In Adlershof entstehen nahe dem Ernst-Ruska-Ufer zwei Neubauten für das Helmholtz Zentrum Berlin. Geplant sind flexible Labor- und Büroflächen sowie ein neues Versorgungstechnikgebäude.

Das Bauschild und der Rohbau verweisen auf die Erweiterung des Helmholtz Zentrum Berlin in Adlershof. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
Wer in Adlershof in Richtung Autobahn am Ernst-Ruska-Ufer unterwegs ist, sieht den eingerüsteten Neubau des Helmholtz Zentrum Berlin schon von weitem. Auf dem Wilhelm-Conrad-Röntgen-Campus entstehen neue Flächen für Forschung, Büros und Versorgungstechnik.
- Bezirk: Treptow-Köpenick
- Standort: Wilhelm-Conrad-Röntgen-Campus Adlershof
- Adresse: Albert-Einstein-Straße 15, 12489 Berlin
- Projekte: Verfügungsgebäude mit Labor- und Büroflächen und Versorgungstechnikgebäude VTII
- Nutzung: Grundlagenforschung, Drittmittelprojekte, Kooperationen und technische Versorgung
Das Helmholtz Zentrum Berlin erweitert seinen Campus in Adlershof um mehrere Neubauten. Im Mittelpunkt steht ein Verfügungsgebäude für Forschungsteams, die an innovativen Technologien der Energieforschung arbeiten. Der Standort liegt zwischen Magnusstraße und Ernst-Ruska-Ufer, unmittelbar am bestehenden HZB-Campus und nahe dem Elektronenspeicherring BESSY II.

Die Gerüstkonstruktion zeigt die Größe des HZB-Neubaus in Adlershof nahe Ernst-Ruska-Ufer. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Adlershof: HZB-Neubau nahe Ernst-Ruska-Ufer
Das Verfügungsgebäude soll rund 3.800 Quadratmeter Laborfläche und etwa 3.100 Quadratmeter Bürofläche aufnehmen. Die Räume entstehen für rund 270 Mitarbeitende. Sie sollen vor allem Teams dienen, die in Kooperationen und Drittmittelprojekten arbeiten. Weil diese Nutzergruppen regelmäßig wechseln können, plant das HZB flexible Flächen für unterschiedliche Labor- und Büroanforderungen.
Das Projekt geht auf einen nicht offenen Wettbewerb aus dem Jahr 2020 zurück. Den ersten Preis erhielt h4a Gessert + Randecker Generalplaner aus Stuttgart. Die Architektenkammer Berlin nennt als Ziel einen Neubau mit geräteintensiven Laboren, Büroflächen und anpassbaren Abschnitten. Der Entwurf sieht ein Gebäudeensemble vor, das den Campus am südöstlichen Rand ergänzt und neue Wege- und Platzräume schafft.

Auf der Baustelle des Helmholtz Zentrum Berlin entstehen neue Forschungs- und Technikflächen in Adlershof. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Helmholtz Zentrum Berlin: Zwei Bauschilder, ein Auftraggeber
Vor Ort fallen zwei Bauschilder auf. Sie gehören zu unterschiedlichen Baumaßnahmen, beide entstehen jedoch für das Helmholtz Zentrum Berlin. Neben dem Verfügungsgebäude entsteht ein Versorgungstechnikgebäude VTII. Dieses Gebäude soll zentrale technische Anlagen aufnehmen. Dazu zählen nach Ausschreibungsunterlagen unter anderem Stromversorgung, Kälte, IT und technische Infrastruktur.
Das Versorgungstechnikgebäude wird als kompakter Stahlbetonbau beschrieben. Es erhält eine hinterlüftete Außenwandbekleidung mit vorgehängter Holzfassade. Damit ergänzt der Technikbau die Forschungsnutzung nicht inhaltlich, sondern infrastrukturell.

Ein Bauschild informiert über das neue Versorgungstechnikgebäude VTII für das Helmholtz Zentrum Berlin in Adlershof. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Forschungscampus in Adlershof wächst dank HZB weiter
Das Helmholtz Zentrum Berlin betreibt in Adlershof den Wilhelm-Conrad-Röntgen-Campus. Dort liegt auch BESSY II, eine zentrale Forschungsinfrastruktur für Untersuchungen an Materialien. Das HZB forscht an Energie- und Materialthemen, darunter Solarzellen, Batteriespeicher und Wasserstofftechnologien. Die Neubauten stärken diesen Standort.
Von der Straße aus prägt derzeit vor allem das Gerüst das Bild. Der Rohbau des Verfügungsgebäudes ist deutlich sichtbar. Der Wissenschaftsstandort Adlershof wächst weiter. Die Gebäude schaffen neue Arbeits- und Technikflächen für Forschung am Helmholtz Zentrum Berlin.

Das eingerüstete Verfügungsgebäude des Helmholtz Zentrum Berlin ist in Adlershof nahe Ernst-Ruska-Ufer weithin sichtbar. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Erweiterung Helmholtz Zentrum Berlin
Quellen: Helmholtz-Zentrum Berlin, h4a Gessert, Architektenkammer Berlin
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