Die beiden Brunnenanlagen auf dem Wittenbergplatz sind seit längerer Zeit außer Betrieb und von Bauzäunen umgeben. Eine vollständige Sanierung ist wegen der hohen Kosten derzeit nicht absehbar. Nun soll eine Begrünung der Brunnenschalen den zentralen Platz in der City-West aufwerten.

Wittenbergplatz

© Titelbild: AG City (mit KI, finale Gestaltung wird abweichen)

 

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Der Wittenbergplatz gehört zu den prägendsten Orten der City West. Doch die beiden Brunnenanlagen auf der Nord- und Südseite des Platzes bieten seit einiger Zeit ein ungewohntes Bild: Wegen baulicher Schäden sind sie außer Betrieb und mit Bauzäunen abgesperrt. Eine umfassende Sanierung ist aufgrund des hohen finanziellen Aufwands derzeit nicht absehbar.

Um den Zustand der zentral gelegenen Platzanlage dennoch kurzfristig zu verbessern, hat das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg gemeinsam mit lokalen Gewerbetreibenden eine neue Lösung entwickelt. Die beiden Brunnenschalen sollen künftig nicht mehr leer stehen, sondern als bepflanzte Elemente in den Stadtraum zurückkehren.

Brunnen am Wittenbergplatz: Begrünung soll Aufenthaltsqualität verbessern

Gemeinsam mit der BID Ku’damm-Tauentzien GmbH, einer Tochtergesellschaft des AG City e.V., wurde ein Konzept für eine klimaresistente Bepflanzung erarbeitet. Nach einer Reinigung der Brunnenanlagen werden die ehemaligen Wasserbecken mit Pflanzen gestaltet. Dadurch können die bisherigen Absperrungen entfernt und die Flächen einer neuen Nutzung zugeführt werden.

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Die Erstbepflanzung wird durch das Bezirksamt finanziert, die anschließende Pflege übernimmt dauerhaft der Business Improvement District (BID). Damit soll langfristig sichergestellt werden, dass die neue Gestaltung erhalten bleibt.

Eine grundlegende Sanierung der Brunnen bleibt weiterhin eine komplexe Aufgabe. Notwendig wären umfangreiche Arbeiten an Technik, Abdichtungen, Leitungen, Brunnenschalen und den künstlerischen Elementen. Aufgrund der Kombination aus baulichen und technischen Schäden wäre ein solcher Eingriff mit erheblichen Kosten und langen Planungsvorläufen verbunden.

Brunnenanlage am Wittenbergplatz in Berlin, noch in Betrieb.

Die beiden Brunnenanlagen am Wittenbergplatz sind derzeit außer Betrieb, beschädigt und mit Bauzäunen abgesperrt. / © Foto: Wikimedia Commons, OTFW Berlin, CC BY-SA 3.0

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Zwischenlösung bis zur möglichen Sanierung

Mit der Begrünung setzt der Bezirk daher zunächst auf eine pragmatische Zwischenlösung. Ziel ist es, den Wittenbergplatz wieder attraktiver zu gestalten und zugleich mehr Grün in den stark versiegelten Stadtraum der City West zu bringen.

Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann bezeichnete den Platz als „Visitenkarte“ des Bezirks und begrüßte die Zusammenarbeit mit den umliegenden Gewerbetreibenden. Auch Bezirksstadträtin Saskia Ellenbeck verwies darauf, dass die Bepflanzung eine schnelle Verbesserung ermögliche, während eine umfassende Sanierung weiter geprüft werden müsse.

Quellen: Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg

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5 Kommentare

  1. Franz 21. Juli 2026 at 20:04 - Reply

    Letzten Endes ist es eine bedauerliche Kapitulation. Wieso spricht der Senat seine Ehrenbürger-innen nicht wegen einer Spende an?

  2. M.Hillen 22. Juli 2026 at 13:45 - Reply

    Pflegeleichte, klassische Springbrunnen mit großem runden Becken (enenerdig) und mittiger Fontäne.. könnten eine Alternative zu all diesen teuren und reparaturintensiven Geschmacksverirrungen der Nachkriegszeit sein. Ich jedenfalls kenne niemanden, der die beiden Brunnenanlagen auf dem Wittenbergplatz als schön oder elegant oder sonstwie bereichernd im Stadtbild empfinden würde. Man hat sich an sie gewöhnt, ebenso wie an das wenig erfreuliche Erscheinungsbild des Wittenberplatzes insgesamt.
    Also: Ist das Kunst? Nee, kann weg!

    • M.Hillen 22. Juli 2026 at 13:46 - Reply

      ..(ebenerdig)…

    • Böhme 24. Juli 2026 at 02:07 - Reply

      Mir gefallen die Brunnenanlagen sehr gut (über die Grünanlagen drumherum kann man diskutieren)! Und es bleibt völlig rätselhaft, weshalb die Sanierung der Brunnenanlage eine „komplexe Aufgabe“ sein sollte. Die Welt fliegt zum Mond … und Berlin kann keine Brunnenanlagen sanieren! Übrigens waren die Brunnenanlagen vor einigen Jahre schon mal saniert worden … offensichtlich – wie auch in Berlin üblich – nicht ordnungsgemäß!

  3. Susanne Bauer 22. Juli 2026 at 16:46 - Reply

    Danke an die kundigen Kommentatoren, ich teile ihre Meinung vollkommen, und bin auch sher fuer eine einfache
    Brunnenkonstruktion – das koennen gerne auch junge Student:Innen aus Architektur, Begruenung/Gartnebau, Kunst, Technik o.a. sein.

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