In Alt-Buckow wurde mit einem Mieterfest der Nachbarschaftstreff am Gensweg offiziell eingeweiht. Die Einrichtung bietet seit Juli 2025 vielfältige Angebote für Austausch, Beratung und gemeinschaftliches Miteinander. Ziel ist es, die soziale Infrastruktur im Quartier zu stärken.

Das Quartier „Buckower Felder“ entsteht am südlichen Rand von Neukölln und soll bis 2026 rund 900 Wohnungen umfassen. Darüber hinaus sind Einrichtungen für Gesundheit, Bildung und Mobilität geplant. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Titelbild: Stadt und Land
Am 22. September feierte die STADT UND LAND Wohnbauten-Gesellschaft gemeinsam mit der Tochtergesellschaft SOPHIA Berlin GmbH die offizielle Eröffnung des Nachbarschaftstreffs am Gensweg 3 in Alt-Buckow. Unter den Gästen waren unter anderem Stephan Machulik, Staatssekretär für Wohnen und Mieterschutz, sowie Neuköllns Bezirksbürgermeister Martin Hikel. Zahlreiche Anwohnerinnen und Anwohner nutzten die Gelegenheit, die neuen Räume kennenzulernen.
Seit Juli 2025 ist der Treff bereits in Betrieb. Er soll für die Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers sowie für die umliegende Nachbarschaft einen Ort der Begegnung schaffen. Unter dem Motto „Niemand muss allein sein“ gibt es Angebote wie Sprachcafés, Sport- und Kreativkurse sowie gemeinsame Feste. Viele Aktivitäten sind kostenfrei und barrierearm, um allen Interessierten unabhängig von Alter oder Herkunft offen zu stehen.
Wohnen in Alt-Buckow: Sozialberatung im Nachbarschaftstreff gilt als zentrales Angebot
Ein wichtiger Bestandteil des Programms ist die regelmäßige Sozialberatung. Sie richtet sich an Menschen, die Unterstützung in Fragen rund um Jobcenter, Wohngeld, Integration oder Renten benötigen. Auch Themen wie Kitaplatzsuche, Pflegegradanträge oder Gewaltprävention werden abgedeckt. Nach Angaben des Trägers soll die Beratung vertraulich, unkompliziert und auf Augenhöhe erfolgen.
SOPHIA betreibt in Berlin bereits elf Nachbarschaftstreffs und bringt langjährige Erfahrung mit. In Alt-Buckow setzt man zusätzlich auf Kooperationen mit lokalen Vereinen wie NeNa e.V., den Stadtteilmüttern Neukölln, Thessa e.V., Gangway oder dem Stadtteilzentrum Buckow. So soll das Angebot kontinuierlich weiterentwickelt werden.
Neuköllner Nachbarschaftstreff am Gensweg will alle Generationen zusammenbringen
Der Nachbarschaftstreff richtet sich an eine breite Zielgruppe: Familien, Seniorinnen und Senioren, Menschen mit Beeinträchtigungen oder Fluchterfahrung sind eingeladen, die Angebote zu nutzen. Zusätzlich fungiert die Einrichtung als Foodsharing-Abgabestelle, bietet eine Tauschbibliothek und kann auch für private Anlässe kostengünstig angemietet werden.
Staatssekretär Stephan Machulik betonte bei der Eröffnung, dass nur eine Stadtentwicklung, die soziale Infrastruktur mitdenke, langfristig lebenswerte Quartiere schaffen könne. Er verwies auf die notwendige Partnerschaft zwischen Verwaltung, Wohnungsunternehmen und zivilgesellschaftlichen Akteuren, die das Zusammenwachsen von Nachbarschaften ermögliche.
Quellen: STADT UND LAND Wohnbauten-Gesellschaft mbH, SOPHIA Berlin GmbH, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
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