Die Skyline am Alexanderplatz verändert sich rasant: Zwei Hochhäuser sind bereits im Bau, weitere sollen noch folgen. Besonders das CommerzReal-Projekt sorgt für Aufsehen, da es mit 146 Metern zu den höchsten Gebäuden der Hauptstadt zählen wird. Mittlerweile ist es auch aus der Ferne bereits gut sichtbar.

Der Alexanderplatz steht vor einer städtebaulichen Zäsur: Ein Hochhaus nach dem anderen wächst in den Himmel. An der Spitze steht das Projekt von CommerzReal, das mit 146 Metern Höhe neue Maßstäbe am Platz setzen wird. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Visualisierungen: Commerz Real
© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT
Am Alexanderplatz in Berlin-Mitte soll ein neues Hochhaus-Zentrum der Hauptstadt entstehen, mehrere Hochhausprojekte konkurrieren hier in direkter Nachbarschaft miteinander. Zwei dieser Projekte befinden sich bereits im Bau.
Besonders das Projekt von CommerzReal sorgt aktuell für Aufmerksamkeit: Das direkt am Warenhaus Galeria errichtete Hochhaus soll nicht wie geplant 134, sondern 146 Meter hoch werden. Grundlage hierfür ist der geltende Bebauungsplan I-B4a aus dem Jahr 2000, der Höhen bis 150 Meter erlaubt. Der ursprüngliche Entwurf des Architekturbüros Kleihues + Kleihues wurde daher während des Baus angepasst. Architekt Jan Kleihues betonte, das höhere Gebäude wirke schlanker und eleganter.
Berlin-Alexanderplatz: Plötzlich sind Gebäude mit bis zu 150 Metern Höhe möglich
Mittlerweile ist das im Bau befindliche Gebäude von CommerzReal so hoch, dass es von mehreren Stellen im Umkreis des Alexanderplatzes bereits sehr gut sichtbar ist. In den unteren Etagen werden zudem bereits die Fassadenelemente am neuen Hochhaus angebracht.
Die Pläne für eine Sammlung von Hochhäusern im östlichen Berliner Zentrum knüpfen an den Masterplan von Hans Kollhoff und Helga Timmermann aus dem Jahr 1993 an, der eine Krone aus 13 Türmen vorsah. Zwar wurden diese Visionen nie vollständig realisiert, doch prägen sie bis heute die Entwicklung des Platzes. 2016 hatte die Politik die maximale Höhe eigentlich auf 130 Meter begrenzt, auch im Zuge des Denkmalschutzes für DDR-Bauten. Rechtlich bindend blieb jedoch der ältere Plan.
Hängen die Erhöhung des Gebäudes und der ZLB-Umzug direkt zusammen?
Für Diskussionen sorgen derzeit die Spekulationen, die zusätzliche Höhe könne Teil von Verhandlungen um die Zukunft des Galeria-Standorts und den möglichen Umzug der Zentral- und Landesbibliothek (ZLB) sein. Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey hatte dazu kürzlich Gespräche mit Vertretern mehrerer Senatsverwaltungen, dem Bezirk Mitte und der CommerzReal geführt.
Covivio plant an der Alexanderstraße ebenfalls ein Hochhaus, das neben Büros auch Wohnungen bieten soll. Auch dieses Gebäude befindet sich bereits im Hochbau. Sobald auch dieser Turm deutlich sichtbar in die Höhe wächst, wird sich die räumliche Wahrnehmung des Alexanderplatzes deutlich verändern. Dies ist schon jetzt zu erahnen, mit dem stetig wachsenden Hochhaus des Bauherren CommerzReal.

Mit der Integration der Zentral- und Landesbibliothek sowie einem nachhaltigen Handelskonzept verfolgt Commerz Real eine spannende Vision für Berlins östliches Zentrum. Auf dem Dach des Gebäudes sollen gastronomische Angebote entstehen. Doch die Finanzierung des Vorhabens ist noch nicht abschließend geklärt. / © Visualisierung: Commerz Real
Quellen: Commerz Real, Berliner Zeitung, Berliner Morgenpost, ECE Projektmanagement GmbH, DLE Land Development GmbH, Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, GEWOBAG, Signa Real Estate, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Architektur Urbanistik Berlin, Immobilien Zeitung, Becken Development GmbH, Graft Architects, hausInvest
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10 Kommentare
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Ich bin schon immer Gegner dieser voll ätzenden Hochhäuser gewesen und, wenn ich bedenke, dass neben dem Ex DDR Hotel „Stadt Berlin“, jetzt „park in“ noch dieser andere Wolkenkratzer neben dem Alexa dazu kommen wird… Baut doch gleich am besten mitten auf dem Alex noch gleich 5 von diesen Teilen hin. Ach, moment mal, 5 von diesen riesen Teilen würden mitten auf dem Alex wohl nicht hin passen. Wenn ich nur daran denke, dass anstelle des beten Wolken Kratzer, bevem dem „park in“ noch jahrelang diese echt süße Strand Bar gewesen ist… Wird nur echt übel!! Anscheinend wird in Berlin Mitte Sie noch so kleinste leere Ecke zu gebaut, entweder mit Büro Turnen oder noch zig weiteren Luxus Hotels, wie voll ätzend, es gibt ja wohl noch nicht genug Hotels.
Vor dem Hotel Capri, auch in Mitte stand dieses wunderbare, kuriose „Ahornblatt“, das war DDR, deswegen musste es weichen für ein auch, natürlich, Luxus Hotel.
Warum das Galeria hinten dran jetzt noch diesen Wolkenkratzer bekommt nach all den Jahrzehnten, ist mir zu hoch!! Wozu zum Teufel??
Da ist man sich noch immer nicht einig, ob Galeria nach Februar 26 weiter drin bleiben darf, da ist noch immer nicht entschieden, ob diese Bibliothek rein darf, und trotzdem wird munter gebaut!! Ich cedytehe das nicht, aber, HAUPTSACHE ES gibt den ersten Wolkenkratzer zu bewundern, der das angeblich „neue Gesicht“ des Alex werden soll!!
Also, momentan sind 3 Wolkenkratzer im Bau : neben dem „park in“ plus neben dem Alexa plus, am Galeria Kaufhaus.
Und, wenn ich dem Artikel Schreiberling glauben darf, dann kommen dann wohl noch weitere am Alex dazu, burbitte wo denn?? Es ist doch gar kein Platz für weitere Wolkenkratzer vorhanden!!
Leute wie du sollten am besten zurück ins Dorf ziehen und sich am Ausblick von Kühen erfreuen. Ich hoffe Berlin bekommt endlich die Skyline die es verdient. Willkommen in 2025
Gut, jenseits der Frage, welchen Sinn eine „Strandbar“ am Alex macht – weit und breit kein Strand, kein Meer in Sicht – , ist der Beitrag wenig nachvollziehbar. Bei der Feststellung, dass Berlin mehr als genug Hotels hat, bin ich ganz bei Ihnen.
Gerade erst wurde allenthalben vermeldet, dass die Touristenzahlen in Berlin deutlich rückläufig sind, die Auslastung der Hotels bei gut 56 % liegt (was vor dem Hintergrund, dass diese Stadt immer verdreckter ist an allen Ecken und Enden Obdachlose die Stadt besiedeln, es überall nach Pisse stinkt, an allen Ecken und Ende einschließlich der U-Bahn man angebettelt wird, dass Messerstechereien aus den Zuwanderungsgruppen überall dramatisch zunehmen, auch und gerade an den Touristenhotspots – was die USA dazu veranlasst, vor Deutschland, allzumal Berlin, aus Sicherheitsgründen zu warnen [gut, ist bei der Sicherheitslage in den USA, gegenüber der Frankfurt am Main, Hamburg und Berlin ein Hort der Geborgenheit – wie eine Babywiege – sind dann irgendwie hochgradig lächerlich}, darüber hinaus es sich als überaus intelligent dieses unter dem Versicherungskaufmann Wegner geführten Senats erweist, die Übernachtungskosten deutlich zu erhöhen, die Kosten am BER zu erhöhen (weshalb der BER immer noch gut 10 Mio. Fluggäste weniger als 2019 hat). Nichts braucht diese Stadt weniger, als weitere Hotels, was allerdings dieser absolut mediokre Senat wie auch das noch mediokrere Abgeordnetenhaus, egal welcher politischen Couleur (Berliner Politik ist so grässlich mittelmäßig, so kleinbürgerlich, spießig und niveaulos; zu Recht hatte Edzard Reuter schon in den 90ern geltend gemacht, dass Berlin wie „Kleinposemuckel“ geführt werde; diese völlige Niveaulosigkeit dürfte Ergebnis inzestuöser Prozesse in der politischen Landschaft aller Parteien der Stadt in den Zeiten ihres Eingemauertseins bis 11.1989 sein!)
Was die Hochhäuser angeht: Wir haben eine unglaubliche Zuwanderung. Deutschland hat sich – anders als andere Länder – dagegen entschieden, Zuwanderung zu steuern. Man nimmt hin, dass die Zugewanderten konzentriert in die großen Städte einwandern, wo sie ihresgleichen finden – und sich damit nicht integrieren müssen, sondern ihre eigene Kultur weiterleben können. Damit geht ein unglaublicher Wohnbedarf einher. Nur: Die Fläche einer Stadt ist begrenzt. Klar: Man kann den ganzen Grunewald, die Wälder und Parkanlagen platt machen für die Bebauung! Oder man baut in die Höhe – flächenschonend! Und deswegen wird diese Stadt nicht ohne Hochhäuser, gar Wolkenkratzer auskommen.
Und wer meint, mit der Verhinderung von Hochhäusern oder gar Wolkenkratzern die Gentrifizierung der Stadt zu verhindern, ist ersichtlich Anhänger der Grünen oder der Linken – und schon deswegen nicht ernst zu nehmen (den Sozialismus in seinem Lauf …!).
Schrecklich, gruselig……………soviel furchtbares Spiegelglas. Diese furchtbaren Hochhäuser nehmen einem die Luft zum atmen……Potsdamer Platz lässt grüßen……..
Sehr gut, dieser neue Bebauungsplan. Er lässt die schreckliche Zonen-Vergangenheit und deren Bauten in den Hintergrund treten. Frischer Wind für Berlin.
Der AlexanderPlatz muss erst wieder ein Platz werden.. Die neuen Hochhäuser drumherum begrüße ich sehr… es gibt kaum einen Platz in Berlin, der sich zur Hochhaus Bebauung besser eignet, als der AlexanderPlatz… Aber bitte, macht aus dem Platz endlich wieder einen Platz, den man räumlich auch als solchen wahrnehmen kann.. und zwar ungestört: entfernt endlich diese häßliche Polizeicontainerbude! Diese steht völlig hirnrissig und bescheuert und in dreister Ignoranz mitten auf dem Platz.. und zerstört damit das Raumgefüge dieses Platzes komplett! Warum fällt das keinem auf? Soviel städtebauliche Inkompetenz ist unerträglich!
Ich hoffe, die Hochhäuser sind flexibel genug in ihrer Struktur so dass sie je nach Nachfrage Wohn- oder Büronutzung aufnehmen können.
Erst einmal freut es mich, dass dieses Gebäude derart schnell errichtet wird. Es freut mich auch, dass offensichtlich diese „dümmliche“ Beschränkung der Höhe auf gut 130 Meter gefallen ist und sich das Gebäude wieder den 150 Meter – wie ursprünglich geplant – nähert. Von mir aus kann der Bau auch 200 Meter hoch werden.
Architektonisch ist das Gebäude – wie 90 % aller Neubauten in Berlin – unbefriedigend, der klassische hochkant gestellte Schuhkarton mit Schießscharten als Fenstern. Aber allmählich gewöhnt man sich daran, dass Berlin schlicht optisch gute Architektur nicht kann und man für gute Architektur ins Ausland reisen muss.
Und ich hoffe, dass die beabsichtigte Aufnahme der ZLB ins Galeria-Gebäude doch noch scheitert. Nichts ist unsinniger als das – es kostet die öffentliche Hand ein Vermögen … und das nur, weil der Commerzbank-Ableger, der die Immobilie baut und verwaltet, sich schlicht verplant hat. Sie hat offensichtlich für die Flächen keine ausreichenden Interessenten. Und Galeria-Kaufhof scheint als alleiniger Mieter des Hauptgebäudes zu riskant zu sein!
👍🏼
schande wer das hier befürwortet—-1. man nimmt den Leute aus Ost-berlin / also den ost-berlinern ( Nord-ost-) den Blick auf Ihr Wahrzeichen für einen Bau , der nur den Spekulanten dienst…
es steht seit 20 jahren direkt am Alex z.b. eine Platte leer, warum wird dies nicht saniert und vermietet .. günstigen Wohnraum erschaffen ist wohl nicht so wichtig ….
und das Denkmal “ Statue – der Bauarbeiter “ lebt davon, dass die Kuppel des Fernsehturms in / durch seine Hand zu sehen ist.
Diese ist in Anerkennung der Arbeiter , die den Alexanderplatz plus Turm erbaut haben, entstanden.
Hier im Prenzl. Berg sind so viele Gewerbe-und Büroflächen frei ( auch im Neubau) wie kann das sein… Stadtplaner! Schande, wer da Böses denkt.