Hinter einem verhüllten Bauzaun am Jungfernstieg wird derzeit eines der bekanntesten Gastronomiegebäude Hamburgs neu aufgestellt. Der denkmalgeschützte Alsterpavillon soll im Sommer 2026 als „Hanseatische Brasserie“ zurückkehren — mit neuem Konzept, Dachterrasse und 40-jährigem Erbbaurecht.

© Foto Titelbild: Wikimedia Commons, Oxfordian Kissuth, CC BY-SA 3.0  

 

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Ein Bauzaun verdeckt derzeit den Blick auf den Alsterpavillon an der Binnenalster. Seit November 2025 wird das denkmalgeschützte Gebäude umfassend saniert. Nach 25 Jahren musste die Gastronomiekette Alex den Standort Ende Oktober verlassen; im Rahmen einer städtischen Ausschreibung erhielten Hannes Schröder und Niklas Nordmann den Zuschlag. Sie sicherten sich das Erbbaurecht für die kommenden 40 Jahre.

Inzwischen ist das Gebäude vollständig entkernt. Laut Betreiberangaben gegenüber dem Hamburger Abendblatt, stehen die intensiven Sanierungsarbeiten im Bestand kurz vor dem Abschluss, parallel habe der Wiederaufbau begonnen. Der Innenausbau läuft, Anfang März startet der Einbau der technischen Gebäudeausrüstung. Begleitet wird das Projekt vom Generalunternehmer Otto Wulff; Architekten und Ingenieure koordinieren ihre Arbeit in einer Containeranlage vor Ort.

Alsterpavillon Hamburg: Denkmalschutz, Dachterrasse und neues Brasserie-Konzept an der Binnenalster

Der Alsterpavillon wurde in den 1950er-Jahren von Ferdinand Streb entworfen und steht unter Denkmalschutz. In den vergangenen Jahrzehnten wurde das Gebäude mehrfach verändert. Nun soll laut Planung das ursprüngliche architektonische Konzept wieder stärker sichtbar werden. Architekt Giorgio Gullotta erklärte gegenüber Genussguide-Hamburg, dass Materialität und Klarheit des Entwurfs künftig wieder prägend sein sollen.

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Im Zuge der Sanierung entsteht zudem eine Dachterrasse mit Blick auf die Binnenalster. Das neue gastronomische Konzept firmiert unter dem Namen „Alsterpavillon – Hanseatische Brasserie“. Nordmann hatte bereits angekündigt, man wolle norddeutsche Klassiker mit leichteren Interpretationen verbinden und eine Brasserie-Kultur an der Alster etablieren. Der Name des Hauses bleibt bewusst erhalten.

Wiedereröffnung 2026: Alsterpavillon mit 700 Plätzen und flexibler Nutzung am Jungfernstieg

Nach Abschluss der Arbeiten soll der Pavillon im Frühsommer oder Sommer 2026 wiedereröffnen. Geplant sind rund 700 Plätze im Innen- und Außenbereich. Zudem sollen die Flächen flexibel nutzbar sein und Raum für kulturelle Veranstaltungen bieten. Damit knüpfen die Betreiber an die lange Geschichte des Standorts als gastronomischer und gesellschaftlicher Treffpunkt an.

Ein konkreter Eröffnungstermin steht noch nicht fest. Doch mit der Neuvergabe des Erbbaurechts und dem laufenden Umbau beginnt für das traditionsreiche Gebäude am Jungfernstieg eine neue Phase — architektonisch wie konzeptionell.

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Quellen: Genussguide-Hamburg, Hamburger Abendblatt

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