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In Hamburg soll bis 2028 ein neues Hotel der skandinavischen Marke Scandic in zentraler Lage am Hauptbahnhof entstehen. Das Projekt ist Teil eines größeren Stadtquartiers und steht für die Umnutzung historischer Bausubstanz im Wettbewerb um Gäste aus Geschäfts- und Freizeitreisen.

Junior Suite Scandic Hotel Hamburg

In Hamburg ist die Marke Scandic bereits präsent, unter anderem mit dem Hotel „Scandic Hamburg Emporio“ nahe den Wallanlagen. / © Foto: Scandic

© Visualisierung Titelbild: Scandic
© Foto: Scandic

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Am Hamburger Hauptbahnhof plant die Scandic Hotels Group gemeinsam mit der B&L Gruppe ein neues Hotel mit bis zu 328 Zimmern. Das Haus soll im neuen Stadtquartier „StadtKontor“ in St. Georg entstehen und Teil eines umfassenden Umbaus des Areals werden, bei dem Büros, Restaurants, Veranstaltungsräume und Übernachtungsangebote miteinander verzahnt werden.

Das Projekt liegt in unmittelbarer Nähe zum zentralen Verkehrsknotenpunkt der Stadt. Von hier aus sind Bus, U-Bahn und S-Bahn sowie Fernverkehrszüge leicht zu erreichen, was die Lage sowohl für Geschäfts- als auch Freizeitreisende attraktiv machen soll. Die Planungen sehen vor, dass bis 2028 gebaut und das Hotel eröffnet wird.

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Kontorhaus am Hauptbahnhof: Umnutzung historischer Bausubstanz bis 2028

Das neue Scandic-Hotel wird in einem denkmalgeschützten Kontorhaus von 1906 errichtet, das im Zuge der Quartiersentwicklung revitalisiert wird. Die Projektpartner betonen, dass die Sanierung neben der Erhaltung der historischen Bausubstanz auf Energieeffizienz und nachhaltige Nutzung abzielt. Die Weiterverwendung vorhandener Strukturen und eine energetische Sanierung der Gebäudehülle sollen den Ressourcenverbrauch senken und eine moderne Nutzung der Flächen ermöglichen.

Thorsten Testorp, CEO der B&L Gruppe wertet das Vorhaben als einen wichtigen Schritt zur Umwandlung eines der größten Büroensembles der Innenstadt in ein lebendiges Stadtquartier. Durch die Mischung aus Arbeit, Aufenthalt und Übernachtung sollen neue Impulse für den Bereich rund um den Hauptbahnhof gesetzt werden.

Zwei neue Hotels für Hamburg – Kontorhaus Leder-Schüler vor Abriss

Für die skandinavische Hotelgruppe ist das neue Haus in Hamburg ein weiterer Baustein ihrer Deutschlandstrategie. Neben dem bereits seit 2008 betriebenen „Scandic Hamburg Emporio“ ist das Projekt das dritte Haus in der Hansestadt. Die Standortwahl in einem Bereich mit hoher Personenfrequenz sei bewusst getroffen worden, um Sichtbarkeit und Nutzungsmöglichkeiten zu erhöhen.

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Ein weiteres Hotel mit rund 430 Zimmern nahe dem Berliner Tor ist für 2030 vorgesehen. Doch bevor der Neubau starten kann, muss zunächst ein Stück Hamburger Baugeschichte weichen. Das frühere Kontorhaus der Firma Leder-Schüler in Hammerbrook, ein markanter Bau des Backstein-Expressionismus, soll im ersten Quartal dieses Jahres abgerissen werden. Ursprünglich war vorgesehen, das unter Denkmalschutz stehende Gebäude zu sanieren. Doch bei genaueren Untersuchungen traten derart schwere Bauschäden zutage, dass das Denkmalschutzamt bereits 2021 grünes Licht für den Abriss gab. Die Entscheidung sorgte bei vielen Beobachtern für Unverständnis, gilt aus Sicht der Fachleute jedoch als unausweichlich. Der Neubau soll Anfang 2026 beginnen.

„StadtKontor“: Bedeutung für Hamburger Innenstadtentwicklung

Das Projekt am Hauptbahnhof reiht sich in einen gesamten Entwicklungskontext ein, in dem bestehende innerstädtische Strukturen neu genutzt und miteinander verknüpft werden sollen. Die Quartiersentwicklung „StadtKontor“ versteht sich als Beispiel dafür, wie historisch gewachsene Bauten in aktuelle Stadtentwicklungsprozesse eingebunden werden können.

Mit Blick auf den Eröffnungstermin im Jahr 2028 wird deutlich, dass in den kommenden Jahren eine Reihe von Bau- und Umnutzungsprojekten in der Hamburger Innenstadt an Bedeutung gewinnt. Solche Vorhaben betreffen nicht nur die Hotellerie, sondern ebenso Büro-, Wohn- und Freizeitangebote, die zur Stärkung der Attraktivität zentraler Lagen beitragen sollen.

Visualisierung "StadtKontor"

Modernisierung des „Stadtkontor Hamburg“: Ziel ist es, eine der größten Büroimmobilien der Innenstadt energetisch zu sanieren und unter modernen ESG-Kriterien neu zu positionieren. / © Visualisierung: B&L Real Estate GmbH

Quellen: Scandic Hotels Group, Hamburg Invest, B&L Real Estate GmbH, Deutsches Architektur Forum, KPW Papay Warncke Vagt Architekten, Hamburgische Investitions- und Förderbank, Denkmalverein Hamburg

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