An der Revaler Straße in Berlin-Friedrichshain wird das Projekt „SHFT“ neu ausgerichtet. Statt eines Bürogebäudes sollen nun 468 möblierte Wohnungen für Studierende entstehen. Die Fertigstellung des achtgeschossigen Neubaus ist für 2029 vorgesehen.

Studentisches Wohnen an der Revaler Straße 35

Im Zuge der Umstrukturierung vom Bürogebäude hin zu studentischem Wohnen wurden auch die Visualisierungen überarbeitet. Das Gebäude auf dem länglichen Grundstück an der Revaler Straße Ecke Modersohnstraße ist nun achtgeschossig geplant und soll 468 möblierte Wohneinheiten umfassen. / © Visualisierung: Tchoban Voss Architekten

© Titelbild: Tchoban Voss Architekten

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Noch 2023 war „SHFT Berlin“ als sechsgeschossiges Büroprojekt mit rund 15.000 Quadratmetern Nutzfläche angekündigt worden. Das Vorhaben an der Modersohnbrücke sollte unter dem Namen „Revalution“ starten und später als Smart-Office-Konzept realisiert werden.

Nun ändert sich die Nutzung grundlegend. Die ursprünglich vorgesehene Büronutzung wird aufgegeben. Stattdessen plant die LBBW Immobilien Development GmbH an der Revaler Straße 35 ein Gebäude für studentisches Wohnen. Das Projekt reagiert damit auf veränderte Marktbedingungen und eine offenbar schwierige Vermietungsperspektive im Bürosegment.

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468 möbilierte Apartments für Studierende ab 2029 an der Revaler Straße

Geplant ist ein achtgeschossiger Neubau mit insgesamt 468 möblierten Wohneinheiten. Die Bruttogrundfläche oberirdisch soll rund 15.000 Quadratmeter umfassen. Neben den Apartments sind Gemeinschaftsbereiche, eine großzügige Lobby sowie begrünte Außenflächen vorgesehen.

Die Architektur stammt von Tchoban Voss Architekten. Vorgesehen sind eine energieeffiziente Bauweise nach KfW-Standard 298 und eine großflächige Photovoltaikanlage auf dem Dach. Zudem soll das Gebäude EU-Taxonomie-konform errichtet werden. Die Fertigstellung ist für das zweite Quartal 2029 geplant.

Verändertes Nachfrageprofil an Büroflächen lässt Projektentwickler umdenken und neuen Trends folgen

Der Standort liegt im gewachsenen Umfeld rund um die Modersohnbrücke, unweit der Revaler Straße. Mehrere Hochschulen sind von hier aus gut erreichbar, ebenso der öffentliche Nahverkehr. Das Grundstück befindet sich in direkter Nachbarschaft zu einem neu errichteten Supermarkt sowie zu bestehenden Büro- und Gewerbebauten.

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Mit dem Konzeptwechsel folgt das Projekt einem Trend, der in Berlin zuletzt häufiger zu beobachten war: Büroflächen werden angesichts veränderter Nachfrageprofile neu bewertet. Zugleich wächst der Markt für möblierte Apartments. Beobachterinnen und Beobachter weisen jedoch darauf hin, dass das Angebot in diesem Segment stark zunimmt. Ob sich 468 zusätzliche Einheiten dauerhaft wirtschaftlich tragen, wird sich erst mit der Realisierung zeigen.

Studentisches Wohnen im „SHFT“ mit begrünter Dachterrasse in Friedrichshain-Kreuzberg

Das Projekt verbindet studentisches Wohnen mit digitalen und nachhaltigen Elementen. Geplant sind zentrale Erschließungskerne, gemeinschaftliche Innen- und Außenbereiche sowie eine begrünte Dachterrasse. Die Energieversorgung soll effizient und bedarfsgerecht erfolgen.

Damit wandelt sich „SHFT“ von einem technologieorientierten Bürohaus zu einem großvolumigen Wohnprojekt für Studierende. Der Baubeginn und die Umsetzung bis 2029 werden zeigen, wie sich das neue Konzept im dynamischen Umfeld von Friedrichshain positioniert.

Quellen:  LBBW Immobilien, Tchoban Voss Architekten, Architektur Urbanistik

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