Auf dem Bäckerplatz in Frankfurt-Eschersheim verschwindet weiterer harter Boden. Doch es geht um mehr als einige neue Beete. Die Arbeiten setzen eine Entwicklung fort, die aus einem stark versiegelten Quartiersplatz Schritt für Schritt einen grüneren Ort machen soll.
Bäckerplatz in Eschersheim
© Titelbild: depositphotos.com
Der Bäckerplatz an der Straße Im Geeren ist ein kleiner Quartiersplatz im Norden Frankfurts. Lange prägten Pflaster, wenig Schatten und begrenzter Raum für Pflanzen das Bild. Nun setzt die Stadt die ökologische Umgestaltung fort, und bindet dabei auch eine Initiative aus der Nachbarschaft ein.
- Stadtteil: Eschersheim
- Ort: Bäckerplatz an der Straße Im Geeren, 60433 Frankfurt am Main
- Baubeginn: September 2026
- Voraussichtliches Ende der Bauarbeiten: Oktober 2026
Auf rund 25 Quadratmetern sollen Pflaster und der darunterliegende Asphalt verschwinden. Die Fläche schließt direkt an einen Bereich von 63 Quadratmetern an, den Frankfurt bereits 2025 entsiegelt und anschließend mit jungen Bäumen bepflanzt hat. Zusätzlich vergrößert die Stadt auf etwa acht Quadratmetern die bestehenden Baumbeete zwischen zwei Ahornbäumen.
Bäckerplatz in Eschersheim: Unter dem Pflaster liegt alter Asphalt
Die Arbeiten sind aufwendiger, als es die überschaubare Fläche zunächst vermuten lässt. Unter dem Verbundsteinpflaster befindet sich eine alte Asphaltdecke samt Unterbau. Das Amt für Straßenbau und Erschließung entfernt zunächst Pflaster und Fugenmaterial. Danach bricht Spezialgerät die Asphaltschicht auf. Für die spätere Bepflanzung wird der Untergrund bis zu einer Tiefe von rund 60 Zentimetern ausgehoben.
Anschließend übernimmt das Grünflächenamt. Es stellt Pflanzboden bereit und bereitet die neue Fläche für die Nutzung vor. Rund 25 Quadratmeter sollen der Klimainitiative Eschersheim im Rahmen einer Patenschaft für Urban Gardening zur Verfügung stehen. Dort dürfen nach den geltenden Vorgaben unter anderem Obst, Gemüse und andere Pflanzen wachsen. Die Initiative kennt den Platz bereits gut: Sie betreut dort sechs Hochbeete und war auch an der Planung der neuen Fläche beteiligt.
Urban Gardening in Frankfurt: Nachbarschaft gestaltet den Bäckerplatz mit
Das Engagement reicht weiter zurück. Die Klimainitiative Eschersheim beschreibt den Bäckerplatz als ursprünglich vollständig versiegelte Fläche, die sich im Sommer stark aufheizte. Schon vor der aktuellen Maßnahme entwickelte die Gruppe deshalb Ideen für Hochbeete, mehr Pflanzen und einen grünen Treffpunkt im Quartier.
Der Bäckerplatz steht damit nicht allein. Frankfurt belegt beim bundesweiten Wettbewerb „Abpflastern“ den ersten Platz. Auch am Alten Flugplatz in Bonames und Kalbach-Riedberg wurden versiegelte Bereiche rund um Bäume geöffnet. Im Frühjahr 2026 folgten zudem 90 Quadratmeter neue Baum- und Staudenflächen im Bonifatiuspark.
Auch die Umgestaltung des Merianplatzes im Nordend zeigt, wie Frankfurt kleinere öffentliche Räume mit neuen Baum- und Pflanzflächen verändert. Am Bäckerplatz fällt der Eingriff zwar vergleichsweise klein aus. Dort verbindet die Stadt die Entsiegelung jedoch direkt mit einem von der Nachbarschaft getragenen Urban-Gardening-Projekt. Die Arbeiten sollen nach derzeitiger Planung am 2. Oktober 2026 enden.
Quellen: Stadt Frankfurt am Main, Amt für Straßenbau und Erschließung, Frankfurt im Wandel
Jetzt PLUS-Kunde werden
Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein PLUS-Abonnement.


