Am Breitenbachplatz in Berlin-Dahlem warten Anwohner noch immer auf den Start des geplanten Abrisses der maroden Autobahnbrücke. Nachdem sich der Rückbau mehrfach verzögert hat, laufen inzwischen erste Vorbereitungen am Bauwerk. Die Senatsverkehrsverwaltung hat, wieder einmal, einen geplanten Abrissstart genannt. Das Projekt verzögert sich erneut.

Mehr als vorbereitende Maßnahmen waren rund um die marode Autobahnbrücke am Breitenbachplatz bislang nicht zu sehen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
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Die Autobahnbrücke am Breitenbachplatz liegt im Berliner Ortsteil Dahlem. Das Bauwerk gehörte einst zur Stadtautobahn A104 und führt direkt über den Platz, wodurch dieser seit Jahrzehnten räumlich zerschnitten wird. Die Baustelle an der Brücke steht jedoch seit längerer Zeit still.
Schon seit mehreren Jahren plant das Land Berlin den vollständigen Rückbau der Konstruktion. Doch auch im Frühjahr 2026 fragen sich viele Anrainer und Nachbarn, wann die Arbeiten tatsächlich beginnen werden. Währenddessen warten viele Anwohner darauf, dass das Bauwerk verschwindet und der Platz künftig neu gestaltet werden kann. Doch das wird noch dauern.
Abrissplanungen und Umgestaltung des Breitenbachplatzes in Dahlem: Erste Vorarbeiten an der Brücke haben begonnen
Wie wir bereits letztes Jahr berichtet haben, haben die ersten Arbeiten an der Brücke begonnen. Auf ENTWICKLUNGSSTADT-Anfrage bestätigte die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, dass erste vorbereitende Arbeiten umgesetzt wurden. Auf den Brückenflächen haben Bauarbeiter die bestehenden Asphaltschichten sowie die Abdichtung zurückgebaut. Diese Maßnahmen bereiten das Bauwerk technisch auf den späteren Abriss vor.
Parallel dazu läuft derzeit erneut ein Ausschreibungs- und Vergabeverfahren für die eigentlichen Rückbauarbeiten. Die Senatsverwaltung geht davon aus, dass dieses Verfahren voraussichtlich Ende April 2026 abgeschlossen werden kann. Erst danach lassen sich genauere Aussagen zu einzelnen Bauphasen treffen.
Verzögerungen und Breitenbachplatz in Dahlem: Rechtsstreit machte neue Ausschreibung notwendig
Der Abriss der Brücke sollte ursprünglich deutlich früher beginnen. Die Arbeiten waren bereits vergeben worden, doch ein Rechtsstreit zwischen Senatsverwaltung und dem beauftragten Unternehmen brachte das Projekt ins Stocken.
In der Folge kündigte die Verwaltung den Vertrag und musste die Leistungen vollständig neu ausschreiben. Diese erneute Ausschreibung gilt als zentraler Grund für die Verzögerungen beim Projekt. Währenddessen vergab die Verwaltung zumindest vorbereitende Arbeiten separat, sodass inzwischen erste Eingriffe am Bauwerk stattfinden. Trotzdem wird sich das Projekt weiter ziehen.
Neuer Zeitplan für den Brückenabriss am Breitenbachplatz in Dahlem: Rückbau der Brücke könnte bis Ende 2027 dauern
Nach aktuellem Stand soll der eigentliche Abriss der Brücke Mitte 2026 beginnen, so kommuniziert es die Senatsverkehrsverwaltung – eine neuerliche Verschiebung des Baustarts nach hinten. Noch Ende 2025 hieß es, der Baubeginn solle „Anfang 2026“ stattfinden. Nun verzögert sich das Vorhaben erneut. Ob der Termin dieses Mal eingehalten werden kann, ist dabei mehr als fraglich.
Die Bauarbeiten gliedern sich in mehrere Bauabschnitte und Bauphasen. Die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt rechnet damit, dass sich die Arbeiten bis Ende 2027 hinziehen werden.
Zum Gesamtprojekt gehört auch der Rückbau der bestehenden Brückenpfeiler. Zudem muss die Baustellenlogistik mit der geplanten Sanierung und möglichen Wiederinbetriebnahme des Tunnels am Breitenbachplatz abgestimmt werden. Wie der Verkehr während der Bauzeit geführt wird, steht noch nicht fest. Diese Planung hängt laut Senatsverwaltung vom späteren Rückbaukonzept des beauftragten Bauunternehmens ab.
Quellen: Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt
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