Mit den „Karlsgärten“ entwickelt CA Immo ein großflächiges Büroprojekt in zentraler Berliner Lage zwischen Potsdamer Platz und Gleisdreieckpark. Der Komplex soll revitalisierte Bestandsbauten mit neuen Büroflächen und flexiblen Nutzungskonzepten verbinden. Beim Besuch auf der Baustelle zeigt sich, wie herausfordernd das Großprojekt ist.

Ambitioniertes Vorhaben: Zwischen Potsdamer Platz und Gleisdreieck entsteht mit den „Karlsgärten“ ein neues Büroensemble mit mehr als 11.000 Quadratmetern Fläche. Das Projekt setzt auf die Verbindung aus Bestandserhalt, Neubau und moderner Arbeitswelt. / © Visualisierung: CA Immo
© Foto Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
Zwischen Potsdamer Platz und Gleisdreieck entsteht derzeit eines der größten Büroprojekte der Berliner Innenstadt. Mit den „Karlsgärten“ entwickelt das Unternehmen CA Immo ein Ensemble, das Bestandsgebäude und Neubau miteinander verbindet, auf mehr als 11.000 Quadratmetern Bürofläche.
- Projekt: „Karlsgärten“
- Standort: Am Karlsbad, Berlin-Tiergarten
- Entwickler: CA Immo
- Nutzung: Büro- und Gewerbeflächen
- Gesamtfläche: rund 11.300 Quadratmeter
- Besonderheit: Kombination aus Revitalisierung und Neubau
- Fertigstellung: geplant bis 2027
Direkt am Park am Gleisdreieck entsteht damit ein Büroensemble, das auf Nachverdichtung, flexible Flächenkonzepte und die Modernisierung bestehender Strukturen setzt. Während Teile des bestehenden Gebäudes erhalten und umfassend revitalisiert werden, ergänzt ein Neubau das Quartier.
„Karlsgärten“ in Berlin-Tiergarten: Bestandsnutzung und Neubau in Kombination
Das Projekt umfasst sieben Geschosse sowie eine Tiefgarage. Pro Etage sind ein bis zwei Mieteinheiten vorgesehen, wodurch sowohl kleinere Unternehmen als auch größere Nutzer einziehen könnten. Ziel ist ein flexibles Nutzungskonzept in zentraler Lage.
Gleichzeitig steht das Vorhaben exemplarisch für einen Wandel vieler Büroprojekte in Berlin. Statt reiner Neubauten setzen Entwickler zunehmend auf die Verbindung aus Bestandserhalt, energetischer Modernisierung und zusätzlicher Verdichtung.
Holzhybrid-Bauweise und Photovoltaik prägen das Nachhaltigkeitskonzept der „Karlsgärten“
Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist der Fokus auf Nachhaltigkeit. Nach Angaben der Projektverantwortlichen entsteht das Gebäude in Holzhybrid-Bauweise, zudem sollen rund 30 Prozent der Dachflächen mit Photovoltaikanlagen ausgestattet werden.
Der angestrebte Energieverbrauch liegt bei etwa 70 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr. Auch das Mobilitätskonzept orientiert sich an nachhaltigen Standards. Vorgesehen sind 115 Fahrradstellplätze, etwa die Hälfte davon mit Ladepunkten für E-Bikes, sowie 60 Tiefgaragenplätze mit vorbereiteter Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge.
Berlin-Mitte: Dachterrasse, Balkone und begrünter Innenhof sollen Aufenthaltsqualität erhöhen
Digitale Gebäudesysteme sollen Energieverbrauch und Effizienz kontinuierlich analysieren und optimieren. Damit reagiert das Projekt auf die steigenden Anforderungen an ESG-konforme Büroimmobilien.
Neben der technischen Ausstattung hebt CA Immo vor allem die Qualität der Arbeitsumgebung hervor. Geplant sind private Balkone auf sämtlichen Etagen, eine rund 275 Quadratmeter große Dachterrasse sowie ein begrünter Innenhof. Im Zentrum des Hofes soll eine bestehende, geschützte Eiche erhalten bleiben.
„Karlsgärten“ sollen bis 2027 fertig werden: Potsdamer Platz bleibt im Wandel
Der Bereich rund um den Potsdamer Platz verändert sich seit Jahren weiter. Neue Büroprojekte, Umgestaltungen öffentlicher Räume und zusätzliche Grün- und Aufenthaltsflächen sollen das Quartier stärker öffnen und urbaner wirken lassen.
Mit den „Karlsgärten“ entsteht nun ein weiteres Großprojekt, das diesen Wandel sichtbar macht, zwischen klassischem Bürostandort, nachhaltiger Revitalisierung und neuer Verdichtung im Zentrum Berlins. Bis zum kommenden Jahr wollen die Bauherren fertig sein.
Ein Besuch auf der Baustelle zeigt den Baufortschritt und viel Aktivität – aber auch, dass noch eine Menge Arbeit vor den Projektverantwortlichen liegt, wenn der ambitionierte Zeitplan gehalten werden soll.
Quellen: CA Immo, Karlsgärten.de, Architektur Urbanistik Berlin, Graft Architects
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