Frankfurt hat eine neue Preisträgerin für den Frankfurter Architekturpreis: Prof. Anne-Christin Scheiblauer wird für ihr Engagement beim Erhalt des historischen Bauerbes und für eine städtebauliche Entwicklung mit Mensch und Geschichte im Fokus ausgezeichnet.

Prof. Anne-Christin Scheiblauer nimmt den Frankfurter Architekturpreis 2025 von Stadtbild Frankfurt entgegen. Die Auszeichnung würdigt ihr langjähriges Engagement für den Erhalt historischer Baukultur und eine menschengerechte Stadtentwicklung. / © Foto links: Stadtbild Deutschland e.V, Foto rechts: Michael Imhof
© Foto Titelbild: Stadtbild Deutschland e.V.
Prof. Anne-Christin Scheiblauer ist mit dem Frankfurter Architekturpreis 2025 ausgezeichnet worden. Die erstmals verliehene Auszeichnung des Frankfurter Ortsverbands der Stadtbild Deutschland e.V. würdigt Persönlichkeiten, die sich in besonderem Maße für den Erhalt historischer Baukultur und zudem ein menschengerechtes Stadtbild in der Mainmetropole einsetzen.
Die Preisverleihung fand im Rahmen des bundesweiten Stadtbild-Treffens 2025 in der evangelischen Akademie am Römerberg statt. Der Preis soll nicht nur die bisherige Arbeit anerkennen, sondern zugleich Motivation und Unterstützung für zukünftige Projekte im Bereich Stadtentwicklung und Architektur bieten.
Frankfurter Architekturpreis 2025: Auszeichnung geht an Professorin für Städtebau und Entwerfen
Anne-Christin Scheiblauer prägt die Stadt Frankfurt seit 1997, als sie ihre Professur für Städtebau und Entwerfen an der Fachhochschule antrat. Zuvor arbeitete sie in München an Nachverdichtungsprojekten und in Paris an der Stadterneuerung historischer Quartiere und brachte so umfangreiche Erfahrungen in die Mainmetropole.
In Frankfurt widmet sie sich besonders der sogenannten Stadtreparatur, einer Philosophie, die städtische Lücken aus der Nachkriegszeit schließt und außerdem Architektur als Teil eines großen städtischen Ganzen begreift. Ihre Arbeit prägt Lehre, Wettbewerbe und eigene Entwürfe und vermittelt Studierenden eine menschliche und geschichtsbewusste Sicht auf Stadtentwicklung.
Zahlreiche Publikationen: Preisträgerin setzt sich für sensiblen Umgang mit städtischem Erbe ein
Scheiblauers Engagement zeigt sich in zahlreichen Publikationen über die historische Frankfurter Altstadt, die Alte Börse und die Paulskirche als Erinnerungsorte der Demokratie. Ihre Arbeiten setzen sich für einen sensiblen Umgang mit dem städtischen Erbe ein und verbinden Architektur mit Stadtgeschichte.
In ihrer Dankesrede bezog sich Scheiblauer auf die aktuellen Entwicklungen rund um die Paulskirche und das Haus der Demokratie. Sie hob hervor, dass die Gestaltung von Freiräumen und zudem die Aufenthaltsqualität entscheidend sind, um den Paulsplatz zu einem funktionalen und nutzbaren Ort zu machen.
Förderung lebenswerter Städte: gemeinnütziger Verein Stadtbild Deutschland e.V. ist bundesweit tätig
Stadtbild Deutschland ist ein bundesweit tätiger, überparteilicher und gemeinnütziger Verein, der sich dem Erhalt des kulturellen Bauerbes und der Förderung lebenswerter Städte verschrieben hat. Der Ortsverband Frankfurt am Main besteht seit 2017 und engagiert sich aktiv in der Region.
Im Jahr 2024 erhielt der Verein den Ehrenamtspreis des hessischen Denkmalschutzes. Seit 2025 vergibt der Frankfurter Ortsverband jährlich den Frankfurter Architekturpreis, um Persönlichkeiten zu würdigen, die sich in besonderer Weise für ein sowohl menschliches als auch geschichtsbewusstes Stadtbild einsetzen.
Verleihung Frankfurter Architekturpreis: Erhalt des historischen Bauerbes gewinnt an Bedeutung
Die Verleihung des Frankfurter Architekturpreises zeigt, wie wichtig der Erhalt des historischen Bauerbes und eine nachhaltige Stadtentwicklung für Frankfurt ist. Stadtbild Deutschland würdigt damit Persönlichkeiten, die das Stadtbild prägen und außerdem zur Gestaltung lebenswerter, geschichtsbewusster Räume beitragen.
Quellen: Stadtbild Deutschland e.V. – Ortsverband Frankfurt am Main
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