Micro-Metropole im Gallus: Ein leerstehendes Bürogebäude wird zum lebendigen Wohnquartier für Studierende und junge Berufstätige. Immobilieninvestmentmanager PGIM Real Estate möchte in der Lahnstraße 60 rund 300 kleine Wohneinheiten realisieren.
© Visualisierung Titelbild: Hammerschmidt Architects GmbH
In Frankfurt-Gallus startet ein neues Wohnprojekt, das auf Micro-Living setzt und ein leerstehendes Bürogebäude in ein lebendiges Wohnquartier verwandelt. Das Vorhaben richtet sich vor allem an junge Berufstätige und Studierende und soll den Stadtteil weiter beleben.
PGIM Real Estate, einer der weltweit größten Immobilieninvestmentmanager mit einem verwalteten Vermögen von rund 206 Milliarden US-Dollar, übernimmt das rund 15.000 Quadratmeter große Gebäude in der Lahnstraße 60. Das Bestandsgebäude, ursprünglich 2001 fertiggestellt, soll in mehr als 300 Mikroapartments sowie gemeinschaftlich genutzte Flächen umgewandelt werden.
Das Projekt ist nicht das erste seiner Art: Micro-Living, insbesondere die Revitalisierung alter Büroflächen, gewinnt in Frankfurt zunehmend an Bedeutung, wie beispielsweise auch das Projekt „livinit“ im Stadtteil Niederrad zeigt.
Micro-Living im Stadtteil Gallus: Was ist konkret in der Lahnstraße geplant?
Das Gebäude soll umfassend saniert werden und in moderne Mikrowohnungen sowie Studentenapartments umgebaut werden. Darüber hinaus entstehen gemeinschaftlich nutzbare Bereiche, darunter Coworking-Spaces, Fitnessbereiche, Social Lounges und Wellnessangebote.
Das Konzept zielt darauf ab, Wohnen, Arbeiten und Freizeit eng zu verknüpfen und ein urbanes Lebensgefühl zu schaffen. PGIM strebt zudem eine DGNB-Zertifizierung in Gold an und plant eine Best-in-Class-Bewertung des Energieausweises (EPC). Die Fertigstellung des Projekts ist für Anfang 2029 vorgesehen.
PGIM auf Erwerbskurs: Investmentmanager möchte deutschlandweit weitere Bestandsobjekte aufkaufen
Das Frankfurter Projekt ist Teil einer größeren Strategie von PGIM, weitere Bürogebäude in Deutschland zu erwerben und in Micro-Apartments umzuwandeln. Bereits Anfang des Jahres erwarb der Investmentmanager ein erstes Projekt in Berlin, das nach dem gleichen Micro-Living-Prinzip entwickelt wird.
„Dieses Projekt unterstreicht unser Vorhaben, innovative Entwicklungs- und Investitionslösungen in einem angespannten deutschen Wohnimmobilienmarkt anzubieten“, sagt Nabil Mabed, Senior Portfolio Manager der European Value-Add-Strategie bei PGIM. Die Expansion zeigt den zunehmenden Fokus auf flexible Wohnformen in städtischen Zentren.
Frankfurt setzt auf Bauen im Bestand: PGIM realisiert Mikroapartments im Gallus
Die Lage des Gebäudes in direkter Nähe zum Frankfurter Finanzdistrikt macht das Vorhaben städtebaulich interessant. Der Stadtteil Gallus hat durch zahlreiche Neubauten und Umnutzungen in den vergangenen Jahren an Attraktivität gewonnen, insbesondere für junge Berufstätige und Studierende.
Ob das Projekt die Nachfrage nach Mikroapartments wie geplant decken wird, wird sich in den nächsten Jahren zeigen. Generell gewinnt Bauen im Bestand in Frankfurt an Bedeutung, da der Wohnraummangel und die steigenden Grundstückspreise neue Konzepte erfordern. Projekte wie dieses könnten Vorbildcharakter für die künftige Entwicklung urbaner Quartiere haben.
Quellen: immobilienmanager, Hammerschmidt Architects GmbH, Frankfurter Rundschau, Frankfurter Neue Presse, Immobilien Zeitung
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