Die Baustelle in der Altstadt Köpenick dauert länger. Die Straßenbahn soll erst im Frühjahr 2028 wieder regulär durch das Zentrum fahren.

Eine lange Gleistrasse in der Altstadt Köpenick ist geöffnet und mit Betonträgern vorbereitet, daneben stehen Bauzäune und Maschinen.

Baustelle Altstadt Köpenick: Die neue Straßenbahninfrastruktur entsteht abschnittsweise im bestehenden Straßenraum. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT

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Die Altstadt Köpenick bleibt noch länger eine Großbaustelle als bisher geplant. Für Anwohner, Gewerbetreibende und vor allem Fahrgäste bedeutet das weitere Monate mit Umleitungen und Ersatzverkehr. Dabei ist die aktuelle Baustelle nur eines von mehreren großen Verkehrsprojekten, die Köpenick noch über Jahre beschäftigen werden.

  • Bezirk: Treptow-Köpenick
  • Bereich: Alt-Köpenick, Lindenstraße, Kirchstraße und Kietzer Straße
  • Projektstatus: Im Bau
  • Baubeginn: Februar 2025
  • Neue Fertigstellung: Frühjahr 2028

Seit Februar 2025 erneuern die BVG und die Berliner Wasserbetriebe große Teile der Infrastruktur in der Altstadt. Im Juni zeigte ein Baustellen-Update, welche Arbeiten bis dahin noch vorgesehen waren. Anfang Juli rückte zudem die Verlegung der Straßenbahnhaltestelle Freiheit zum Schüßlerplatz in den Mittelpunkt. Nun hat die BVG ihren Zeitplan angepasst: Nach aktuellem Stand soll das Gesamtprojekt erst im Frühjahr 2028 fertig werden.

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Altstadt Köpenick: Winter und Abwasserleitung verzögern die Arbeiten

Als einen Grund nennt die BVG den langen und strengen Winter. Bei Frost konnten Erd-, Asphalt- und Betonarbeiten zeitweise nicht oder nur eingeschränkt ausgeführt werden. Hinzu kommt die enge Abstimmung verschiedener Arbeiten auf kleinem Raum. Gleisbau und Arbeiten an den unterirdischen Netzen hängen in mehreren Abschnitten unmittelbar voneinander ab.

Die Berliner Wasserbetriebe erneuern neben rund 1,2 Kilometern Trinkwasserleitung auch Regen- und Schmutzwasserkanäle. Nach Angaben des Unternehmens stellte sich während der Arbeiten heraus, dass die Schmutzwasserkanäle mehr Abwasser führen als zuvor berechnet. Deshalb wurde eine oberirdische Interimsleitung mit einem Innendurchmesser von 40 Zentimetern notwendig.

Entlang der Straße in Richtung Altstadt Köpenick stehen Bauzäune an den Straßenbahngleisen, im Hintergrund ist die Kirche der Altstadt zu sehen.

Altstadt Köpenick: Die Baustelle bleibt bis 2027 sichtbar, bis Gleise, Haltestellen und Leitungen erneuert sind./ © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

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Straßenbahn durch Köpenick bleibt bis 2028 unterbrochen

Ihr Aufbau soll, so heißt es, den Gesamtbauablauf um bis zu sechs Monate verlängern. Die Leitung soll rund zwei Monate genutzt werden; für den späteren Rückbau sind etwa sechs Wochen vorgesehen. Parallel dazu können allerdings bereits weitere Sanierungsarbeiten laufen.

Für Fahrgäste der BVG wiegt die Verschiebung besonders schwer. Die Straßenbahn kann weiterhin nicht regulär durch die Altstadt fahren. Stattdessen verbindet der Schienenersatzverkehr unter anderem den Bereich Schlossplatz mit dem S-Bahnhof Köpenick. Von den Einschränkungen sind mehrere Tramlinien betroffen. Aktuelle Baustellenpläne führen die Linien 27, 61, 62, 63, 67 und 68 im Zusammenhang mit der Baustelle Altstadt Köpenick.

Neue Haltestellen und rund zwei Kilometer neue Straßenbahngleise

Dabei sind einzelne Teile der Altstadt Köpenick bereits fertig. Seit Mai 2026 fährt der Ersatzverkehr wieder über Freiheit, Lüderstraße, Müggelheimer Straße und Alt-Köpenick. Auch die neue Haltestelle Bahnhofstraße/Lindenstraße ist baulich fertig. Straßenbahnen bedienen sie wegen der weiterhin unterbrochenen Strecke jedoch noch nicht regulär.

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Das Gesamtprojekt geht weit über eine Reparatur einzelner Gleise hinaus. Auf rund zwei Kilometern erneuert die BVG die Straßenbahninfrastruktur. Gleichzeitig entstehen barrierefreie Haltestellen am Rathaus Köpenick, an der Bahnhofstraße/Lindenstraße und am Schüßlerplatz. Die bisherige Haltestelle Freiheit wird zum Schüßlerplatz verlegt.

Die Baustelle am Schüßlerplatz in der Altstadt Köpenick zeigt Bauzäune, Bäume und gelagertes Baumaterial im Straßenraum.

Am Schüßlerplatz in der Altstadt Köpenick bleiben Bauzäune und Materiallager sichtbar. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Nach der Altstadt Köpenick folgt die Lange Brücke

Auch mit dem Ende der aktuellen Baustelle kehrt nicht dauerhaft Ruhe ein. Ab 2030 ist nach derzeitiger Planung der Ersatzneubau der Langen Brücke vorgesehen – mit  rund vierjährigen Bauphase und entsprechenden Einschränkungen auch bei der BVG. Der Baubeginn 2030 steht allerdings noch unter dem Vorbehalt des weiteren Planungs- und Genehmigungsverfahrens.

Damit bleibt die Straßenbahn-Infrastruktur in Köpenick auch nach 2028 ein großes Thema. Zunächst gilt jedoch der neue Termin für die Altstadt: Nach aktuellem Stand sollen die laufenden Arbeiten im Frühjahr 2028 abgeschlossen sein. Einen genaueren Termin nennt die BVG bislang nicht.

Altstadt Köpenick: Straßenbahn-Baustelle bis 2028
BVG und Berliner Wasserbetriebe erneuern in der Altstadt Köpenick Gleise, Haltestellen, Wasserleitungen und Kanäle. Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2028 vorgesehen.

Quellen: BVG, Berliner Wasserbetriebe, Berliner Zeitung, Bezirksamt Treptow-Köpenick

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4 Kommentare

  1. Adrian 24. August 2026 at 14:18 - Reply

    Das Ganze sollte ja nicht schon lange genug dauern!! Oh man ey. Immer drauf auf uns Köpenicker. Im drauf!! Es hört… und hört… HÖRT nicht auf -.-

  2. Dobkowicz 24. August 2026 at 14:36 - Reply

    Wenn die beiden Brücken danach abgerissen werden sollen . Kann man den die Strassenbahn nicht eingleisig über der Vorhandenen Brücke fahren , oder wird die auch wieder vernichtet ???? Das Adlershof .u. Spindlersfeld ganz von Köpenick abgeschoben wird . Das ist ja echt zum kotzen mit die ständige Bauerrei .u. Die fehlenden Verbindungen. Aber die Fahrpreise steigen ständig.
    R. Dobkowicz

  3. GS 24. August 2026 at 16:15 - Reply

    Es hatte mich gewundert, wenn’s pünktlich fertig geworden wäre.
    Bin aus der City 2023 nach Köpenick gezogen, un in Alter ruhig zu leben. Ha ha ha 😂
    Bin nur genervt.. Köpenick beweist Anarchie ist machbar. Nur Katastrophe.

  4. Oliver 24. August 2026 at 16:52 - Reply

    Wenn man als junger Mensch nicht weiß was man beruflich mal machen möchte, Baustadtplaner bei uns in Köpenick wäre sinnvoll.
    Einfach bunte Kreuze auf die Karte malen und man hat für Jahrzehnte Bauprojekte zur Bearbeitung am Laufen.

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