Der neue Bahnhof Fangschleuse ist nun auch offiziell eröffnet. Schon seit August halten dort Züge des RE1. Doch rund um die Station laufen noch Arbeiten und bis zum Fahrplanwechsel soll sich noch einiges ändern.

Bei der offiziellen Einweihung des neuen Bahnhofs Fangschleuse kamen Vertreter aus Politik, Verwaltung und weiteren beteiligten Institutionen zusammen. / © Foto: MIL
© Titelbild: MIL
Der neue Bahnhof Fangschleuse in Grünheide hat nach seiner ersten Betriebsphase nun auch den offiziellen Start hinter sich. Am 11. September 2026 weihten Vertreter von Bahn, Bund, Land, VBB und Gemeinde die Station ein. Für die stark genutzte RE1-Strecke zwischen Berlin und Frankfurt (Oder) ist das Projekt damit allerdings noch nicht vollständig abgeschlossen.
- Gemeinde: Grünheide (Mark), Landkreis Oder-Spree
- Adresse: Neue Fangschleuser Bahnhofstraße 6, 15537 Grünheide (Mark)
- Projektstatus: Teilweise in Betrieb, Gesamtinbetriebnahme für Dezember 2026 vorgesehen
- Bauzeit: weniger als eineinhalb Jahre
Der Bahnhof liegt rund zwei Kilometer westlich der bisherigen Station. Ein Ausbau am alten Standort war nach Angaben des Landes wegen der begrenzten Platzverhältnisse nicht möglich. Der Neubau rückt zugleich näher an den Industriestandort Freienbrink.
Bahnhof Fangschleuse: Zwölf Kilometer Gleise und 40 neue Weichen
Wie groß das Vorhaben ist, zeigen neue Zahlen von Bahn und VBB. Innerhalb von weniger als eineinhalb Jahren wurden zwölf Kilometer Gleise verlegt und 40 Weichen eingebaut. Rund 160.000 Tonnen Erde wurden bewegt. Nach Angaben des VBB waren insgesamt 70 Planungsbüros und Baufirmen an der Umsetzung beteiligt.
Die Bahnsteige sind 220 Meter lang. Damit können künftig auch die achtteiligen Züge des RE1 halten. Der Ausbau hängt unmittelbar mit den längeren Zügen und zusätzlichen Sitzplätzen auf dem RE1 zusammen. Ab Dezember sollen die längeren Züge ganztägig und auch am Wochenende auf weiten Teilen der Verbindung eingesetzt werden und jeweils insgesamt 800 Sitzplätze bieten.
Bis Dezember folgen weitere Gleise und die Güterverkehrsanbindung
Derzeit stehen am Bahnhof Fangschleuse zwei Gleise zur Verfügung. Zum Fahrplanwechsel Mitte Dezember sollen vier Gleise für den Personenverkehr nutzbar sein. Hinzu kommen drei Gleise für den Güterverkehr und damit eine direkte Schienenanbindung des Industriegebiets. Auch die Photovoltaikanlage auf den Bahnsteigdächern soll bis dahin in Betrieb gehen.
Neu entstanden ist zudem ein großer Bahnhofsvorplatz. Das Landesamt für Bauen und Verkehr nennt sechs Bushaltestellen, 481 Park-and-Ride-Plätze sowie 200 Bike-and-Ride-Stellplätze. Für die Verkehrsstation selbst liegt die bewilligte Zuwendung nach Angaben des Landes bei rund 54 Millionen Euro.
Damit endet eine Bauphase, die zuletzt auch erhebliche Auswirkungen auf den RE1 zwischen Berlin und Frankfurt (Oder) hatte. Vollständig abgeschlossen ist das Gesamtprojekt in Fangschleuse jedoch erst mit den weiteren Inbetriebnahmen im Dezember.
Neuer Bahnhof Fangschleuse
Quellen: Deutsche Bahn, Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg, Landesamt für Bauen und Verkehr Brandenburg, Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung Brandenburg
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3 Kommentare
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Für uns als Bewohner von Spreewerder ist der neue Bahnhof schlecht zu erreichen.Auch für Mönschwinkel sowie spreenhagen .
Es entsteht der Eindruck alles für Tesla egal wie ….
Auch die Buszeiten sind schlechter ….
Am schlimmsten für die Schulkinder und Rentner …..
Und noch eins man hätte den alten Bahnhof lassen können und eine neue Station für Tesla gebaut ….wäre auch eine Option gewesen …..
Die Unterführung zum neuen Bahnhof ist sehr dunkel und gruselig …..
Marker ist mal wieder nicht am eigentlichen Ort.
Es muss ein Erfolg werden. Mit diesen Worten beschrieb ein ehemaliger Wirtschaftsminister die Situation um Tesla. Er meinte damit nicht die Anwohner. Für die ist es nicht besser geworden. Lediglich für Fahrrad fahrende Fangschleuser. Noch immer kutschen die Teslaner mit dem Bus zum Werk. Warum nicht laufen? Weil viel zu weit vom Bahnhof. Und das sollte der große Wurf sein? Steuergeld wieder mal im Märkischen Sand versenkt. Zumindest nicht für die eigentlichen Steuerzahler eingesetzt…