In Berlin ist erstmals eine Level-4-Prüfungsfahrt im realen Stadtverkehr absolviert worden. Ein Forschungsfahrzeug der Technischen Universität München bewegte sich dabei autonom durch zentrale Straßen der Hauptstadt. Die Ergebnisse gelten als wichtiger Schritt für die Weiterentwicklung von Prüfverfahren für automatisierte Mobilität.

Das Fahrzeug „EDGAR“ ist mit mehreren Kameras und weiteren Sensoren ausgestattet, die permanent seine Umgebung erfassen und es dem System ermöglichen, Verkehr, Hindernisse und Straßensituationen in Echtzeit zu erkennen und darauf zu reagieren. / © Foto: Wikimedia Commons, Renardo la vulpo, CC BY-SA 4.0
© Titelbild: Wikimedia Commons, Renardo la vulpo, CC BY-SA 4.0
In Berlin ist erstmals ein selbstfahrendes Auto im echten Stadtverkehr nach einem besonders anspruchsvollen Verfahren getestet worden. Das Forschungsfahrzeug der Technische Universität München fuhr dabei eigenständig vom Bundesministerium für Verkehr bis zum Radialsystem – ohne menschliches Eingreifen am Steuer, aber begleitet von Prüfern, die jeden Schritt genau beobachteten.
Für die Hauptstadt ist das ein weiterer Testfall dafür, wie sich autonomes Fahren im Alltag von Großstädten bewähren kann.
EDGAR fährt durch Berlin: Neue Prüfmethodik im realen Straßenverkehr
Die Fahrt war Teil der Mobilitätskonferenz „TÜV MobiCon“, bei der auch Vertreter des TÜV-Verband sowie Berlins Mobilitätssenatorin Ute Bonde die Ergebnisse vorstellten. Das Fahrzeug mit dem Namen EDGAR absolvierte die Strecke dreimal, während mehrere Prüfteams das Fahrverhalten unabhängig voneinander bewerteten.
Im Mittelpunkt stand nicht die Zulassung, sondern die Erprobung einer neuen Methodik zur Bewertung autonomer Fahrsysteme im Realverkehr. Ziel ist es, komplexe Verkehrssituationen systematisch prüfbar zu machen.
Autonomes Fahren in Deutschland: Regulierung und Betriebsbereich als Schlüssel
In Deutschland erfolgt die Genehmigung von sogenannten Level-4-Fahrzeugen in zwei Stufen: technische Typgenehmigung und die Freigabe eines konkreten Betriebsbereichs. Dieser Ansatz soll sicherstellen, dass autonome Systeme nicht nur Verkehrsregeln beherrschen, sondern auch lokale Besonderheiten wie Ampelschaltungen oder Verkehrsführung zuverlässig erkennen.
Die Prüfungen im realen Verkehr gelten dabei als zentrale Grundlage, um das Verhalten der Systeme unter Alltagsbedingungen nachvollziehbar zu bewerten.
TÜV fordert einheitlichen Rechtsrahmen für autonome Systeme
Trotz der positiven Ergebnisse bleibt der Einsatz autonomer Fahrzeuge im Regelbetrieb komplex. Viele in der Öffentlichkeit gezeigte Fortschritte werden häufig schneller eingeordnet, als sie regulatorisch tatsächlich umsetzbar sind. Fahrzeuge, wie sie etwa in anderen Weltregionen bereits getestet werden, dürfen in Europa bislang nicht ohne Weiteres betrieben werden. Denn dabei bleiben bislang zentrale Fragen offen, etwa zur Nachvollziehbarkeit von KI-Entscheidungen oder zu Haftungs- und Versicherungsfragen im Schadensfall.
Der TÜV-Verband fordert daher einen europaweit einheitlichen Rechtsrahmen für autonome Systeme sowie standardisierte Datenzugänge für Prüfstellen. Ergänzend wird eine digitale Fahrzeugakte diskutiert, die Softwarestände und sicherheitsrelevante Updates über den gesamten Lebenszyklus dokumentiert. Für den weiteren Ausbau automatisierter Mobilität bleibt entscheidend, wie schnell Regulierung, Technik und Infrastruktur aufeinander abgestimmt werden können.
Quellen: TÜV Verband, Technische Universität München
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Milliarden von Steuergeldern in ein System, das nie die explizite Zustimmung der Bürger erfahren hat, und das nahezu kaum ein Arsch möchte.. Und auch bei Entwicklungsstadt nur JasagerJournalismus und kein Infragestellen. So sieht Bildungsarmut im Journalismus aus!
Merkwürdig, Tesla bietet seit Dezember 2025 in Berlin Schönefeld FSD Demofahrten an, einfach Termin machen, man kann eigene Routenvorschläge nutzen, solange sie im Zeitrahmen bleiben. Ich habe 4 solcher Demofahrten miterleben dürfen, die 3. war bisher die krasseste, 0 Eingriffe durch den Sicherheitsfahrer!
Wir haben im Navi 2 Zwischenziele definiert (mein Vorschlag Rewe in Großziethen und Netto Stubenrauchstr), Start und Ziel war jeweils das Tesla Service Center Schönefeld. Jeweils kurz vor erreichen des Zwischenziels haben wir es aus der Route entfernt, so das zum nächsten Ziel ohne Unterbrechung gefahren wurde, was hervorragend funktioniert hat. 24km in 38 Minuten.
Es waren alle Straßenarten enthalten, Kreisverkehr, Wohngebiet mit Rechts vor Links, Baustelle und Stadtautobahn und am Ziel wurde selbstständig ein Parkplatz ausgewählt und eingeparkt.
Was bitteschön ist an diesem Artikel die Sensation? Hier in Deutschland wird Innovation verhindert durch Lobbyarbeit oder warum hat das KBA noch keine Freigabe erteilt? In 5 europäischen Ländern dürfen Kunden es schon nutzen! Merkwürdig daran ist, es sind alles Länder ohne eigene Autoindustrie. Es darf anscheinend kein fremder Autohersteller besser sein, als die inländische Autoindustrie, wobei Tesla das deuscheste Auto in Grünheide produziert, denn da wirken keine hunderte Zulieferer mit, da findet die größte Wertschöpfung im Werk statt.
An die Redaktion:
Bucht unbedingt eine supervised Demofahrt bei Tesla!