Krisenmanagement im Berliner Südwesten: Während der Strom ausfällt, wächst der gesellschaftliche Zusammenhalt. Wie Vereine, Schulen und Nachbarschaften im Bezirk Steglitz-Zehlendorf pragmatische und niedrigschwellige Lösungen entwickeln, und was das über gesellschaftliche Resilienz verrät.

Jenseits von Blackout und Großschadenslage wird eine andere Geschichte sichtbar: die einer solidarischen Stadtgesellschaft, die schneller reagiert als jede Infrastruktur. / © Foto: Wikimedia Commons, Hi-Lo (Public Domain)

© Foto Titelbild: Wikimedia Commons, Peter Kuley (CC BY-SA 3.0)

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Der großflächige Stromausfall im Südwesten Berlins hat den Alltag vieler Menschen abrupt unterbrochen. Doch parallel zu den technischen Ausfällen ist etwas anderes sichtbar geworden: eine bemerkenswerte Hilfsbereitschaft quer durch die Stadt.

Vereine, Initiativen, Gewerbetreibende und Privatpersonen haben begonnen, Lösungen zu entwickeln, Lücken zu schließen und einander zu unterstützen. Der Ausnahmezustand hat gezeigt, dass gesellschaftliche Resilienz nicht nur eine Frage von Netzen und Technik ist, sondern auch von Zusammenhalt, Eigenengagement und dem Willen zur Solidarität.

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Stromausfall in Lichterfelde und Zehlendorf: Sportvereine als Anker in der Krise

Besonders schnell reagierten Sportvereine und soziale Einrichtungen. Vereinsheime und Sporthallen wurden zu improvisierten Anlaufstellen umfunktioniert, mit warmen Räumen, Duschmöglichkeiten und temporären Schlafplätzen. Der Sportverein TSV Zehlendorf 1888 bietet seinen Mitgliedern Unterkünfte und sanitäre Einrichtungen an, auch der Berliner HC stellte kurzfristig Duschen und Räume zur Verfügung.

Solche Angebote sind nicht spektakulär, aber für viele der betroffenen Menschen essenziell. Sie zeigen, wie wichtig lokale Strukturen sind, die im Alltag oft im Hintergrund arbeiten, und im Krisenfall plötzlich tragende Rollen übernehmen können. Selbst wenn es nur darum geht, Möglichkeiten zu bieten, um elektronische Geräte zu laden oder zu telefonieren, denn auch Teile des Mobilfunknetzes sind zusammengebrochen.

Solidarität in Zeiten der Krise: Kältebusse, Notunterkünfte und offene Türen im Südwesten Berlins

Parallel dazu wurden sehr schnell mehrere Kältebusse eingesetzt, um besonders bedürftige Menschen zu versorgen. Öffentliche Gebäude wie Rathäuser oder Gemeinderäume öffnen ihre Türen, Kaminöfen und mobile Heizquellen spenden Wärme. Gewerbetreibende stellen Stromaggregate, Ladepunkte oder warme Mahlzeiten zur Verfügung; teils kostenlos, teils auf Vertrauensbasis.

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Auffällig war dabei: Hilfe kam und kommt nicht nur aus den betroffenen Quartieren selbst. Auch aus anderen Stadtteilen bieten Menschen Unterstützung an; in sozialen Medien werden Wohnungen oder einzelne Zimmer für Betroffene in die Statusmeldung gepackt. Ein erfreuliches Zeichen dafür, dass die Stadtgesellschaft über administrative Grenzen hinaus denkt.

Wenn der Strom fehlt: Digitale Tauschbörsen, warme Arbeitsplätze, praktische Hilfeleistungen

In sozialen Netzwerken und Messenger-Gruppen entstanden innerhalb kürzester Zeit Tauschbörsen und Hilfsplattformen. Neben den erwähnten Wohnungen mit funktionierender Stromversorgung werden ebenso Duschmöglichkeiten, Waschmaschinen, warme Arbeitsplätze oder ganz praktische Hilfeleistungen, vom Akkuladen bis zur Kinderbetreuung, angeboten.

Diese Form der Selbstorganisation widerlegt das oft gezeichnete Bild einer gespaltenen, egoistischen Stadtgesellschaft. Gerade jenseits der polarisierenden Debatten in sozialen Medien zeigt sich eine pragmatische, lösungsorientierte Haltung: Ärmel hochkrempeln, machen, helfen.

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Zehlendorf, Wannsee, Nikolassee, Lichterfelde: Schulen und Kitas springen füreinander ein

Auch im Bildungsbereich entsteht gerade ein bemerkenswertes Netzwerk gegenseitiger Unterstützung. Schulen, die weiterhin öffnen können, übernehmen Notbetreuungen für Schülerinnen und Schüler aus geschlossenen Einrichtungen. Kitas öffnen teils sogar ohne Strom, um Kinder zumindest stundenweise zu betreuen und Eltern zu entlasten.

Diese Flexibilität ist nicht selbstverständlich; sie erfordert Engagement des Personals, improvisierte Abläufe und klare Prioritäten. Sie zeigt aber, wie belastbar öffentliche Einrichtungen sein können, wenn sie Handlungsspielräume nutzen dürfen.

Gesellschaftliche Resilienz jenseits der Infrastruktur

Der Stromausfall hat die hohe Verwundbarkeit technischer Systeme wieder einmal sehr deutlich gemacht. Gleichzeitig hat er aber auch gezeigt, dass gesellschaftliche Resilienz oft größer ist, als es der öffentliche Diskurs vermuten lässt. Während Netze ausfallen, entstehen soziale Netzwerke: informell, schnell und wirkungsvoll.

Diese Erfahrungen sollten nicht als Ausnahme abgetan werden. Sie sind vielleicht sogar ein Argument dafür, Nachbarschaften, Vereine und lokale Initiativen grundsätzlich stärker in Krisenvorsorge einzubeziehen. Resilienz entsteht nicht nur durch Technik, sondern durch Menschen, die Verantwortung füreinander übernehmen. Dies lässt sich im Berliner Südwesten derzeit sehr gut beobachten.

Quellen: TSV Zehlendorf 1888, Berliner HC, Der Tagesspiegel, WELT, t-online, Berliner Morgenpost, Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf

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3 Kommentare

  1. M.Hillen 5. Januar 2026 at 13:29 - Reply

    In Berlin werden linke NGO’s, linke Aktivisten und Antifa (allesamt antibürgerliche, antiliberale, sozialistische, gewaltaffine DeutschlandHasser) seit vielen Jahren mit Steuermitteln in Millionenhöhe ziemlich irre massiv gefördert!
    Die „Unsere Demokratie“ – Parteien aus FDPCDUSPDGRÜNELINKE, die für diese massive Finanzierung dieses linken Gesocks verantwortlich sind… tragen letztlich auch die Verantwortung für die uneingeschränkte Handlungsfähigkeit linker Terroristen, welche ohne staatliche Finanzierung der linken Vorfeldorganisationen gar nicht möglich wäre (ideologisch, finanziell und logistisch).
    Berlin ist auch in dieser Hinsicht das Drecksloch der Bundesrepublik Deutschland! Nirgendwo sonst dürfen sich antibürgerliche DeutschlandHasser so ungestört etablieren und entfalten – unterstützt und protegiert von linksideologischen Medien und dem linken, antideutschen Parteienkartell (s.o. „Unsere Demokratie“)…Eine Politik der unleugbaren Islamisierung, Deindustriealisierung und massiven Staatsverschuldung zerstört das gesellschaftlich stabile und wirtschaftlich erfolgreiche Deutschland, das von Konrad Adenauer und Ludwig Erhard in den Nachkriegsjahren bewundernswert aufgebaut wurde.
    Adenauers und Erhards Geist und Patriotismus (Vaterlandsliebe) ist bei den etablierten Altparteien ganz offensichtlich nicht mehr vorhanden.. Die linke, antideutsche Ideologie hat in der etablieren Parteien- und Medienlandschaft komplett obsiegt. Das Ergebnis ist ein handlungsunfähiger, überschuldeter, heruntergewirtschafteter Staat, der dem deutschen Volk kaum noch eine überzeugende und befriedigende Heimat- und Wohlstandsperpektive zu bieten hat.
    Dementsprechend hoffe ich, dass der Wähler bei den kommenden Wahlen in den nächsten Jahren mit deutlich mehr Verstand von seinem Wahlrecht Gebrauch macht und sich vergegenwärtigt, dass die etablierten Altparteien die oben beschriebene Zerstörung Deutschlands seit Jahren aktiv und konsequent und ganz alleine (ohne die geringste Mitverantwortung der AFD) betreiben und daß sie entgegen ihrer Wahlversprechen erwiesenermaßen weder den Willen noch die Kraft haben, daran irgendetwas zu ändern.

    • Michael 8. Januar 2026 at 11:29 - Reply

      Ihr Kommentar hat jetzt was mit dem Artikel zu tun? Falls Sie ihn nicht gelesen haben : Im Artikel geht es darum dass Vereine, Öffentliche Einrichtungen und Bürger sich gegenseitig bei der Bewältigung der Auswirkungen des Stromausfalls (oder Anschlag, wenn man denn so will) geholfen haben. Richterweise zieht der Artikel daraus den Schluss, dass diese Elemente stärker in die Bewältigung von Krisen eingebunden werden sollten.

      Soweit ich weiss wird die Vulkangruppe, wenn sie denn den Anschlag ausgeführt hat, nicht mit Steuermitteln unterstützt. Aber vielleicht wissen Sie da auch mehr.

      Dass NGOs zu viel Geld vom Staat bekommen, könnte auch diskutiert werden. Vor allem wenn sie auf „N“ Wert legen. Doch bitte nicht an diesem Artikel, da gibts andere

      • M.Hillen 9. Januar 2026 at 04:21 - Reply

        Schön, daß Vereine, öffentliche Einrichtungen und Bürger sich gegenseitig bei der Bewältigung von Krisen helfen. Natürlich.
        Weniger schön – und darauf möchte ich mit meinem Beitrag hinweisen- finde ich die Tatsache, daß unser Staat mit unseren Steuergeldern seit Jahren massiv und illegitim jene linke Organisationen, Aktivisten, NGO’s finanziert, fördert und heranzüchtet, die ideologisch den Nährboden für linke Extremisten und Terroristen bilden. Zugespitzt formuliert: der Staat schafft sich die linksextremen Feinde seiner Bürger selbst: er finanziert diese Feinde aus den Steuermitteln seiner Bürger!
        Dasselbe Phänomen haben wir beim Thema Asyl und Zuwanderung: daß Weihnachtsmärkte mittlerweile vor Islamisten geschützt werden müssen, das hat ebenfalls unser Staat zu verantworten (durch massive Zuwanderung aus islamischen Ländern über ein Asylsystem, das unsere ureigenen und legitimen Interessen in vielen Aspekten seit Jahrzehnten massiv verletzt). Auch in diesem Politikfeld missachtet und verletzt unser Staat also massiv die Interessen seiner Bürger. Die Frage, die sich da für mich stellt, ist folgende: sind nur die Terroristen von linker oder islamistischer Seite das Problem? Oder ist das ursächliche Problem für die zunehmende Gefährdung unserer Sicherheit nicht unser Staat selbst, wenn er illegitim (an den Interessen der Bürger vorbei) linke Ideologie (durch NGO’s) einerseits und maßlose und massenhafte Armutsmigration aus orientalischen/ islamischen Ländern andererseits finanziert? Das ist doch eine naheliegende Frage, oder etwa nicht? Mich stört ein wenig die Tatsache, dass diese Frage bei der Berichterstattung über die Vulkangruppe unter den Teppich gekehrt wird. Immerhin agiert die Vulkangruppe seit 15 Jahren frisch, fromm, fröhlich und frei… von Politik und Behörden komplett unbehelligt!
        Zum Thema NGO ’s: Nichtregierungsorganisationen klingen so schön unverdächtig.. Nach Organisationen, die nichts mit der Regierung zu tun haben.. Nach Organisationen, die aus der Mitte der Gesellschaft, der „Zivilgesellschaft“ kommen. Das jedoch ist reinste Täuschung des Bürgers. Reinste Probaganda. In dem Moment, in dem diese NGO’s des Bürgers Steuergeld von der Regierung erhält, ist sie eine Regierungsorganisation. NICHTS ANDERES!
        Und wenn ich mir die ganzen Klima- , Umwelt-, Migrations- und Asyl NGO’s anschaue, dann wird klar, dass unsere Regierungen seit Jahrzehnten bürgerfeindliche Klima- und Asyl Politik auch deshalb so leicht betreiben können, weil der normale und unkritische Bürger glaubt, ja, dies müsse wohl alles so sein, schließlich wird diese Politik ja anscheinend auch aus der “ Mitte der Gesellschaft“ heraus gefordert… von den NGO’s zum Beispiel.
        Die NGO’s dienen insofern der Manipulation der Öffentlichkeit/ der öffentlichen Meinung. Das ist ihr Zweck. Und insofern ist sowohl der Name NICHT regierungsorganisation… als auch deren illegitime Finanzierung durch unsere Steuergelder eine demokratiepolitische Sauerei (eine Verarschung und Manipulation des Bürgers), welche abgeschafft gehört!
        Habe ich mich nun verständlich ausgedrückt? Das hoffe ich. Insofern vielen Dank für die Mühe Ihrer Kritik, lieber Namensvetter.

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