Neben dem fast fertiggestellten Estrel-Tower soll in Neukölln eine neue Eventhalle entstehen, die Berlins Kongress- und Veranstaltungslandschaft deutlich erweitern wird. Das Vorhaben will auf moderne Architektur, nachhaltige Bauweise und eine gute Anbindung setzen.

Estrel Tower kurz vor Fertigstellung, nebenan ein Flachbau im Rohbau, Kran im Hintergrund

In unmittelbarer Nachbarschaft des Estrel-Towers in Neukölln soll eine multifunktionale Kongresshalle entstehen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Visualisierung Titelbild: Estrel Hotel Betriebs GmbH

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Während am Estrel-Tower, dem künftigen höchsten Gebäude Berlins, die letzten Bauarbeiten laufen, werden die Pläne für ein weiteres Projekt des Hotel- und Kongresskomplexes zunehmend greifbar. Das Estrel will in unmittelbarer Nachbarschaft eine multifunktionale Eventhalle errichten, die Platz für bis zu 10.000 Besucher bieten soll. Zusammen mit dem bestehenden Hotel, dem Convention Center und dem Tower würde die Gesamtfläche des Ensembles auf mehr als 50.000 Quadratmeter wachsen.

Bis zu 25.000 Besucher in Neukölln: Ein neuer Baustein für den Kongressstandort Berlin

Das Projekt wird von dem Berliner Architekturbüro Barkow Leibinger geplant und soll die Hauptstadt als internationalen Tagungs- und Veranstaltungsort weiter stärken. Laut dem Estrel soll die Halle von Kongressen über Messen bis zu großen Konzerten unterschiedlichste Formate ermöglichen. Mit einer Gesamtzahl von bis zu 25.000 Besuchern auf dem Gelände könnte sich der Standort zu einem der wichtigsten Eventzentren Deutschlands entwickeln.

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Auch aus der Politik kommt Zustimmung. Franziska Giffey, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, bezeichnete die Pläne als wichtigen Beitrag zur Berliner Kongresslandschaft. In einer Stellungnahme betonte sie, dass die Stadt zusätzliche Kapazitäten dringend benötige, wie auch eine aktuelle Kongressstudie gezeigt habe.

Estrel plant multifunktionale Kongresshalle: Nachhaltigkeit und moderne Architektur im Fokus

Ein zentrales Element des Projekts soll die Nachhaltigkeit sein. Bereits für den Estrel-Tower wird die höchste Zertifizierungsstufe Platin im internationalen Nachhaltigkeitsstandard LEED angestrebt. Auch für die Halle sind nun umweltfreundliche Maßnahmen vorgesehen. Dazu gehören eine Photovoltaikanlage sowie begrünte Dächer, die zur Verbesserung des Stadtklimas beitragen sollen.

Die Verantwortlichen setzen laut eigenen Angaben auf innovative Bau- und Architekturtechniken, die eine effiziente Nutzung der Halle ermöglichen. Damit soll nicht nur der ökologische Fußabdruck reduziert, sondern auch die Flexibilität für verschiedenste Veranstaltungsformate maximiert werden.

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Estrel-Halle in Neukölln soll zwischen 2028 und 2029 eröffnen

Das Estrel-Ensemble betont dabei seine günstige Lage im Berliner Süden. Die S-Bahn-Station Sonnenallee befindet sich in direkter Nähe und eine neu eröffnete Autobahnauffahrt sorgt für eine schnelle Anbindung an das überregionale Straßennetz. Der Flughafen BER ist in nur rund 15 Minuten erreichbar, was für internationale Kongresse und Messen von Bedeutung ist.

Die Bauherren wollen die Genehmigung bereits im kommenden Jahr einholen, die Eröffnung der Halle ist für 2028 oder 2029 vorgesehen.

Berlin als Kongressstandort: Weitere Projekte in Tempelhof und Charlottenburg in Planung

Das Estrel-Projekt steht nicht allein. Parallel plant die Messe Berlin den Abriss von Halle 9 und den Bau einer neuen multifunktionalen Kongresshalle ab 2026. Auch der Investor Reinhard Müller hat kürzlich einen Vorschlag eingebracht: Auf dem Vorfeld des ehemaligen Flughafens Tempelhof könnte eine teilweise im Boden versenkte Halle entstehen, die bis zu 10.000 Besuchenden Platz bietet. Müller argumentiert, dass Berlin seit der Schließung des ICC vor zehn Jahren im internationalen Wettbewerb zurückgefallen sei. Politik und Verwaltung reagieren vorsichtig positiv, weitere Prüfungen stehen jedoch noch aus.

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Mit diesen Projekten könnte Berlin in den kommenden Jahren gleich mehrere neue Flächen für Kongresse und Events schaffen. Angesichts der wachsenden internationalen Konkurrenz und steigender Teilnehmerzahlen sehen Verantwortliche darin einen entscheidenden Schritt, um die Hauptstadt als Kongressmetropole zu positionieren. Inwieweit dies gelingt, werden jedoch erst die kommenden Jahre zeigen.

Quellen: Estrel Hotel Betriebs GmbH, EUREF AG, Berliner Morgenpost, Messe Berlin, Tempelhof Projekt GmbH, visitBerlin, RBB, Tagesspiegel

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