Ein seit Monaten leer stehendes Gebäude an der Wuhlheide steht vor einer neuen Zukunft. Wo früher erst ein Aldi und später ein Fitnessstudio untergebracht waren, ist nun Wohnungsbau geplant. Die Geschichte des Grundstücks reicht jedoch deutlich weiter zurück.

Der leer stehende ehemalige Aldi- und FHC-Bau an der Wuhlheide 236 in Berlin-Oberschöneweide ist von Bäumen und ungenutzten Außenflächen umgeben.

Das frühere Gewerbegebäude an der Wuhlheide 236 steht leer. Für den Standort ist bereits seit 2023 Geschosswohnungsbau dokumentiert. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT

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In Oberschöneweide soll ein langjährig gewerblich genutztes Grundstück neu entwickelt werden. Das ehemalige FHC Fit & Spa an der Wuhlheide 236 ist seit Ende Mai geschlossen, inzwischen steht das Gebäude leer. Dass dort Wohnungen entstehen sollen, it bereits seit mehreren Jahren bekannt. Doch einige entscheidende Details des Projekts sind weiterhin nicht öffentlich bekannt.

  • Bezirk: Treptow-Köpenick
  • Adresse: An der Wuhlheide 236–238, 12459 Berlin
  • Projekt: Geschosswohnungsbau
  • Frühere Nutzungen: Aldi, später FHC Fit & Spa

Noch erinnert wenig an ein künftiges Wohnquartier. Der große Parkplatz ist leer, Unkraut wächst aus den befestigten Flächen. Auch das Gebäude, das vor Jahren ein ALDI Nord und später ein Fitnessstudio war, zeigt deutliche Spuren des Leerstands. Das FHC Fit & Spa stellte seinen Betrieb an diesem Standort zum 31. Mai 2026 ein.

An der Wuhlheide 236: Wohnungsbau ist bereits seit 2023 dokumentiert

Damit endet eine lange gewerbliche Nutzung des Grundstücks. Was danach kommen soll, ist zumindest in seiner Grundrichtung dokumentiert: Das Berliner Büro Büro 213 Architekten führt in seiner Projektübersicht unter dem Jahr 2023 das Vorhaben „An der Wuhlheide 236 Geschosswohnungsbau“. Angaben zur Zahl der Wohnungen, zur Gebäudehöhe oder zum Bauherrn enthält der öffentlich zugängliche Eintrag allerdings nicht.

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Eine Besonderheit unterscheidet das Areal von vielen anderen Neubaugrundstücken. Hinter beziehungsweise neben dem früheren Gewerbebau befindet sich die Villa Frieske. Die Berliner Denkmaldatenbank führt sie unter An der Wuhlheide 238 als Baudenkmal. Architekt Hermann Dorn entwarf das Gebäude 1877 für den Fabrikanten M. Frieske.

Der ehemalige Parkplatz vor dem leer stehenden Gewerbebau an der Wuhlheide 236 in Berlin-Oberschöneweide ist teilweise von Pflanzen überwachsen.

Auf dem früher gewerblich genutzten Grundstück an der Wuhlheide 236 ist Geschosswohnungsbau geplant. Details zum Neubau sind bislang nicht veröffentlicht. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Die Villa gehörte zur früheren Dampfwaschanstalt Weißenburg. Nach Angaben des Landesdenkmalamtes erinnert sie damit an die frühe gewerbliche Erschließung des Köpenicker Umlands durch Textilbetriebe. Das Wohnhaus der Fabrikantenfamilie entstand in einem kleinen Park am Spreeufer und besitzt Fassaden in Formen der Neorenaissance.

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Nach Informationen von ENTWICKLUNGSSTADT hatte sich die Entwicklung des ehemaligen ALDI-Areals über längere Zeit verzögert. Hintergrund soll ein Streit um Wegerechte zwischen den beteiligten Grundstückseigentümern gewesen sein, der gerichtlich geklärt wurde.

Ehemaliger Aldi in Oberschöneweide: Noch fehlen Details zum Neubau

Wann der frühere Aldi- und FHC-Bau tatsächlich abgerissen wird, bleibt damit zunächst offen. Ebenso fehlen öffentlich zugängliche Angaben zur Architektur des Neubaus, zur Zahl der Geschosse und Wohnungen sowie zu möglichen geförderten Wohnungen.

Das Grundstück selbst zeigt jedoch bereits den Übergang: Der Fitnessbetrieb ist ausgezogen, der große Gewerbebau steht leer und eine Wohnungsbauplanung ist spätestens seit 2023 dokumentiert. Sobald Abrissarbeiten beginnen oder konkrete Neubaupläne veröffentlicht werden, dürfte sich zeigen, wie der neue Geschosswohnungsbau mit der denkmalgeschützten Villa Frieske und dem gewachsenen Baumbestand des Areals verbunden werden soll.

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Wohnungsbau An der Wuhlheide 236–238
Auf dem früheren Aldi- und späteren FHC-Standort an der Wuhlheide 236 ist Geschosswohnungsbau geplant. Auf dem Areal befindet sich außerdem die denkmalgeschützte Villa Frieske.

 

Quellen: Berliner Denkmaldatenbank, Büro 213 Architekten, FHC Fitness Berlin

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