In der Roelckestraße in Berlin-Weißensee hat sich das Bild eines langjährig gewachsenen Gewerbestandorts in kurzer Zeit deutlich verändert. Vor Ort sind derzeit umfangreiche Abrissarbeiten zu beobachten. Was genau entsteht, ist offiziell nicht bestätigt.

Der Standort in der Roelckestraße 70–73 in Berlin-Weißensee befindet sich derzeit in einem tiefgreifenden Umbruch, der durch umfangreiche Rückbauarbeiten deutlich sichtbar wird. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT
Nach Beobachtungen vor Ort sind die früheren baulichen Strukturen – darunter Werkstattflächen sowie die ehemalige Bowlinganlage US-Bowl – inzwischen weitgehend zurückgebaut. Schwere Bagger greifen in den Boden ein, und lösen Schicht für Schicht die verbliebene Substanz. Das Gelände wirkt in weiten Teilen bereits beräumt und für weitere Arbeiten vorbereitet. Doch wie geht es hier weiter?

In der Roelckestraße 70–73 in Weißensee sind derzeit umfangreiche Abrissarbeiten zu beobachten, bei denen die ehemalige Gewerbebebauung schrittweise zurückgebaut wird. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Abriss in der Roelckestraße: Abschied von Bowlingbahn und Co.
Ergänzend zu den aktuellen Beobachtungen gibt es erste Hinweise aus der Anwohnerschaft, die auf eine längere Phase der Umstrukturierung des Standorts verweisen. Demnach sollen auf dem Areal über Jahre hinweg unterschiedliche Gewerbemieter ansässig gewesen sein, darunter Werkstätten, ein Tanzstudio, eine TOTAL Tankstelle, sowie eine Bowlingbahn. Auf deren Website war zuletzt zu lesen, dass der Betrieb wegen Einsturzgefahr „vorübergehend geschlossen“ sei.
Aus dem Umfeld ist zu hören, dass bestehende Mietverhältnisse schrittweise beendet beziehungsweise neu verhandelt worden seien. Dabei habe es offenbar verschiedene Lösungsversuche gegeben, die Flächen freizuziehen.

In der Roelckestraße 70–73 sind die Abrissarbeiten deutlich fortgeschritten; große Teile der früheren Gebäude sind bereits entfernt und das Gelände wird weiter beräumt. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Perspektiven für das Areal: Was entsteht jetzt an der Roelckestraße?
Nach derzeitigen Insider-Informationen könnte das Grundstück künftig von einem Logistikentwickler genutzt werden. Konkrete Bau- oder Genehmigungspläne sind bislang nicht öffentlich bestätigt. Auf Immobilienplattformen wird jedoch bereits ein Lagergebäude mit Fertigstellung für Ende 2026 beworben.
Im Zusammenhang mit den aktuellen Arbeiten fällt der Blick auch auf frühere Projektankündigungen in dem Umfeld. Bereits Anfang des Jahres wurde bekannt, dass GOLDBECK gemeinsam mit 15 Degree in der Roelckestraße in Pankow ein neues Wohnquartier entwickeln will. Geplant sind dort vier Hofhäuser mit jeweils drei Geschossen sowie ein siebengeschossiges Vorderhaus.
Insgesamt sollen 55 Wohneinheiten mit rund 3.260 Quadratmetern Wohnfläche entstehen. Der Baustart war für April 2026 angekündigt, die Fertigstellung für Anfang 2028. Eine genaue Adresse liegt jedoch nicht vor.

In der Roelckestraße in Pankow realisieren Goldbeck und 15 Degree ein neues Wohnquartier, das sich insbesondere an Familien richtet. / © Visualisierung: 15 Degree
Roelckestraße
Quellen: Architektur Urbanistik, US Bowl
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6 Kommentare
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Verstehe, Wohnungen für 2.500 Flüchtlingsfamilien …
Unqualifiziert.
Bei dem Projekt von Goldbeck dürfte es sich nicht um diese Fläche, sondern um das Areal zwischen Langhans und Charlottenburger Straße handeln. Dort gibt es eine so zurückgestellte Fläche. Dort ist der letzte Entwickler (oder schon mehrere?) ebenfalls gescheitert.
Es wird abgerissen.Kleine Firmen vertrieben und teilweise zerstört ohne das ein Plan dahinter steckt? Wer bezahlt denn den Abriss? Der im übrigen sehr teuer ist.Wir sind keine Idioten.Da laufen übelste Deals unter der Hand mit unterstüzung der Regierung!!! Amazon Grosslager ist im Gespräch…..
auf der Baustellen Vorankündigung vor Ort steht: Neubau Logistikzentrum ST-BT-FT Bauweise mit Sozial- & Büroräumen
das Areal zieht sich über die Roelckestraße, Straße and er Industriebahn und Gehringstraße üebr ein ziemlich großes Areal hin. Das man da keine Schilder mehr aufstellen muss, und nebenbei historische Baustruktur zerstört, denne s gab auch eine große HAlel aus der Bauhaus-Zeit echt krass. Wenn dort wohnungsbau entsteht, dann sicher nur für Eigentumswohnungen, aber wer lässt sich so etwa entgehen, welche Stadt meine ich: Da werden lieber in Pankow, Bäume abgesägt und altes Wohnumfeld verdichtet, da können Sozialwohnungen entstehen, aber nicht da, wos keinen stört. Das ihr hier bei Entwicklungsstadt keine wirklichen Infos habt ist schon krass, was sollen da erst die Bürger denken, die an dem Abrissfläche vorbei kommen.