ASML erweitert seinen Campus in Britz. An der Waldkraiburger Straße entsteht bis 2028 ein neuer Komplex für Produktion, Logistik und Büros.

Die Bautafel an der Waldkraiburger Straße zeigt den geplanten neuen ASML-Gebäudekomplex in Britz mit Produktions-, Logistik- und Büroflächen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
In Britz verändert sich das ASML-Gelände an der Waldkraiburger Straße derzeit deutlich. Wo vor wenigen Monaten der Grundstein für den nächsten Ausbau des Berliner Standorts gelegt wurde, reicht inzwischen eine große Baugrube tief in das Grundstück. Ein Baukran überragt das Areal, während zwischen Spundwänden, Schalungen und Bewehrungen am neuen Gebäudekomplex gearbeitet wird. ASML baut seinen Berliner Campus damit erneut deutlich aus.
- Bezirk: Neukölln
- Adresse: Waldkraiburger Straße 5, 12347 Berlin
- Projektstatus: Im Bau
- Geplante Fertigstellung: 2028
Der Ausbau folgt auf mehrere Investitionen, mit denen ASML seinen Berliner Standort Schritt für Schritt erweitert hat. Inzwischen lässt sich an der Waldkraiburger Straße deutlich erkennen, wie weit das Vorhaben vorangekommen ist. Entlang der Straße schirmt ein geschlossener Bauzaun das Grundstück ab. Dahinter liegt eine langgestreckte Baugrube, in der bereits umfangreiche Beton- und Bewehrungsarbeiten laufen.
ASML in Britz: Rund 26.000 Quadratmeter für Produktion und Logistik
Nach Angaben der Berliner Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey umfasst der neue Hightech-Komplex rund 26.000 Quadratmeter. Vorgesehen sind Flächen für Produktion und Logistik sowie Büros und Aufenthaltsbereiche für die Beschäftigten. Die Fertigstellung ist für 2028 vorgesehen.
Vor Ort lässt sich die Dimension des Projekts inzwischen deutlich erfassen. Die Baugrube nimmt einen großen Teil des Grundstücks ein. Hohe Spundwände sichern die Seiten, im Inneren stehen Gerüste, Schalungselemente und Bewehrungsstahl bereit. Von der Waldkraiburger Straße aus fällt außerdem der große Hochbaukran ins Auge. Am Bauzaun weist HOCHTIEF auf die laufenden Arbeiten hin. Auf der Bautafel werden neben dem Bauherrn ASML auch pde Integrale Planung und Buro Happold als beteiligte Fachplaner sowie Läutzins Architekten genannt.

Ein großer Baukran prägt derzeit den ASML-Standort an der Waldkraiburger Straße in Britz, wo der Konzern seine Produktionskapazitäten erweitert. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Britz spielt eine zentrale Rolle in der weltweiten ASML-Produktion
Der Neubau ergänzt einen Standort, den ASML schon seit Jahren erweitert. Das Areal gehörte ursprünglich zum Berliner Traditionsunternehmen Berliner Glas. Der niederländische Technologiekonzern übernahm Berliner Glas 2020 und integrierte das Unternehmen anschließend in den eigenen Konzern. ASML selbst nennt heute mehr als 1.700 Beschäftigte am Berliner Standort.
In Britz entstehen keine Mikrochips. Der Standort liefert vielmehr hochpräzise Bauteile für jene Lithografiesysteme, mit denen Chiphersteller ihre Halbleiter produzieren. ASML entwickelt und fertigt in Berlin unter anderem Wafertafeln, Wafer-Clamps, Reticle Chucks und Mirror Blocks. Mehr als 1.300 Beschäftigte arbeiten laut Unternehmen allein in der Fertigung.
ASML-Campus in Britz wächst bis 2028 weiter
ASML stärkt aber nicht nur die Produktion in Britz, sondern auch Forschung und Entwicklung. Das Unternehmen bezeichnet Berlin als Kompetenzstandort für optische Fertigung und hochpräzise Produktion. Die hier entwickelten und gefertigten Schlüsselkomponenten fließen in die Lithografiesysteme des Konzerns ein.
An der Waldkraiburger Straße dürfte das Baugeschehen noch längere Zeit zum Straßenbild gehören. Die Fertigstellung ist für 2028 geplant. Mit dem Neubau setzt ASML die schrittweise Verdichtung seines langjährigen Produktionsstandorts in Britz fort und entwickelt den technisch spezialisierten Industriecampus weiter.
ASML Berlin – neuer Gebäudekomplex
Quellen: ASML, Tagesspiegel, pde Integrale Planung, GKK Projektmanagement
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