Das Atelierhaus in der Kreuzberger Fichtestraße 3 bleibt der Berliner Kunstszene erhalten. Die Kulturraum Berlin gGmbH konnte den Mietvertrag verlängern und sichert damit die Arbeitsräume für sechs Künstlerinnen und Künstler.
© Titelbild: Wikimedia Commons, Jörg Zägel, CC BY-SA 3.0
Die Kulturraum Berlin gGmbH konnte den Mietvertrag für das Atelierhaus in der Kreuzberger Fichtestraße 3 verlängern. Der Standort ist seit Anfang 2013 Teil des Arbeitsraumprogramms des Landes Berlin und galt als gesichert bis Ende 2025. Nun konnten sich Eigentümer und Kulturraum Berlin auf eine Verlängerung bis Ende 2026 verständigen, sodass der Atelierbetrieb ohne Unterbrechung weiterläuft. Auf insgesamt 400 Quadratmetern arbeiten dort sechs Künstlerinnen und Künstler der Bildenden Künste.
Die Sicherung dieser Fläche ist ein positives Signal für die Freie Szene in Berlin, die seit Jahren mit großen Herausforderungen zu kämpfen hat. Gerade in einer Stadt wie Berlin, in der der Druck auf Immobilien stetig steigt, stellt die Möglichkeit zur Weiterarbeit in etablierten Räumen eine wichtige Grundlage für künstlerisches Schaffen dar.
Vertragsverlängerung für Atelierräume: Knappheit an bezahlbaren Ateliers und begrenzte Mittel in Berlin
Berlin erlebt seit Jahren einen erheblichen Nachfrageüberhang nach bezahlbaren Ateliers, während die Zahl der geeigneten Flächen stagniert. Neue Räume können aufgrund begrenzter Haushaltsmittel derzeit nicht akquiriert und auch nicht zu vergünstigten Konditionen zur Verfügung gestellt werden.
Deshalb kommt der Bestandssicherung eine besondere Rolle zu. Mit der Einigung in der Fichtestraße wurde ein Beispiel gesetzt, wie trotz schwieriger Rahmenbedingungen bestehende Orte für die Kunst erhalten werden können. Nach Angaben der KRB zeigt die Verlängerung, dass Kompromisse zwischen Eigentümern und gemeinnützigen Trägern möglich sind, wenn der Wille vorhanden ist.
Zukunft der Ateliers in Kreuzberg: Fichtestraße 3 soll langfristig gesichert werden
Die Kulturraum Berlin gGmbH setzt sich über das aktuelle Vertragsende hinaus für die dauerhafte Sicherung des Standortes ein. Ihr Ziel ist es, die Fichtestraße 3 als festen Bestandteil des Arbeitsraumprogramms zu erhalten. Langfristige Stabilität sei notwendig, um künstlerisches Arbeiten planbar zu machen und die Freie Szene in Berlin zu stärken.
Gerade in unsicheren Zeiten für die Bildenden Künste könne die dauerhafte Verfügbarkeit von Ateliers als stabile Basis wirken. Künstlerinnen und Künstler seien auf solche Strukturen angewiesen, da kreative Arbeit häufig mit unsicheren Einkommensverhältnissen verbunden sei. Die Debatte um die Zukunft solcher Standorte gewinnt daher über Kreuzberg hinaus an Bedeutung.
Einschätzung der KRB-Geschäftsführung: Sicherheit von Räumen als Grundlage der Arbeit
KRB-Geschäftsführer Dirk Förster betonte, dass die gesamte Freie Szene auf sicheren Räumen basiere. Nach seiner Darstellung setze sich das Team der KRB täglich dafür ein, Orte wie die Fichtestraße zu sichern und damit die Arbeitsgrundlage für viele Kunstschaffende zu erhalten. Der Weiterbetrieb sei nicht nur für die betroffenen Künstlerinnen und Künstler ein gutes Ergebnis, sondern auch für die Kunstlandschaft Berlins insgesamt.
Förster dankte in diesem Zusammenhang dem Eigentümer, der Hausverwaltung sowie den Partnern der KRB für die Zusammenarbeit. Die Sicherung sei nur durch die gemeinsame Anstrengung aller Beteiligten möglich geworden. Sie verdeutliche, dass die Stärkung der kulturellen Infrastruktur in Berlin nur dann gelinge, wenn öffentliche Institutionen und private Akteure zusammenarbeiten.
Quellen: Kulturraum Berlin
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