In Berlin-Mitte entstehen neue Apartments für Auszubildende. In der Iranischen Straße will das landeseigene Wohnungsunternehmen Berlinovo noch 2026 mindestens 100 geförderte Einheiten bereitstellen. Ziel ist es, Nachwuchskräfte für Mangelberufe trotz angespannter Wohnungslage in der Stadt zu halten.

© Foto Titelbild: depositphotos.com

 

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In der Iranischen Straße in Berlin-Mitte entsteht derzeit eine Apartmentanlage, die sich unter anderem an Auszubildende richtet. Bis zum Start des neuen Ausbildungsjahres sollen nach Angaben des Landes über das landeseigene Unternehmen Berlinovo insgesamt 145 vollmöblierte Apartments bereitstehen, mindestens 100 davon in dem Neubau in Mitte. Hintergrund ist die angespannte Lage auf dem Berliner Wohnungsmarkt, die insbesondere junge Menschen mit Ausbildungsgehalt vor große Herausforderungen stellt.

Finanzsenator Stefan Evers erklärte laut Tagesspiegel, bei einem Vor-Ort-Termin, das Land wolle weiterhin qualifizierte Nachwuchskräfte für Berlin gewinnen. Da der Wohnungsmarkt dies zunehmend erschwere, steuere man mit gezielten Angeboten gegen. Das reguläre Warmmietniveau von rund 540 Euro für ein etwa 15 Quadratmeter großes Apartment werde durch einen Landeszuschuss auf 360 Euro reduziert. Das Angebot richtet sich zunächst an bestimmte Mangelberufe im Landesdienst.

Fünf Häuser mit Azubi-Apartments und Gemeinschaftsflächen in der Iranischen Straße in Mitte

Die neue Wohnanlage in der Iranischen Straße umfasst fünf Häuser und verfolgt ein gemischtes Nutzungskonzept für Senioren, Studierende, Auszubildende und Personen mit befristetem Wohnbedarf. Die Fertigstellung ist für das erste Quartal 2026 vorgesehen. Die möblierten Einzelapartments verfügen über rund 15 bis 17 Quadratmeter Wohnfläche sowie ein eigenes Bad und eine Pantryküche.

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Ergänzt wird das Angebot durch Gemeinschaftsflächen wie Lobby, Lernräume und Gemeinschaftsküche. Zudem sind Fahrradstellplätze, ein Waschsalon und Außenflächen mit Sportangeboten vorgesehen. Die Mietverträge für Auszubildende sind auf die Dauer der Ausbildung befristet; eine Verlängerung darüber hinaus ist nicht vorgesehen.

Bezahlbarer Wohnraum für Auszubildende in Mitte: Weitere Projekte wie das Kolping-Jugendwohnhaus im Überblick

Die Initiative reiht sich in weitere Projekte ein, die auf bezahlbaren Wohnraum für junge Menschen zielen. So entsteht in der Heinrich-Heine-Straße in Berlin-Mitte derzeit ein neues Jugendwohnhaus des Kolping Jugendwohnen e. V., das im Juni 2026 eröffnen soll. Auch dort richtet sich das Angebot insbesondere an Auszubildende zwischen 16 und 27 Jahren.

Mit den neuen Apartments in der Iranischen Straße erweitert das Land sein Instrumentarium, um Ausbildung und Wohnraum stärker miteinander zu verzahnen. Ob das Modell langfristig auf weitere Berufsgruppen oder Standorte ausgeweitet wird, bleibt abzuwarten. Die Frage nach bezahlbarem Wohnraum wird jedoch zunehmend zu einem Standortfaktor für Ausbildung und Fachkräftegewinnung in Berlin.

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Quellen: berlinovo, Tagesspiegel

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