Airbus plant in Hamburg-Finkenwerder zwei umfangreiche Bauvorhaben. Neben einem neuen Auslieferungszentrum soll auch die Produktion neu organisiert werden. Ziel ist es, Abläufe zu stabilisieren und den Standort langfristig zu stärken.

Im Werk an der Elbe wird etwa jedes zweite Flugzeug der A320-Familie endmontiert. Aktuell entstehen hier mehr als 60 Maschinen pro Monat, künftig soll die Produktion auf 70 bis 75 Flugzeuge monatlich gesteigert werden. / © Airbus

© Titelbild: IMAGO / imagebroker

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Airbus treibt den Ausbau seines Standorts in Hamburg-Finkenwerder weiter voran. Gleich zwei große Bauvorhaben sollen noch in diesem Jahr beginnen. Damit wird ein deutliches Signal für die langfristige Bedeutung des Standorts innerhalb des globalen Produktionsnetzwerks gesetzt.

Bereits heute arbeiten rund 20.000 Menschen in Finkenwerder und zudem wird etwa jedes zweite Flugzeug der A320-Familie hier endmontiert. Hamburg bleibt damit nicht nur ein zentraler, sondern auch ein strategisch wichtiger Knotenpunkt in der zivilen Flugzeugproduktion des Unternehmens.

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Bau eines neues Auslieferungszentrum in Finkenwerder: Großprojekt mit 530 Metern Länge

Im Mittelpunkt der Planungen steht ein neues Auslieferungszentrum, das auf der gegenüberliegenden Seite der Start- und Landebahn entstehen soll und damit näher an die Werkshallen heranrückt. Gleichzeitig bleibt das bestehende Zentrum südöstlich der Landebahn weiterhin in Betrieb und wird in die Gesamtstruktur eingebunden.

Der Neubau soll eine Länge von rund 530 Metern erreichen und zudem aus zwei Gebäudekomplexen bestehen, die über Brücken miteinander verbunden sind. Vorgesehen sind insgesamt 26 Abstellpositionen für Flugzeuge, die wiederum sämtliche Schritte von Tests über den Erstflug bis hin zur Übergabe an die Kunden ermöglichen sollen.

Ausstattung des neuen Airbus Auslieferungszentrums: Neue Arbeitsplätze und  Kundenbereiche

Das Gebäude wird auf zwei, teilweise auch drei Ebenen organisiert und umfasst insgesamt rund 35.000 Quadratmeter Fläche. Geplant sind dabei nicht nur Werkstätten, sondern auch Büroflächen sowie spezielle Bereiche für Kunden. In den Büros sollen künftig mehr als 1.000 Mitarbeitende arbeiten, wodurch der Standort zusätzlich gestärkt wird.

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Ergänzt wird das Angebot durch eine etwa 1.000 Quadratmeter große Kantine, die ebenfalls von Kunden genutzt werden kann und somit die Aufenthaltsqualität erhöhen soll. Darüber hinaus ist auf dem Dach eine Photovoltaikanlage mit einer Fläche von rund 5.000 Quadratmetern vorgesehen. Die Fertigstellung ist in zwei Abschnitten geplant, zunächst bis 2028 und anschließend soll der zweite Bauabschnitt bis 2030 abgeschlossen sein.

Umbau der Produktionsabläufe des A320: Neues Vorbereitungszentrum für mehr Effizienz

Parallel dazu plant Airbus ein weiteres Bauprojekt, das sich gezielt auf die internen Produktionsprozesse konzentriert. Ein zusätzliches Vorbereitungszentrum soll künftig bestimmte Arbeitsschritte aus den bestehenden Endmontagelinien herauslösen und damit die Abläufe neu strukturieren.

In dem neuen Gebäude sollen künftig Vormontagen und Zwischenschritte stattfinden, die bislang direkt in den Linien durchgeführt werden. Ziel ist es dabei, das Arbeitsvolumen in der Endmontage zu reduzieren und gleichzeitig die Durchlaufzeiten zu verkürzen. Zudem soll das System durch zusätzliche Puffer an Flexibilität gewinnen und dadurch insgesamt robuster werden.

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Damit reagiert Airbus auf steigende Anforderungen in der Serienfertigung und passt die bestehenden Strukturen entsprechend an. Die Vorbereitung der Rumpfsektionen für die A320-Familie erfolgt bereits heute in Hamburg, sodass der Standort eine zentrale Rolle einnimmt. Durch die geplanten Anpassungen sollen die Abläufe künftig nicht nur stabiler, sondern auch verlässlicher werden.

Quellen: Airbus, Hamburger Abendblatt

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