Während Schloss Bellevue saniert wird, arbeitet der Bundespräsident vorübergehend am Spreebogen. Nun wurde der neue Bundesbau offiziell an Frank-Walter Steinmeier übergeben.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nimmt den symbolischen Schlüssel für den neuen Amtssitz am Spreebogen entgegen.

BImA-Vorstandssprecher Alexander von Erdély übergibt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den symbolischen Schlüssel für den neuen Standort am Spreebogen. / © Foto: BImA

© Titelbild: BBR

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Seit Anfang Juli weht die Standarte des Bundespräsidenten über dem neuen Bürogebäude an der Elisabeth-Abegg-Straße. Nun ist der temporäre Amtssitz von Frank-Walter Steinmeier auch offiziell übergeben worden: BImA-Vorstandssprecher Alexander von Erdély überreichte dem Bundespräsidenten am Montag den symbolischen Schlüssel für den Neubau am Spreebogen.

Das Bundespräsidialamt nutzt das Gebäude während der mehrjährigen Sanierung von Schloss Bellevue und des Verwaltungsgebäudes. Der Neubau ist damit zugleich der erste bezogene Standort des Bundes für die künftig hier vorgesehenen Nutzer. Nach Abschluss der Arbeiten am Amtssitz im Tiergarten soll das Gebäude von anderen Bundesbehörden genutzt werden.

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Elisabeth-Abegg-Straße: Neuer Holz-Hybridbau für Bundesnutzer

Entstanden ist der Neubau auf einem rund 4.000 Quadratmeter großen bundeseigenen Grundstück am Moabiter Werder in Berlin-Mitte, unweit des Parlaments- und Regierungsviertels. Für den Entwurf zeichnet das Berliner Architekturbüro Sauerbruch Hutton verantwortlich. Auffällig ist vor allem die farbintensive Fassadengestaltung, die mit einer ressourcenschonenden Bauweise verbunden wird.

Das Gebäude wurde als Holz-Hybridkonstruktion errichtet. Auf einem massiven Sockel aus Stahlbeton wurden 382 vorgefertigte Holzmodule montiert. Die industrielle Vorfertigung sollte eine vergleichsweise kurze Bauzeit ermöglichen. Gleichzeitig erfüllt der Neubau den Standard eines Energieeffizienzgebäudes Bund 40. Nach Angaben der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) liegt der Energieverbrauch damit 60 Prozent unter den gesetzlichen Vorgaben. Zur Energieversorgung tragen unter anderem Photovoltaikanlagen und Fernwärme bei.

Visualisierung des neuen temporären Amtssitzes des Bundespräsidenten am Spreebogen mit seiner markanten farbigen Keramikfassade.

Visualisierung: Der von Sauerbruch Hutton entworfene Neubau dient während der Sanierung von Schloss Bellevue als Ersatzstandort. / © Visualisierung: Sauerbruch Hutton Architekten

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Hohe Sicherheitsstandards und funktionale Büroflächen

Bei der Planung musste der Bund unterschiedliche Anforderungen miteinander verbinden: Neben einer repräsentativen Gestaltung waren hohe Sicherheitsstandards und funktionale Büroflächen gefragt. Auch der zeitliche Rahmen für die Fertigstellung war eng gesetzt.

Mit dem vorübergehenden Einzug des Bundespräsidialamtes erhält der Neubau nun zunächst eine besondere Nutzung. Dauerhaft ist der Standort jedoch nicht als neuer Amtssitz des Bundespräsidenten vorgesehen. Sobald Schloss Bellevue und die Verwaltungsgebäude saniert sind, soll der Bundespräsident wieder in den Tiergarten zurückkehren.

Die Übergabe des Gebäudes fällt damit in eine Phase, in der sich der Standort des Bundespräsidenten in Berlin grundlegend verändert. Während Schloss Bellevue technisch, energetisch und baulich erneuert wird, dient der Neubau am Spreebogen als funktionaler Zwischenstandort – und wird anschließend Teil des Berliner Immobilienbestands des Bundes.

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Ersatzneubau am Spreebogen
Schloss Bellevue

Quellen: Henn, Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, BundesImmobilien, Bundespräsident, Berliner Landeszentrale für politische Bildung, rbb, Sauerbruch Hutton

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