Brandenburg prüft autonome Shuttles für den ländlichen Raum und führt Gespräche mit Tesla. Die Fahrzeuge könnten bestehende Rufbus-Angebote ergänzen.

© Titelbild: depositphotos.com

 

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In vielen Teilen Brandenburgs bleibt das eigene Auto für den Alltag unverzichtbar. Besonders schwierig ist die Lage jedoch für Menschen, die nicht selbst fahren können. Das Land sucht deshalb nach neuen Wegen für den öffentlichen Nahverkehr. Eine Idee führt direkt zu Tesla: Autonome Shuttles könnten künftig auf Bestellung durch Brandenburg fahren und bestehende Rufbus-Angebote ergänzen.

  • Ort: Berliner Umland
  • Projektstatus: Frühe Prüfungs- und Gesprächsphase
  • Geplantes Angebot: Autonome Shuttles als mögliche Ergänzung bestehender Rufbus-Systeme
  • Zielgruppe: Unter anderem ältere Menschen sowie Jugendliche ohne eigenes Auto

Brandenburg prüft einen neuen Ansatz für Regionen, in denen klassische Buslinien nur ein begrenztes Angebot schaffen. Verkehrsminister Robert Crumbach (SPD) bestätigte, dass sein Haus derzeit Möglichkeiten für autonome Shuttles auslotet.

Dabei führt das Ministerium Gespräche mit Unternehmen, darunter auch Tesla. Nach Angaben des rbb hat der Hersteller gegenüber dem Land vorsichtige Signale gegeben, dass eine Zusammenarbeit grundsätzlich vorstellbar sei. Eine Vereinbarung über ein konkretes Projekt gibt es bislang jedoch nicht.

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Autonomes Fahren: Wird Autobauer Tesla zum Kooperationspartner Brandenburgs?

Die Idee zielt vor allem auf dünn besiedelte Regionen. Dort fahren Linienbusse teilweise nur selten, während zugleich nicht jeder Einwohner auf ein eigenes Auto zurückgreifen kann. Crumbach nennt vor allem ältere Menschen sowie Jugendliche auf dem Weg zur Schule oder Ausbildung.

Autonome Fahrzeuge sollen den klassischen Busverkehr dabei nicht ersetzen. Nach dem bisher bekannten Konzept könnten sie vielmehr dort einspringen, wo ein dichter Linienverkehr wegen geringer Nachfrage kaum angeboten werden kann.

Autonome Shuttles sollen bestehende Rufbusse in Brandenburg ergänzen

Anknüpfen will das Land an ein System, das in Brandenburg bereits weit verbreitet ist. Rufbusse verkehren nur bei Bedarf. Fahrgäste melden ihre Fahrt vorher an, je nach Angebot gelten dafür bestimmte Buchungsfristen.

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Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg führt solche Angebote derzeit unter anderem in Barnim, Dahme-Spreewald, Elbe-Elster, Märkisch-Oderland, Oberhavel, Oder-Spree, Ostprignitz-Ruppin, Oberspreewald-Lausitz, Spree-Neiße, Teltow-Fläming und Uckermark sowie in Cottbus auf. Zum Einsatz kommen Linienbusse, Kleinbusse oder Taxis.

Brandenburg: Autonome Shuttles könnten bedarfsorientiert eingesetzt werden

Genau an dieser Struktur setzt Crumbachs Vorschlag an. Nach seiner Einschätzung stoßen heutige Rufbus-Angebote unter anderem wegen fester Bereitschaftszeiten und des Fahrermangels an Grenzen. Ein autonomes Fahrzeug könnte dagegen grundsätzlich bedarfsorientiert eingesetzt werden, ohne dass für jede Fahrt ein Fahrer bereitstehen muss.

Das Land sieht sich dabei laut Crumbach vor allem als Vermittler und Antreiber. Die konkrete Organisation müsste mit den zuständigen kommunalen Aufgabenträgern, Verkehrsunternehmen und einem Fahrzeug- beziehungsweise Technologieanbieter geklärt werden.

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Tesla in Brandenburg: Noch gibt es keinen konkreten Shuttle-Auftrag

Wie weit die Gespräche mit Tesla bereits reichen, bleibt offen. Das Infrastrukturministerium bestätigte dem rbb lediglich, dass Gespräche unter anderem mit dem Unternehmen stattfinden.

Für Brandenburg wäre eine Zusammenarbeit auch deshalb naheliegend, weil Tesla bereits stark in der Region vertreten ist. Die Gigafactory des Unternehmens steht in Grünheide im Landkreis Oder-Spree.

Autonomer Shuttle von VW und BVG vor zwei großen Bussen

Autonome Shuttles sind in Berlin auf ersten Testfahrten unterwegs und sollen künftig als flexible Ergänzung des ÖPNV den Stadtverkehr digital und bedarfsgerecht unterstützen. / © Foto: BVG/Florian Bündig

Berlin testet autonome Shuttles bereits im öffentlichen Straßenraum

Nur wenige Kilometer weiter ist die Entwicklung bereits konkreter. Die BVG testet im Berliner Nordwesten fünf vollelektrische VW ID. Buzz AD. Das Projekt „NoWeL4“ umfasst Teile von Spandau, Charlottenburg-Wilmersdorf und Reinickendorf. Das Testgebiet misst rund 15 Quadratkilometer. Die Fahrzeuge können dort etwa 80 reguläre und virtuelle Haltepunkte bedienen.

 

Quellen: rbb24, Märkische Allgemeine, Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg

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One Comment

  1. Sabine 29. August 2026 at 15:02 - Reply

    Ein spannender Ansatz, um den ländlichen Raum besser anzubinden, autonome Shuttles könnten hier wirklich eine große Lücke schließen!

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