Am Anna-Lindh-Haus am Hauptbahnhof in Berlin-Mitte ist die Fassade weitgehend verglast. Der Neubau in der Europacity soll 2027 fertig werden und eine der letzten Baulücken nördlich des Hauptbahnhofs schließen.

Die Visualisierung zeigt das Anna-Lindh-Haus am Europaplatz in Berlin-Mitte mit transparenter Glasfassade und geplanter Aufenthaltsfläche in der Europacity nahe dem Hauptbahnhof. / © Visualisierung: CA Immo
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
Am Anna-Lindh-Haus am Hauptbahnhof schreiten die Bauarbeiten sichtbar voran. Die Fassade des Bürogebäudes ist inzwischen fast vollständig verglast. Nur das Erdgeschoss bleibt noch deutlich im Bauzustand. Damit nähert sich der Neubau in der Europacity dem äußeren Erscheinungsbild an, das die Visualisierungen bereits vorgegeben hatten.
- Bezirk: Mitte
- Adresse: Jean-Monnet-Straße 10, 10557 Berlin
- Nutzung: Büroflächen, Lobby, Café, Dachterrassen
- Status: vollständig vermietet
- Geplanter Bezug: erste Jahreshälfte 2027
Das Bautempo am Anna-Lindh-Haus hat noch einmal deutlich an Fahrt aufgenommen. Auf der Baustelle sind weiterhin Baugeräte, Gerüste und Absperrungen sichtbar. Gleichzeitig lässt sich die spätere Struktur des Gebäudes klar erkennen. Die regelmäßige Rasterfassade aus Glas und hellen Fassadenelementen prägt nun die Ansicht am Europaplatz.

Die lange Gebäudefront des Anna-Lindh-Hauses verdeutlicht den sichtbaren Baufortschritt des Büro-Neubaus in der Europacity. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Das Anna-Lindh-Haus am Europaplatz in Berlin-Mitte zeigt eine inzwischen nahezu vollständig verglaste Fassade; die Bauarbeiten am Büro-Neubau in der Europacity laufen weiter. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Neubau am Hauptbahnhof: Fassade prägt Anna-Lindh-Haus in Mitte
Das Büroprojekt entsteht unmittelbar neben dem Berliner Hauptbahnhof und dem KPMG-Gebäude. CA Immo entwickelt den Neubau als weiteren Baustein der Europacity. Das Gebäude ergänzt die städtebauliche Kante am Bahnhofsvorplatz und bindet den Bereich stärker an die Quartiersentwicklung nördlich des Hauptbahnhofs an.
Das Anna-Lindh-Haus entsteht in Holzhybridbauweise. Die Untergeschosse und Gebäudekerne bestehen aus Stahlbeton. Bei Stützen, Trägern und Decken kommen Holzelemente und Holzverbunddecken zum Einsatz. Nach Angaben der Projektbeteiligten soll diese Bauweise die CO₂-Emissionen in der Bauphase im Vergleich zu konventionellen Bauweisen deutlich senken.
Die Lage stellt hohe technische Anforderungen. Unter dem Grundstück für das Anna-Lindh-Haus verlaufen Tunnel von U-Bahn und Fernverkehr. Deshalb müssen die Bauabläufe genau koordiniert werden, um Erschütterungen zu vermeiden und die bestehende Verkehrsinfrastruktur nicht zu beeinträchtigen. Für den Rohbau wurde WOLFF & MÜLLER beauftragt.

Das Anna-Lindh-Haus zeigt eine weitgehend fertiggestellte Glasfassade, während die Arbeiten im Erdgeschoss des Neubaus weiterlaufen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Die Baustelle des Anna-Lindh-Hauses am Europaplatz zeigt deutliche Fortschritte, während die Glasfassade den Neubau in der Europacity inzwischen fast vollständig umschließt. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Anna-Lindh-Haus: Vollvermietung vor Fertigstellung erreicht
Noch vor der Fertigstellung meldete CA Immo die Vollvermietung des Büroprojekts. Die langfristig vergebenen Flächen umfassen rund 16.700 Quadratmeter. Die künftigen Nutzer stammen nach Unternehmensangaben unter anderem aus der Technologie- und Energieinfrastrukturbranche. Der Einzug ist für die erste Jahreshälfte 2027 vorgesehen.
Neben Büroflächen sind eine Lobby mit Café sowie Dachterrassen geplant. Der Entwurf stammt vom dänischen Architekturbüro Dorte Mandrup. Der Name des Gebäudes erinnert an die schwedische Politikerin Anna Lindh, die 2003 nach einem Attentat starb und sich für ein vereintes Europa engagierte.
Anna-Lindh-Haus
Quellen: CA Immo, WOLFF & MÜLLER, Dorte Mandrup, Buro Happold
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Typischer Fall von Rendering-Beschiss….frei nach dem Motto: schön wär’s gewesen, hätte man die Visualisierung gebaut