauer, wie die Straße nach Abschluss der Arbeiten aussehen soll – und wie stark sich die Zahl der Stellplätze tatsächlich verändert.
- Bezirk: Tempelhof-Schöneberg
- Adresse: Bahnhofstraße zwischen Kirchhainer Damm und Steinstraße, 12305 Berlin
- Projektstatus: im Bau
- Fertigstellung: voraussichtlich erstes Halbjahr 2030
Vor dem Umbau prägten zahlreiche Stellplätze die Einkaufsstraße. Nach aktuellen Angaben des Bezirksamts gab es in den drei Bauabschnitten zusammen rund 204 Parkplätze. Davon entfielen etwa 59 auf den ersten Abschnitt zwischen Kirchhainer Damm und Mellener Straße, 78 auf den zweiten Abschnitt bis zur Riedingerstraße und 67 auf den dritten Abschnitt bis zur Steinstraße.
Neue Nutzungen statt Parkplätzen in Lichtenrader Bahnhofstraße
Nach dem Umbau werden es deutlich weniger sein. Vollständig verschwinden die Parkplätze jedoch nicht. 81 Stellplätze sollen bleiben. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Kurzzeitparkplätzen. Hinzu kommen Stellplätze für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen und eine Lieferzone.
Zugute kommen freiwerdende Flächen künftig andere Nutzungen. Die Bahnhofstraße erhält breitere Gehwege, Schutzstreifen für Fahrräder, neue Baumscheiben und Fahrradbügel. Im ersten Abschnitt plante der Bezirk allein 63 Fahrradbügel für rund 126 Fahrräder. Hinzu kommen barrierefreie Bushaltestellen und neu gestaltete Kreuzungen. Im zweiten Abschnitt sind unter anderem zwei barrierefreie Ampeln, eine zusätzliche Fußgängerampel, Fahrradbügel und neue Baumpflanzungen vorgesehen.
Neue Bänke, Trinkbrunnen und Schachtisch für Lichtenrades Einkaufsstraße
Der Umbau beschränkt sich deshalb nicht auf die Verkehrsflächen. Im ersten Abschnitt steht bislang eine neue Bank, zwei weitere sollen folgen. Für den zweiten und dritten Abschnitt sind zusammen rund 27 Bänke vorgesehen. Zudem wurde an der Goltzstraße bereits ein Trinkbrunnen errichtet. Vor der Lichtenrader Bücherstube in der Bahnhofstraße 25 kam im August 2026 ein öffentlicher Schachtisch hinzu.
Parallel laufen die Arbeiten im zweiten Bauabschnitt weiter. Dort sorgte unerwartet hoch stehendes Grundwasser für Verzögerungen beim Schmutzwasserkanal. Laut Bezirksamt beträgt der dadurch entstandene Verzug rund sechs Monate, wobei darin auch ein etwa zweimonatiger witterungsbedingter Stillstand liegt.
Lichtenrade: Umfeld der Bahnhofstraße verändert sich auch
Die Trinkwasserarbeiten zog man vor und schloss sie bereits im Mai 2026 ab. Mitte August liefen weiterhin Rohr- und Hausanschlussarbeiten; ab Ende August sollten die Erd- und Straßenbauarbeiten vor dem Supermarkt beginnen. Die Fertigstellung der gesamten Bahnhofstraße ist nach aktuellem Stand für das erste Halbjahr 2030 vorgesehen.
Auch das Umfeld der Bahnhofstraße hat sich zuletzt stark verändert. Mit der Inbetriebnahme der Dresdner Bahn und dem nahezu fertiggestellten Lichtenrader Revier an der „Alten Mälzerei“ kamen zwei weitere große Projekte hinzu. Der Umbau der Einkaufsstraße bildet damit einen weiteren Baustein der Veränderungen rund um das Zentrum von Lichtenrade.
Umbau der Bahnhofstraße Lichtenrade
Quellen: Abgeordnetenhaus Berlin, Schriftliche Anfrage 19/26743, Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, Aktives Zentrum Lichtenrade Bahnhofstraße, meinBerlin
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21 Kommentare
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In China hat man in 4 Jahren ,mit deutscher Hilfe ,den größten Flughafen der Welt gebaut , in Lichtenrade benötigt man für 1km Straße 6 Jahre ???? Die armen Geschäftsleute gehen pleite und verbessert hat sich nichts , ausser daß Steuergelder verschwendet werden .Bin seit 1963 in Lichtenrade beheimatet .
Im Interesse der Anwohner kann man dann nur hoffen, dass das Ordnungsamt in Zukunft vielleicht auch mal seine Arbeit macht. Wenn so viele Parkplätze wegfallen, wird das zweite Reihe parken. Noch schlimmer, als es in der Bahnhofstraße sowieso schon war. Und vor allem das permanente Hupen, weil dauernd einer irgendwie im Weg steht, weil er besser ist als andere und nicht weit laufen kann.
FURCHTBAR diese Radfahrer! Damit sinkt definitiv die Lebensqualität weiter! Es ist zum Verzweifeln!
Wahrscheinlich parken die dann alles mit Lastenrädern zu…ne,ne,ne.
Das Beziksamt hat doch nen Knall!
Wohin mit den Autos,wenn in der Bahnhofstraße eingekauft werden muss????
Mal den Kopf einschalten,wer fährt denn im Herbst oder Winter mit dem Fahrrad einkaufen????
Ich!
Die gesamten Arbeiten dauern viel zu lange. Was für eine schlechte Planung. Erinnerungen an den Flughafenbau werden wach.
Schade das es nach 10 Jahren Bauzeit kaum noch Geschäfte geben wird das passt aber zu den fehlenden Parkplätzen denn für die alte Bevölkerung von Lichtenrade sind Parkplätze wichtig mit dem Rad werden viele auch nicht unter der Bahnunterführung durchkommen denn die überraschend ( lt. Bahn) starke Steigung überfordert viele Anwohner
Aber man kann ja dann die Bahnhofstraße hin und her fahren
Zusammengefasst ein Umbau der alle
lichtenrader in Begeisterung versetzt
Vielen Dank an alle Planer:-(
Es wäre hilfreich, wenn man das kleine Parkhaus hinter woolworth wieder aktivieren könnte, diese kurzzeit parken auf den Supermarkt Parkplätzen hilft da auch nicht, und am Wochenende ( außerhalb der Öffnungszeiten) darf man da auch nicht parken!
Viele ältere fahren nicht mehr so viel mit dem Rad, und größere Einkäufe mit Rad geht dann auch nicht. Und die öffentlichen Busse sind nicht für alle Lichtenrader erreichbar.
Die Verantwortlichen für die Maßnahme, deren Planung, die Vergabe zur Durchführung,deren Überwachung , ingesamt das bisherige Ergebnis lässt die Vermutung aufkommen, , es scheinen minderbegabte Nichtfachleute zu sein, denen man diese Aufgabe weiter überlassen darf.
Alles in allem schlechte Qualität Planung Umsetzung besonders die Unterführung zur S-Bahnhof Lichtenrade besonders für Menschen mit Schwehrbehinderung .
Ja, die Bahnhofstraße ist einfach nur noch schrecklich..2022 hat es begonnen..2030 erst fertig? Wie kann das nur sein??? Und wenn alles fertig ist, wer geht dann noch flanieren…es gibt doch nichts mehr ausser Brillen und Apotheken…das ist nicht mehr mein Lichtenrade…schrecklich auch der neue S-Bahnhof…
Waren da wieder Grüne am Werk? Warum wird der Wille der Anwohner komplett ignoriert? Dieser Autohass muss endlich ein Ende haben. So ganz nebenbei vernichtet man alle Geschäfte und damit jede Menge Existenzen. Warum stoppt die niemand?
Dumme von grüner Ideologie geprägte Planung und Umbau, die die nächste Einkaufsstraße sterben lassen hat. Und für den hochgelobten Klimaschutz hat man es bis jetzt nicht geschafft auch nur eine Ladesäule für E-Autos bereitzustellen. Zum Glück werden ca. 115 Fahrradbügel plaziert, die in dieser Anzahl kein Mensch braucht. Leider hat man bei der Planung Anbindevorrichtungen für Pferde vergessen.
Der ganze Umbau ist gekennzeichnet von ideologisch verpeilter Grünen Politik. Frage: Wer ist für den Straßenverkehr in Tempelhof zuständig? Richtig: Die Grünen (Die Linken wären aber auch nicht besser. Und was die SPD will, weiß man nie.) Und dann der lange Umbau. Die Bahnhofstr. wird damit ebenso in einer heruntergekommenen Straße mit einem Dutzend Dönerläden, Nail- und Tattoostudios, Spiel“salons“, Barbiershops, Billigläden und ähnliche Geldwäscheunternehmen enden wie der Mariendorfer und der Tempelhofer Damm
Dann muss man sich ja nicht wundern das immer mehr Menschen ihre Sachen im Internet bestellen,oder in großen Shopping Malls einkaufen gehen,mit Parkhaus und guter Verkehrverbindung. Da wird die Bahnhofstraße wohl leider bald aussterben,man weiß ja jetzt schon nicht mehr wo man parken soll für uns Lichtenradener wird es immer schlechter,traurig eigentlich und diese Bauzeit ist einfach nur lächerlich,da bauen sie wirklich in China ganze Städte auf ,schon klar da leben mehr Menschen,aber trotzdem,das dauert alles viel zu lange.
Die Bahnhofstraße als Einkaufsstraße ist tot. Die wenigen Inhaber geführten Geschäfte werden zusehends weniger und danach haben wir wahrscheinlich nur noch Dönerladen, Nagelstudios und andere Geldwaschmaschinen auf der dann neuen „Flaniermeile“. Wozu man dort entlang flanieren soll, weiß man nicht. Für meine Einkäufe sage ich der Bahnhofstraße Adieu und Hallo zu Mahlow-Lückefeld, Südring-Center, Ludwigsfelde, Potsdam-Stern-Center und A10-Center. Noch habe ich ein Auto und muss mich von inkompetenten Stadtplanern daher nicht gängeln lassen. Wenn ich dereinst Rentner bin, lasse ich mir die Lebensmittel nach Hause bringen und brauche höchstens noch die Ärzte im Kiez.
Bislang war die Bahnhofstraße für Radfahrer mehr Bedrohung als möglicher Verkehrsweg. Vor allen für Kinder. Das ständige Einparken/Ausparken/Wenden und in 2. Reihe halten schuf erhebliche Gefahren. Meine Kinder konnte ich deshalb lange nicht mit dem Fahrrad in die ansässigen Schulen fahren lassen.
Der jetzt schon fast fertig gestellte Teil fühlt sich ganz wesentlich besser an!
Dass vor meinem Bäcker jeden morgen sehr viele mit dem PKW ihre Brötchen holen (auch junge sportliche) lässt sich doch nur mit der schlechten Radinfrastruktur erklären.
Welche Menge Fahrradbügel wir brauchen kann ich nicht ganz einschätzen. Bislang fehlten aber an manchen Stellen definitiv Möglichkeiten, an denen man ein Fahrrad anschließen konnte.
Die Bauzeit ist eine Katastrophe, das Ergebnis sehe ich aber nicht so negativ wie viele Kommentare hier.
Nach Auffassung von Frau Schöttler, SPD, bis 2021 Bzbm’in Te-Sb, sollte die Bahnhofstraße zur „Flaniermeile umgebaut werden. Breite Gehwege haben wir jetzt zwischen Goltzstraße und Mellener Straße. Aber wer nutzt sie zum „Flanieren“?
Also auf breiten und ausschließlich gepflasterten Gehwegen mit Jungbäumen ohne Schattenspendung und ohne sehenswerten Geschäften hat keiner Interesse zu „flanieren“.
Was ich nur stets sehe, ist der Verteilungskampf auf Gehwegen zwischen Fußgängern einerseits und E-Scootern, Radfahrern aller Altergruppen andererseits. Das Fahren auf Straße und markiertem Radweg ist ja auch viel zu gefährlich und ein überdimensionierter Gehweg nutzt schließlich allen, außer den Autofahrern.
Das Ordnungsamt, das der Grünen Bezirksstadträtin untersteht, habe ich noch nie gesehen und die Polizei ist fernab in Lankwitz untergebracht worden, weil das Gebäude am Lichtenrader Damm schon seit Anfang 2024 saniert wird- es somit keine Polizeipräsenz mehr gibt, außer einem radfahrenden Polizisten, der Falschparker aufschreibt (eigentlich Aufgabe des Ordnungsamtes!).
Mich wundert es, dass sich noch niemand an der unverhältnismäßig hohen Zahl an Verkehrszeichen vor und hinter jeder Parkbucht für Autos stört! Die prägen das Straßenbild jetzt ganz wesentlich! Wir haben nun auf diesem kleinen Abschnitt insgesamt über 30 Verkehrszeichen (neu!), die den ruhenden Verkehr „regeln“ sollen.
Nur EIN solches Verkehrszeichen (z.B. Zeichen 314 mit Pfeilrichtung, und wenigstens 2 Zusatzzeichen kostet für Genehmigung, Material, Beschaffung, Anlieferung und Montage FÜR DIE ALLGEMEINHEIT ca. 300,- bis 650,- € also 9.000,- bis 19.500 € !
Diese Beschilderungs-Szenerie wird sich dann für den 2. und 3. Bauabschnitt fortsetzt…
An die Älteren Leute hat man gar nicht gedacht wie sollen die einkaufen ohne Parkplätze.
Das Prestigeobiekt der Grünen ist ein Desaster.Ich als Gewerbetreibender habe schon genug einbussen.
Ich weiss das intressiert euch ein dreck im Gegenteil jedes Strassenteil was mit 2jahren
verspätung fertig wird lässt Ihr euch sogar feiern.
Ihr müsstet euch alle schämen!!!!
Ich bin gestern fast vom Glauben abgefallen. Auf Höhe der ehemaligen Post hat man eine Mittelinsel für Fußgänger angelegt. Dadurch ist die Fahrspur für Autos derart zusammengequetscht, dass man kaum noch neben der Radfahrer-Spur (die sich nicht verjüngt) hindurch passt. Hoffentlich stellen sie dort ein paar Bänke auf, das wird lustig …, und gefährlich.