Hamburg baut sein Quartiersparken weiter aus und setzt dabei auf ein digitales Verfahren für Sonderparkausweise. Noch fehlen bundesrechtliche Anpassungen, doch das System ist in der Stadt bereits im Regelbetrieb.

© Titelbild: depositphotos.com

 

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Hamburg hat als erstes Bundesland ein Quartiersparken-Modell etabliert, das über klassisches Bewohnerparken hinausgeht. Neben Anwohnerinnen und Anwohnern sollen künftig auch Personen mit direktem Bezug zum Quartier – etwa aus Pflege, Handwerk oder Vereinsarbeit – einfacher Parkberechtigungen erhalten. Die bundesrechtlichen Grundlagen werden derzeit noch angepasst, das System läuft in der Stadt jedoch bereits im Alltag.

Digital, schnell und praxiserprobt: Weniger Bürokratie in Hamburger Quartieren

Kern des Modells ist ein vollständig digitales Verfahren für Sonderparkausweise. Diese werden online beantragt und per App genutzt. Seit Oktober 2025 wurden rund 2.800 Ausweise ausgestellt, die Genehmigungsquoten liegen durchgehend auf sehr hohem Niveau. Nach einer Testphase geht das System nun in den Regelbetrieb über.

Das Verfahren soll Verwaltungsaufwand reduzieren: Stammdaten werden übernommen, Kennzeichen lassen sich flexibel verwalten, Papierausweise entfallen vollständig. Auch kurzfristige Anpassungen sind möglich, was besonders für Betriebe mit wechselnden Einsätzen relevant ist.

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Quartiersparken: Bundesrahmen noch offen

Entstanden ist das Modell im Rahmen eines Runden Tisches mit Verwaltung, Wirtschaft und Verbänden. Die Beteiligten sehen Hamburg als Vorreiter, betonen jedoch, dass die endgültige Umsetzung von einer Anpassung der Straßenverkehrsordnung abhängt.

Trotzdem wird das System bereits jetzt als alltagstauglich bewertet und soll perspektivisch als Grundlage für eine breitere Anwendung dienen.

 

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Quellen: Behörde für Verkehr und Mobilitätswende Hamburg

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One Comment

  1. Dr. Heide Ellerbrock 2. Juli 2026 at 11:18 - Reply

    Wir haben in Berlin derart viele Pendler, d.h. Arbeitsplätze in der Innenstadt. Hier benötigt die Stadt ein Leitsystem zu Parkhäusern, die häufig leer stehen.

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