In Berlin-Spandau hat der Bau der Rhenaniabrücke offiziell begonnen. Die neue Querung soll die Insel Gartenfeld künftig an das Straßennetz anbinden und gilt als zentrale Voraussetzung für die Entwicklung des neuen Wohnquartiers.

Die neue Brücke über den Alten Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal soll ein wichtiger Teil der Anbindung an das Spandauer Neubauquartier werden. / © Visualisierung: KRP Architektur / Büro Happold
© Titelbild: HOWOGE / Gernot Schulz Architektur GmbH
Mit dem ersten Spatenstich hat in Berlin der Bau der Rhenaniabrücke begonnen. Das Bauwerk entsteht im Bezirk Spandau über den Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal und soll künftig die Insel Gartenfeld erschließen. Die Brücke ist ein zentrales Infrastrukturvorhaben im Rahmen der Entwicklung des Quartiers „Das Neue Gartenfeld“, das perspektivisch mehrere tausend neue Wohnungen vorsieht.
Die Planung der Brücke folgt dem Berliner Modell der kooperativen Baulandentwicklung. Bereits 2018 wurde der städtebauliche Vertrag geschlossen, seitdem wurden die infrastrukturellen Voraussetzungen schrittweise konkretisiert. Nach mehreren Abstimmungs- und Planungsphasen ist die Bauausführung nun in Gang gesetzt worden.
Rhenaniabrücke: Infrastruktur für ein wachsendes Wohnquartier
Die Rhenaniabrücke soll künftig nicht nur den motorisierten Verkehr für den öffentlichen Nahverkehr aufnehmen, sondern auch sichere Wege für Radfahrende und Fußgänger schaffen. Geplant ist eine Einfeld-Trogbrücke in Stahlverbundbauweise mit einer Gesamtlänge von rund 47 Metern. Die Verkehrsflächen werden getrennt geführt und auf eine gemischte Nutzung ausgerichtet.
Im Fokus steht die Anbindung des entstehenden Wohngebiets „Das Neue Gartenfeld“, das langfristig bis zu 10.000 Menschen Wohnraum bieten soll. Die Brücke gilt dabei als eine der zentralen Voraussetzungen für die verkehrliche Erschließung der Insel, da die bestehende Busanbindung als nicht ausreichend bewertet wird.

Ein Blick auf die Baustelle zu Jahresbeginn zeigt: das Quartier „Das Neue Gartenfeld“ in Spandau wächst rasant. Für das Großprojekt ist die Anbindung entscheidend. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Brücke für die Insel Gartenfeld: Abstimmung zwischen Senat und Projektpartnern
Das Projekt ist Ergebnis einer Zusammenarbeit mehrerer Akteure, darunter die Senatsverwaltungen für Stadtentwicklung sowie für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt. Auch landeseigene Wohnungsbaugesellschaften wie HOWOGE und GEWOBAG sind im Gesamtprojekt des Quartiers beteiligt, insbesondere im Wohnungs- und Schulbau.
Die Planung wurde zudem von der Planungsgemeinschaft und verschiedenen Architektur- und Ingenieurbüros wie Gernot Schulz Architektur GmbH sowie KRP Architektur begleitet. Auch ökologische Anforderungen spielen aufgrund der Lage am Rohrbruchteich und den umliegenden Wiesen eine Rolle in der Bauausführung.
Quellen: Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, KRP Architektur / Büro Happold, UTB Projektmanagement, Bezirksamt Spandau, Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, Planungsgemeinschaft „Das-Neue-Gartenfeld“ GmbH & Co. KG / Studio Duplex GmbH, HOWOGE, Gernot Schulz Architektur GmbH
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