Im Flughafen Tempelhof hat die Auftaktausstellung zur Internationalen Bauausstellung Berlin 2034 bis 37 begonnen. Sie zeigt, wie der Senat die kommende IBA plant und was umgesetzt werden soll. Gleichzeitig blickt die Ausstellung auf mehrere gescheiterte Anläufe seit den 1990er Jahren zurück. Im Zentrum steht künftig der Berliner S-Bahn-Ring als räumliche Klammer des Projekts.

Die Alte Feuerwache im Kopfbau West des Flughafens Tempelhof ist Ort der Auftaktausstellung zur IBA Berlin 2034 bis 37. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
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Die Internationale Bauausstellung (IBA) kommt nach Berlin, und schon jetzt können sich Interessierte auf das Großprojekt einstimmen. Seit dem 1. Juli zeigt die Alte Feuerwache im Kopfbau West des Flughafens Tempelhof die Ausstellung „Ring frei für eine IBA!“.
Kuratiert haben sie Harald Bodenschatz und Cordelia Polinna. Beide beschäftigen sich seit Jahren mit der Geschichte Internationaler Bauausstellungen in Berlin. Bis zum 26. Juli können Besucherinnen und Besucher dort die Vorgeschichte sowie die räumlichen Grundlagen der IBA Berlin 2034 bis 37 nachvollziehen.
Dabei ordnet die Ausstellung das aktuelle Projekt in eine längere Tradition ein. Dazu zählen die Interbau 1957 sowie die IBA von 1984 und 1987. Ebenso zeigt sie mehrere gescheiterte Versuche seit 1996, etwa „Radikal Radial“ oder „Hauptstadt. Raumstadt. Sofortstadt.“. Diese früheren Anläufe kamen aus unterschiedlichen Gründen nicht über die Konzeptphase hinaus.

Die Auftaktausstellung „Ring frei für eine IBA!“ zeigt in der Alten Feuerwache am Flughafen Tempelhof die Geschichte Berliner Bauausstellungen. Modelle und Tafeln führen durch mehrere Jahrzehnte Berliner Stadtentwicklung. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Beschluss und Grundlage: Der Senat entscheidet sich für den Ring
Am 25. März 2026 beschloss der Berliner Senat die Durchführung der IBA Berlin 2034 bis 37. Grundlage dafür war die Drucksache 19/3097. Zuvor hatte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung im August 2025 das Büro Forward beauftragt. Es sollte zwei mögliche Raumkulissen miteinander vergleichen. Zur Wahl standen ein Südostkorridor zwischen Ostkreuz und dem Flughafen BER sowie der Berliner S-Bahn-Ring.
Im Oktober 2025 entschied sich die Verwaltung schließlich für das Ringszenario. Ausschlaggebend waren dabei seine erzählerische Kraft und seine thematische Breite. Außerdem passt der Ring gut zu bestehenden Planwerken der Stadt. Seither gilt er als zentrale räumliche Figur der IBA. Zugleich markiert er die Schwelle zwischen innerer und äußerer Stadt.

Die vier Suchräume Nordwest, Nordost, Südwest und Südost bilden die räumliche Grundlage der IBA Berlin 2034 bis 37. Sie liegen jeweils an Kreuzungspunkten zwischen dem S-Bahn-Ring und den großen Ausfallstraßen Berlins. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Themen und Suchräume: Vier Gebiete im Fokus der IBA
Die IBA konzentriert sich auf Kreuzungspunkte zwischen dem Ring und den großen Ausfallstraßen. Deshalb dienen vier Suchräume als Beispiele: der Südwesten rund um die ehemalige Stadtautobahn A104, der Südosten entlang der Sonnenallee, der Nordosten an der Frankfurter Allee sowie der Nordwesten mit der Panke als grünem Freiraumband. Diese Gebiete sind allerdings noch keine festgelegten IBA-Standorte. Vielmehr handelt es sich um Untersuchungsräume.
Inhaltlich sollen sich die Projekte an mehreren Themen orientieren. Dazu gehören Klimaanpassung, bezahlbarer Wohnraum sowie eine aktive Umbaukultur. Auch die Mobilitätswende spielt eine wichtige Rolle. Bis zur eigentlichen Durchführung zwischen 2034 und 2037 steht nun jedoch zunächst ein mehrjähriger Vorbereitungsprozess an. Organisatorisch begleiten soll ihn eine neu gegründete IBA GmbH.
Alte Feuerwache, Flughafens Tempelhof
Quellen: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
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2 Kommentare
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Ich fände es ja weiterhin gut, wenn die wiederaufgebaute, 2034 fertggestellte Bauakademie ein wichtiger Nukleus der IBA sein würde.
Dem schließe ich mich an.