Am Diebsteich gehen die Arbeiten für den neuen Fern- und Regionalbahnhof Hamburg-Altona 2026 in eine entscheidende Phase. Während dort Bahnsteige, Unterführungen und Technik entstehen, bleibt der bestehende Bahnhof in Altona weiter in Betrieb. Die Inbetriebnahme des neuen Standorts plant die Deutsche Bahn inzwischen für Ende 2029.

Visualisierung des neuen Fern- und Regionalbahnhofs Hamburg-Altona am Diebsteich mit markantem Hochpunkt-Ensemble und transparenter Eingangshalle; der Entwurf sieht moderne Bahnsteiganlagen, großzügige Vorplätze und eine klare städtebauliche Setzung vor. / © Visualisierung: C.F. Møller Architects
© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT
Der Bahnhof Hamburg-Altona steht vor einer Neuordnung, die sowohl den Bahnverkehr als auch das umliegende Stadtgebiet betrifft. Der Fern- und Regionalverkehr soll in den kommenden Jahren vom heutigen Standort an den Diebsteich verlagert werden, wo ein neuer Bahnhof mit modernen Bahnsteigen, technischer Infrastruktur und barrierefreien Zugängen entsteht.
Parallel dazu bereitet die Stadt die städtebauliche Entwicklung der freiwerdenden Flächen am bisherigen Standort vor. Während also am Diebsteich gebaut wird, bleibt der bestehende Bahnhof Altona weiterhin in Betrieb.
Bau des ersten Fernbahnsteigs am Diebsteich: Konkrete Arbeiten zwischen Februar und Sommer 2026
Am künftigen Bahnhof Hamburg-Altona am Diebsteich setzt die Deutsche Bahn die Bauarbeiten 2026 fort. Zwischen dem 27. Februar und dem 13. März laufen Arbeiten in Tag- und Nachtschichten. In diesem Zeitraum beginnt der Bau des ersten Fernbahnsteigs. Gleichzeitig erneuern die Beteiligten die Eisenbahnüberführung an der Plöner Straße. Dafür führen sie Tiefbau- und Spundwandarbeiten sowie Kabeltiefbau und Oberleitungsarbeiten aus.
Anschließend rückt die Personenunterführung des neuen Bahnhofs in den Fokus. Zudem nimmt die Deutsche Bahn die Arbeiten am Portalgebäude auf der Seite der Schleswiger Straße wieder auf. Im Sommer startet sie den Bau der weiteren Fernbahnsteige. Damit wird die künftige Struktur des neuen Bahnhofs zunehmend erkennbar, auch wenn sich viele Arbeiten weiterhin im Gleis- und Untergrundbereich abspielen.
Rückbauarbeiten in Langenfelde, neue Technik in Altona: Bahn plant Streckensperrungen im Sommer
Parallel dazu sperrt die Deutsche Bahn im Sommer zeitweise die Fernbahngleise. In diesem Zusammenhang baut sie das Kreuzungsbauwerk Langenfelde zurück und nimmt das neue elektronische Stellwerk Altona in Betrieb. Beide Maßnahmen greifen technisch ineinander und sichern den künftigen Betrieb am neuen Standort.
Allerdings bringen diese Arbeiten Einschränkungen mit sich. Im Bereich der Schleswiger Straße kommt es zu kurzzeitigen, einseitigen Sperrungen. Auch an der Eisenbahnüberführung Plöner Straße müssen Verkehrsteilnehmende mit Einschränkungen rechnen. Fußgängerinnen und Radfahrer können den Bereich über einen Schutztunnel passieren. In Ausnahmefällen sind jedoch auch kurzzeitige Vollsperrungen möglich, wenn sicherheitsrelevante Arbeiten dies erforderlich machen.
Barrierefreier Zugang zur S-Bahnstation Diebsteich ab Frühjahr, Inbetriebnahme des neuen Fern- und Regionalbahnhofs Ende 2029
Unabhängig vom Fernbahnhof treibt die Deutsche Bahn die Barrierefreiheit an der S-Bahnstation Diebsteich voran. Im Frühjahr 2026 soll ein Aufzug in Betrieb gehen. Mobilitätseingeschränkte Fahrgäste erhalten damit einen stufenlosen Zugang zum Bahnsteig. Die Deutsche Bahn hatte dazu erklärt, dass sie den barrierefreien Ausbau vorzieht.
Gleichzeitig hat die Bahn den Gesamtzeitplan angepasst. Die Inbetriebnahme des neuen Fern- und Regionalbahnhofs plant sie nun für Ende 2029. Als Grund nennt sie Verzögerungen im Bauablauf, insbesondere am Kreuzungsbauwerk Langenfelde. Zudem müssen Prüfingenieure eingebunden werden und Sperrpausen im Bahnbetrieb neu abgestimmt werden.
Bestehender Bahnhof in Altona und Wettbewerb für das Areal: Betrieb bleibt, Planung läuft weiter
Während am Diebsteich gebaut wird, bleibt der bestehende Fern- und Regionalbahnhof in Altona in Betrieb. Fahrgäste können ihn bis zur Verlegung weiterhin nutzen. Erst danach baut die Deutsche Bahn die oberirdischen Gleisanlagen zurück. Der unterirdische S-Bahnhof bleibt auch zukünftig erhalten.
Parallel dazu läuft ein Architekturwettbewerb für das freiwerdende Areal. Der Wettbewerb sollte demnächst abgeschlossen werden. Auf dieser Grundlage entsteht ein Rahmenplan, der die weitere städtebauliche Entwicklung steuert. Die bauliche Umsetzung am bisherigen Standort sieht die aktuelle Planung jedoch erst für die frühen 2030er-Jahre vor.

Nach der Verlagerung des Fern- und Regionalverkehrs an den Diebsteich sollen die oberirdischen Gleisanlagen zurückgebaut werden, während der unterirdische S-Bahnhof bestehen bleibt. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Quellen: Deutsche Bahn, Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen Hamburg, BauNetz
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