In Adlershof soll das denkmalgeschützte „Studio 5“ saniert und erweitert werden. Deshalb kann das „Theater Ost“ seine bisherigen Räume während der Bauzeit nicht weiter nutzen.

Die Abbildung zeigt einen Lageplan von Adlershof mit dem Standort des „Studio 5“ an der Moriz-Seeler-Straße. Eingezeichnet sind Straßen, Haltestellen, Unternehmen und Einrichtungen rund um das denkmalgeschützte Gebäude, das im Zuge der geplanten Sanierung vom „Theater Ost“ geräumt werden muss.

Die Karte zeigt die Lage des denkmalgeschützten „Studio 5“ im Wissenschafts- und Technologiepark Adlershof. Das Gebäude befindet sich an der Moriz-Seeler-Straße und wird derzeit vom „Theater Ost“ genutzt. / © Bild: Wikimedia Commons, WISTA Management GmbH, CC BY-SA 3.0 de

© Titelbild: Wikimedia Commons, Steffen Prößdorf, CC BY-SA 4.0

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Adlershof steht vor einer wichtigen Entscheidung für ein Stück Berliner Mediengeschichte. Das denkmalgeschützte „Studio 5“ an der Moriz-Seeler-Straße muss saniert werden. Weil Brandschutz, Barrierefreiheit und der bauliche Zustand umfassende Arbeiten erfordern, kann das „Theater Ost“ seine Spielstätte während der Bauzeit nicht weiter nutzen.

  • Bezirk: Treptow-Köpenick
  • Adresse: Moriz-Seeler-Straße 1, 12489 Berlin
  • Gebäude: ehemaliges Fernsehstudio des DDR-Fernsehens
  • Nutzung heute: Spielstätte des „Theater Ost“
  • Bebauungsplan: XV-51a-2
  • Baugenehmigung: 2025 erteilt

Das „Studio 5“ gehört zu den markantesten Gebäuden der Media City Adlershof. Nach Angaben des „Theater Ost“ entstand der Bau 1952 für das DDR-Fernsehen nach Plänen des Architekten Franz Ehrlich. Ursprünglich diente das Haus als Fernsehtheater mit Parkett, Rang und rund 500 Plätzen. Später baute man den Saal zum Fernsehstudio um. Von dort sendete der Deutsche Fernsehfunk bis zur Schließung die Nachrichtensendung „Aktuelle Kamera“.

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Sanierung von „Studio 5“ in Adlershof: Berlin hält am Vertrag fest

Seit 2015 nutzt das heutige „Theater Ost“ das Gebäude, zunächst unter dem Namen „Theater Adlershof“. Während der Corona-Zeit kam der große Saal stärker in den Theaterbetrieb. Damit knüpfte die Bühne an die ursprüngliche Funktion des Hauses als Spielort an. Zugleich verschärften sich die baulichen Probleme. Der Senat nennt Brandschutz, Barrierefreiheit und den allgemeinen Sanierungsbedarf als Gründe für die anstehenden Arbeiten.

Das Land Berlin suchte mehrere Jahre nach einem Investor für die denkmalgerechte Instandsetzung. 2020 schloss es über die Studio 5 GmbH & Co. KG einen Erbbaurechtsvertrag mit dem Architekten Stefan Klinkenberg. Er hatte zuvor unter anderem am Rathaus Friedrichshagen, an der Brauerei Königstadt und am Schloss Broock gearbeitet. Das Projekt sieht nicht nur die Sanierung von „Studio 5“ vor, sondern auch einen mehrgeschossigen Neubau für kulturelle, medienbezogene und soziale Nutzungen.

„Theater Ost“ muss wegen Bauarbeiten aus „Studio 5“ ausziehen

Der politische Planungsweg läuft seit Jahren. Der Senat brachte den Bebauungsplan XV-51a-2 am 20. Dezember 2022 auf den Weg. Am 19. Juni 2023 behandelte der Stadtentwicklungsausschuss des Abgeordnetenhauses den Plan. Ende 2023 setzte die Senatsverwaltung ihn fest. Die Baugenehmigung für Sanierung und Neubau liegt seit 2025 vor.

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Die Studio 5 GmbH & Co. KG kündigte den Mietvertrag des „Theater Ost“, weil sie den Theaterbetrieb während der Sanierung nicht fortführen kann. Nach Angaben der Senatsverwaltung soll das „Theater Ost“ nach Abschluss der Arbeiten grundsätzlich wieder Räume anmieten können. Diese Möglichkeit steht laut Senat in der Präambel des Erbbaurechtsvertrags. Außerdem bietet die Verwaltung Unterstützung bei der Suche nach einem Interimsstandort an.

Konflikt um Nutzung, Kosten und Zukunft des Kulturortes

Das „Theater Ost“ wollte nach Darstellung der Senatsverwaltung selbst in den Erbbaurechtsvertrag einsteigen und die Sanierung bei laufendem Betrieb übernehmen. Die Verwaltung prüfte diesen Vorschlag, entschied sich aber gegen einen Vertragswechsel.

Sie begründet das mit der bestehenden Bauverpflichtung, der Erfahrung des Erbbaurechtsnehmers und dem Ziel, die Sanierung zügig umzusetzen.

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Studio 5

 

Quellen: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, WISTA Management GmbH, Theater Ost, ND

 

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