Im Frankfurter Ostend wächst derzeit ein neues Büroensemble. Mit dem Projekt ANQR soll bis 2028 der städtebauliche Abschluss des Hafenparkquartiers entstehen. Während die Planung bereits vor mehreren Jahren begann, zeigen sich inzwischen deutliche Fortschritte auf der Baustelle.

Der Rohbau des Büroensembles „ANQR“ im Frankfurter Hafenparkquartier schreitet sichtbar voran: Während der unterirdische Bau bereits abgeschlossen ist, hat der ANQR Tower oberirdisch inzwischen das achte Geschoss erreicht und damit etwa die Hälfte seiner geplanten Höhe. / © Foto: B&L Real Estate
© Visualisierung: B&L Real Estate
Im Hafenparkquartier im Frankfurter Ostend entsteht derzeit das Büroensemble „ANQR“. Das Projekt liegt an der Hanauer Landstraße in unmittelbarer Nähe zur Europäischen Zentralbank. Das Projekt wurde vom Frankfurter Architekturbüro Meixner Schlüter Wendt entworfen und wird vom Hamburger Projektentwickler B&L Real Estate entwickelt.
Der Entwickler erwarb das rund 12.300 Quadratmeter große Grundstück bereits im Mai 2019. Danach liefen Planung und Abstimmung mehrere Jahre weiter, bevor die zuständigen Behörden im Juli 2024 die Baugenehmigung erteilten. Mit dem Projekt soll das Hafenparkquartier städtebaulich abgeschlossen werden.
Baufortschritt auf der Baustelle im Ostend: Rohbau des ANQR-Towers erreicht bereits das achte Geschoss
Inzwischen laufen die Bauarbeiten in der vierten Bauphase des Hafenparkquartiers. Besonders sichtbar wächst derzeit der „ANQR Tower“, der künftig die Deutschlandzentrale der Bank ING aufnehmen soll. Der unterirdische Rohbau ist bereits vollständig fertiggestellt, während der Turm oberirdisch inzwischen bis zum achten Geschoss reicht.
Damit steht das Gebäude ungefähr auf halber Höhe seiner geplanten Struktur. Insgesamt liegt der Rohbau aktuell bei rund 70 Prozent. Nach aktuellem Zeitplan wollen die Projektbeteiligten den Rohbau bis Ende Mai vollständig abschließen.
Architektur und Nutzung des Büroensembles im Ostend: Hochhaus und Atriumgebäude bilden ein gemeinsames Ensemble
Das Projekt umfasst zwei unterschiedliche Baukörper. Neben dem Hochhaus entsteht das niedrigere „ANQR House“ mit sieben Geschossen, also Erdgeschoss und sechs Obergeschossen. Zusammen bieten beide Gebäude rund 64.700 Quadratmeter vermietbare Fläche.
Ein prägendes Element im „ANQR House“ bildet ein großes Atrium. Dort entstehen helle Aufenthalts- und Arbeitsbereiche, die verschiedene Wege im Gebäude miteinander verbinden. Insgesamt sollen im Ensemble rund 3.800 Arbeitsplätze entstehen. Bereits jetzt hat sich die Bank ING rund 32.000 Quadratmeter für ihre zukünftige Deutschlandzentrale angemietet.
Nachhaltigkeit und Mobilität im Hafenparkquartier Frankfurt: Energie, Stellplätze und geplante Fertigstellung
Die Projektbeteiligten legen nach eigenen Angaben großen Wert auf nachhaltige Bauweisen. Die Gebäude sollen ohne fossile Energieträger betrieben werden. Gleichzeitig erhielten sie bereits mehrere Vorzertifizierungen, darunter LEED Platinum sowie die Standards WiredScore und SmartScore.
Insgesamt entsteht eine Bruttogrundfläche von rund 100.000 Quadratmetern. Davon liegen etwa 64.000 Quadratmeter oberirdisch, während rund 35.400 Quadratmeter unterirdisch entstehen. Ergänzend planen die Entwickler rund 540 PKW-Stellplätze mit Ladeinfrastruktur sowie etwa 900 Fahrradstellplätze mit Aufzug. Nach aktuellem Stand soll das gesamte Ensemble im Jahr 2028 fertiggestellt werden.
Quellen: B&L Real Estate, Frankfurter Rundschau, SKYLINE ATLAS
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