Das Mauritius‑Kirchcenter in Lichtenberg wird abgerissen, um Platz für einen modernen Neubau zu schaffen. Wohnungen, Gewerbe und Dienstleistungen sollen künftig den Kiez beleben.

Angrenzend an das historische Mauritius‑Kirch‑Ensemble in Lichtenberg befindet sich das Mauritius‑Kirchcenter. Das Bestandsgebäude soll nun abgerissen und durch einen modernen Neubau ersetzt werden. / © Foto: Wikimedia Commons, Angela Monika Arnold, Berlin, CC BY 3.0
© Titelbild: IMAGO / Steinach
In unmittelbarer Nähe zum Ring‑Center, das in den vergangenen Jahren bereits umfangreich modernisiert wurde, steht das Mauritius‑Kirchcenter in Lichtenberg nun ebenfalls vor einem Neuanfang. Wer zuletzt am Standort vorbeiging, konnte beobachten, dass das einst belebte Center leer und verlassen wirkt.
Um den Standort neu zu gestalten, soll das bestehende Gebäude abgerissen werden. Geplant ist ein Neubau, der Wohnen, Arbeiten und Angebote des täglichen Bedarfs miteinander vereint. Bezirksstadträtin Camilla Schuler (Die Linke) bezeichnet das Vorhaben als wichtigen Impuls: „Ich freue mich sehr über den Fortschritt an diesem Standort. Das stärkt das Quartier, belebt den Kiez und fördert eine nachhaltige, gerechte Stadtentwicklung.“
Aus für das Mauritius‑Kirchcenter: Abbrucharbeiten im Inneren laufen bereits
Während die Genehmigungen für den Neubau noch ausstehen, laufen bereits die Abbrucharbeiten im Innenbereich. Geplant ist der Baubeginn unmittelbar nach der Erteilung aller erforderlichen Genehmigungen; die Fertigstellung ist für Ende 2028 vorgesehen.
Ziel ist ein lebendiger Ort, der dem Kiez neue Nutzungsperspektiven bietet und das Quartier nachhaltig stärkt.
Vielfalt im Quartier: Junges Wohnen und Gewerbe im Fokus
Ein Schwerpunkt des Projekts liegt laut Bezirksamt auf einem vielfältigen Wohnangebot mit besonderer Berücksichtigung sogenannter „Junges Wohnen“-Konzepte, die auf die Bedürfnisse jüngerer urbaner Bewohner abzielen. Ergänzend sollen im Erdgeschoss Angebote wie Cafés und quartiersnahe Dienstleistungen entstehen, die zur Belebung des urbanen Umfelds beitragen sollen.
Darüber hinaus sieht das Konzept eine Tiefgarage im Untergeschoss vor, um den ruhenden Verkehr zu organisieren und das Umfeld zu entlasten.
Lichtenberg: Von früherem Leerstand zur Perspektive für den Kiez
Vor dem aktuellen Projektupdate war das Mauritius‑Kirchcenter in der Vergangenheit bereits wiederholt im Fokus der Diskussion um die Zukunft des Standorts. Berichte aus den vergangenen Jahren zeigten leerstehende Ladenflächen und eine schwächere Frequenz im Inneren des Centers. Mehrere langjährige Mieter berichteten damals von nicht verlängerten Mietverträgen und wachsenden Unsicherheiten über die Zukunft des Standorts.
Vor diesem Hintergrund sind die aktuellen Abriss‑ und Neubaupläne nicht nur ein baulicher Einschnitt, sondern Teil einer langfristigen Perspektive, die den Standort nachhaltig für den Quartiersalltag sichern soll – sowohl als Wohn‑ als auch als Versorgungs‑ und Arbeitsort.
Mauritiuskirchcenter
Quellen: Bezirksamt Lichtenberg von Berlin, Berliner Morgenpost, Architektur Urbanistik
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Verslummung durch
vermüllung,viel Sperrmüll auf den Gehwegen, viele Obdachlose,Menschen die keine gesellschaftlichen Spielregeln kennen,Ausländer wie Deutsche,Armut, alles sieht abgewirtschaftet aus. Diese Gegend wird bald nur noch von Ausländern,alten Kranken,sozial bedürftigen,Subkultur bewohnt sein.So fängt alles an und endet wie in Wedding,Kreuzberg und Neukölln.Trotz Anwesenheit der Osberliner Linken…