In der Stresemannstraße in Altona ist ein Neubau entstanden, der gleich zwei Funktionen vereint: eine Tagesaufenthaltsstätte für obdachlose Menschen und 20 Kompaktwohnungen. Anfang März nimmt die Einrichtung ihren Betrieb auf.

Vorgestellt wurde das Haus unter anderem von (v. l.) Dr. Arne Nilsson (F&W), Sozialsenatorin Melanie Schlotzhauer und Bezirksamtsleiter Dr. Sebastian Kloth. Neben Fachleuten aus der Wohnungslosenhilfe nutzten auch Anwohnerinnen und Anwohner die Gelegenheit, die Räume zu besichtigen. / © Foto: F&W, A. Lang
© Fotos: F&W, A. Lang
Wo bis vor wenigen Jahren eine Baulücke klaffte, steht nun ein siebengeschossiges Gebäude mit klarer sozialer Ausrichtung. In der Stresemannstraße in Altona hat das städtische Sozialunternehmen Fördern & Wohnen (F&W) eine Tagesaufenthaltsstätte (TAS) für obdachlose Menschen sowie 20 Kompaktwohnungen errichtet. Anfang März startet der Betrieb.
Tagesaufenthaltsstätte in Altona: Niedrigschwelliger Zugang – auch am Wochenende
Die Tagesaufenthaltsstätte ist täglich von 9.30 bis 16.30 Uhr geöffnet, auch an Wochenenden und Feiertagen. Bis zu 100 Menschen können sich hier gleichzeitig aufhalten. Das Angebot umfasst Mahlzeiten, Duschen, Waschmöglichkeiten, Gepäckaufbewahrung sowie die Ausgabe von Kleidung und Hygieneartikeln. Zudem besteht die Möglichkeit, eine Postadresse einzurichten.
Ein Team aus Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern bietet Beratungsgespräche an. Themen wie Arbeitslosigkeit, Schulden, Suchterkrankungen oder gesundheitliche Probleme werden aufgegriffen und bei Bedarf an spezialisierte Hilfsangebote in Hamburg vermittelt. Die Nutzung der Einrichtung ist ohne weitere Voraussetzungen möglich, das Gebäude ist barrierereduziert und verfügt über barrierefreie Bereiche.
Neubau in der Stresemannstraße: 20 Kompaktwohnungen als Schritt aus der Wohnungslosigkeit
In den Obergeschossen befinden sich 20 Ein-Personen-Kompaktwohnungen. Sie richten sich an Menschen, die zuvor wohnungslos waren und inzwischen ausreichend stabilisiert sind, um einen eigenen Haushalt zu führen. Die Vermietung erfolgt in Zusammenarbeit mit der Fachstelle für Wohnungsnotfälle des Bezirks.
Der Neubau schließt eine rund 550 Quadratmeter große Baulücke. Die Lage nahe dem Bahndamm stellte besondere Anforderungen an den Erschütterungs- und Schallschutz. Rund zehn Millionen Euro investierte F&W in das Projekt. Entstanden ist ein Gebäude, das kurzfristige Unterstützung und langfristige Perspektiven unter einem Dach bündelt – als funktionaler Beitrag zur sozialen Infrastruktur im Bezirk Altona.
Stresemannstraße 138
Quellen: Fördern & Wohnen
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