Auf dem SEZ-Areal in Friedrichshain haben die vorbereitenden Arbeiten für die zukünftige Quartiersentwicklung begonnen. Die WBM bestätigt offiziell erste Maßnahmen und verweist auf eine laufende Machbarkeitsstudie bis Ende 2025. Dann soll feststehen, wie das Gelände bebaut werden soll.

Nicht nur am SEZ-Gebäude wird derzeit gearbeitet, auch das Gelände wird derzeit urbar gemacht und für die anstehenden Abriss- und Neubauarbeiten ertüchtigt. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Visualisierung Titelbild: Stefan Forster GmbH
Wie ENTWICKLUNGSSTADT bereits gestern berichtet hat, haben in Friedrichshain die Abrissarbeiten am ehemaligen Sport- und Erholungszentrum (SEZ) sichtbar begonnen. Hinter den Bauzäunen am Volkspark Friedrichshain war am gestrigen Donnerstag ein erster Bagger zu erkennen, der auf dem Gelände tätig war.
Polizei und Sicherheitspersonal sicherten das Gelände, Fotografen und Schaulustige versuchten, einen Blick auf die Bautätigkeiten zu erhaschen. Damit verdichteten sich die Hinweise, dass das Kapitel SEZ städtebaulich an sein Ende kommt.
SEZ-Gelände: Bagger arbeitet am Gebäude, Baufirma räumt die Freiflächen
Im Innenhof des seit Jahren leerstehenden Gebäudes fallen bereits die ersten Wände, auf der Nordseite des Areals ist eine Baufirma bereits mit Rodungs- und Aufräumarbeiten beschäftigt. Auf Nachfrage von ENTWICKLUNGSSTADT hat sich nun auch die WBM zu den laufenden Tätigkeiten auf dem SEZ-Areal geäußert.
Demnach finden derzeit vorbereitende Arbeiten im Außenbereich statt, wie das Unternehmen bestätigt. Ziel dieser Arbeiten sei es, die Außenanlagen für die zukünftige Baustelleneinrichtung vorzubereiten.
WBM bestätigt vorbereitende Arbeiten auf dem Areal an der Landsberger Allee
Für diese Arbeiten sei keine Abrissgenehmigung erforderlich, wie ein Sprecher der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft konkretisierte. Die aktuell laufenden Tätigkeiten dienten demzufolge ausschließlich der Vorbereitung der weiteren baulichen Schritte und erfolgten planmäßig, wie es heißt.
Einen konkreten Zeitplan zum tatsächlichen Beginn der Bauarbeiten auf dem Areal konnte die WBM allerdings noch nicht nennen, doch die Vorbereitungen dafür laufen: Das Unternehmen lässt dazu wissen: „Derzeit wird eine Machbarkeitsstudie erstellt, die die Grundlage für die weiteren Planungsschritte bildet. Deren Abschluss wird frühestens für Dezember 2025 erwartet.„
Ziel: Nutzungsgemischtes Wohnquartier mit städtebaulicher Qualität auf SEZ-Gelände
Im Fokus dieser Machbarkeitsstudie steht die Entwicklung eines zukunftsfähigen, nutzungsgemischten Quartiers mit einem Schwerpunkt auf Mietwohnungen. Dabei soll ein übergeordnetes städtebauliches Konzept unter Berücksichtigung des geltenden Bebauungsplans entstehen, wie es heißt.
Die Untersuchung wird verschiedene Varianten prüfen, um sowohl die Qualität der Freiräume als auch das Maß der baulichen Nutzung gezielt zu optimieren. Diese Machbarkeitsstudie läuft bereits seit Juli 2025.
550 Wohnungen und eine neue Schule sollen am Volkspark Friedrichshain entstehen
Ganz konkret sollen 550 neue, landeseigene Mietwohnungen entstehen, mit einem Anteil von 50 Prozent für einkommensschwächere Bevölkerungsgruppen. Auch Gemeinbedarfsflächen, Schul- und Kitaflächen sowie eine öffentliche Grünfläche werden konkret geplant. Einige Details der geplanten Bebauung sind bereits bekannt.
Geplant ist, die neue Schule auf dem bislang unbebauten Teil des Areals in direkter Nähe zum Volkspark Friedrichshain zu errichten. Aufgrund der begrenzten Fläche soll die Sporthalle baulich in den Schulkomplex integriert werden. Auf welchem Teil des Grundstücks die geplanten Wohnungen errichtet werden soll, ist hingegen noch nicht klar. Hier sollen die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie abgewartet werden.
Quellen: WBM, Landesdenkmalamt Berlin, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Stefan Forster GmbH, Berliner Zeitung, Der Tagesspiegel, Wikipedia, Berliner Morgenpost, TAZ
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