Am Maybachufer in Berlin-Neukölln ist der Abriss eines Bestandsgebäudes in vollem Gange. Auf dem Grundstück an der Ecke Liberdastraße soll bis Ende 2027 ein siebengeschossiger Neubau entstehen. Das Projekt verbindet Wohnen und Nahversorgung in einem der gefragtesten Kieze der Stadt.

An der Liberdastraße am Maybachufer soll neuer Wohnraum entstehen. Insgesamt werden bis 2027 rund 120 Einheiten realisiert. / © Visualisierung: 15 Degree
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
Maybachufer in Neukölln: Wo noch vor kurzem ein Bestandsgebäude stand, prägen heute große Haufen aus Bauschutt das Grundstück in der Liberdastraße 5. Der Rückbau des bisherigen Supermarkts ist inzwischen weit fortgeschritten – und macht vor Ort deutlich sichtbar, dass hier ein kompletter Neuanfang vorbereitet wird.
Wenn der Abriss abgeschlossen ist, entsteht an dieser Stelle ein siebengeschossiger Neubau mit einem klaren Nutzungsmix aus Wohnen und Einzelhandel. Insgesamt sollen rund 120 Mietwohnungen realisiert werden. Ergänzend sind unter anderem erneut Flächen für einen ALDI Nord vorgesehen.

Noch vor wenigen Monaten befand sich an der Liberdastraße 5 ein ALDI-Markt. Dieser wurde inzwischen abgerissen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Baufortschritt am Maybachufer in Neukölln: Abriss des Bestandsgebäudes läuft
Die Bruttogeschossfläche des Projekts liegt bei rund 11.000 Quadratmetern. Ziel ist es, Wohnen und alltägliche Versorgung an einem stark nachgefragten Standort zu verbinden. Das Umfeld ist geprägt von dichter Blockrandbebauung und einem gewachsenen Wohnquartier. Die Lage direkt am Maybachufer gilt seit Jahren als besonders gefragt.
Die Baugenehmigung für das Vorhaben wurde im Jahr 2025 erteilt. Anfang 2026 begann der Abriss des bestehenden Gebäudes, der inzwischen seit mehreren Monaten andauert. Der Rückbau erfolgt vollständig, um Platz für den Neubau zu schaffen. Die Fertigstellung des Projekts ist für Ende 2027 vorgesehen.
Damit gilt die Umsetzung als vergleichsweise zügig. Verantwortlich für die Realisierung ist der Berliner Entwickler 15 Degree, während Goldbeck als Generalübernehmer fungiert.

Große Haufen aus Bauschutt prägen derzeit das Grundstück am Maybachufer. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Entwicklungen im Reuterkiez am Maybachufer: Weitere Projekte im Kiez geplant
Das Unternehmen setzt auf eine systematisierte Bauweise, bei der Bauelemente industriell vorgefertigt und anschließend vor Ort montiert werden. Dadurch sollen Bauzeiten verkürzt und Kosten planbar bleiben. Ein vergleichbares Projekt ist der sogenannte Zwieseler Hof in Berlin-Karlshorst, bei dem das Richtfest knapp ein Jahr nach der Grundsteinlegung stattfand.
Parallel zu dem Vorhaben an der Liberdastraße entstehen entlang des Maybachufers weitere Projekte. So plant unter anderem die STADT UND LAND Wohnbauten Gesellschaft mbH gemeinsam mit Bollinger und Fehlig Architekten die Umnutzung eines historischen Gewerbebaus. Auch hier sollen zusätzliche Wohn- und Gewerbeflächen geschaffen werden.
Quellen: 15Degree, Bollinger + Fehlig Architekten
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